Beschreibung der Beschaffung
Die Idee zu einer Umweltstation für den Landkreis Dingolfing-Landau wurde bereits 2013 initiiert. Sechs Jahre später beschloss der Kreistag „zur Intensivierung der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung die Gründung einer Umweltstation und den Neubau eines, den Anforderungen der Gesamtkonzeption entsprechenden, Gebäudes.“ Träger der Umweltstation ist der Landkreis Dingolfing-Landau.
Während der Planungs- und Bauphase des Umweltstationsgebäudes steht den Mitarbeiter*innen der Umweltstation ein Büro im Landratsamt in Dingolfing zur Verfügung. Bis zur Errichtung eines Gebäudes wird „mobile Umweltbildung“ durchgeführt. Diese Kombination aus mobiler Umweltbildung und fester Umweltstation soll auch nach Fertigstellung des Neubaus weiterhin angeboten werden. Eine vernetzte Umweltstation mit Aktionsorten zu verschiedenen Themen bzw. Lebensräumen, verteilt auf den Landkreis.
Der Neubau soll mehreren Nutzungen Rechnung tragen. Zum einen soll im Neubau die Umweltstation mit Veranstaltungsbereich (ca. 300 m² NUF) und Verwaltung (ca. 200 m² NUF) untergebracht werden, zum anderen finden im Verwaltungsbereich auch Büros des Landschaftspflegeverbands, der Medienzentrale und der allgemeinen Verwaltung Platz.
Mit der Standortentscheidung für die Umweltstation am Isarufer in der Stadt Landau an der Isar in unmittelbarer Nähe zu einem überregionalen Radweg konkretisierte sich die Idee, das Angebot der Umweltstation mit einer Radstation (ca. 45 m² NUF) und einer kleinen Gastronomie (30 m² NUF) zu komplettieren. Hier sollen Radfahrer*innen pausieren können und einen Anlaufpunkt zur Erkundung der Stadt vorfinden. Die beiden Nutzungen (Umwelt- und Radstation) sollen sich gegenseitig ergänzen und funktional wie gestalterisch eine Einheit bilden.
Mit dem vorliegenden Wettbewerb erwartet sich der Auslober für das geplante Bauvorhaben gestalterisch, funktional und wirtschaftlich (in Bezug auf die Herstellungs-, Unterhalts- und Betriebskosten) überzeugende Lösungen. Insbesondere hinsichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit soll die Umweltstation Dingolfing-Landau Modellcharakter aufweisen. Die Umweltstation Dingolfing-Landau soll möglichst bis Anfang 2025 eröffnet werden.
Für den Wettbewerb sind folgende Termine vorgesehen: Versand der Unterlagen an die ausgewählten Teilnehmer: Anfang Dezember 2022, Rückfragenbeantwortung bis: Ende Januar 2023, Abgabe Wettbewerbsarbeiten: Anfang März 2023.
Auftragsgegenstand sind die Objektplanung Gebäude gemäß HOAI Teil 3, Abschnitt 1 und die Objektplanung Freianlagen gemäß HOAI Teil 3, Abschnitt 2, für den Bereich südöstlich des Deichfußes (Gesamtgröße ca. 1.700 m²) jeweils mindestens die Leistungsphasen 1 - 5. Der Auslober beabsichtigt optional Planungsleistungen für die Leistungsphasen 6 - 9 zu vergeben. Ferner beabsichtigt der Auslober die Leistungen der Objektplanung Freianlagen optional für den Bereich nordwestlich des Deichfußes (Auwaldbereich mit ca. 6.200 m²) stufenweise zu vergeben. Ein Anspruch auf die Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.
Die Beauftragung erfolgt jeweils stufenweise. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung kann kein Rechtsanspruch auf die Beauftragung weiterer Stufen und keine zusätzlichen Honoraransprüche abgeleitet werden.
Es werden gesonderte Verträge über die Leistungen der Objektplanung Gebäude einerseits und über die Leistungen der Objektplanung Freianlagen andererseits geschlossen. Handelt es sich beim Preisträger um einen Zusammenschluss aus Architekturbüro und Landschaftsarchitekturbüro, müssen diese auch als Bietergemeinschaft am Verhandlungsverfahren teilnehmen. Der jeweilige Vertrag wird aber nur mit dem für die jeweilige Planungsdisziplin zuständigen Mitglied geschlossen (keine Arbeitsgemeinschaft/gesamtschuldnerische Haftung).