Kurze Beschreibung
Der Zweckverband „FADZ Lichtenfels“ vertreten durch die Stadt Lichtenfels plant die Umnutzung der
ehemaligen Kirschbaummühle zu einem Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien.
Die Kirschbaummühle in der Coburger Straße 43 in Lichtenfels besteht aus mehreren Bauteilen:
- Villa: erbaut 1922/23; EG + 3 OG
- Mühlenbau: erbaut 1932; EG + 4 OG
- Silobau: erbaut 1921; EG + 6 OG
Sowohl der Mühlen- als auch der Silobau wurden nach einem Brand in den Jahren 1950/51 instandgesetzt und
teilweise neu aufgebaut.
Es liegt eine umfassende Gebäudeanalyse zur Kirschbaummühle vor. Diese wird mit den Vergabeunterlagen
der 2. Stufe zur Verfügung gestellt.
Das Gebäude der Kirschbaummühle steht nicht unter Denkmalschutz ist jedoch Teil eines Bodendenkmals
(D-4-5832-0194), das sich über weite Teile der Stadt Lichtenfels erstreckt.
Das Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien (FADZ) setzt es zum Ziel, ein
sowohl regionales als auch deutschlandweites Zentrum zur Entwicklung zukünftiger innovativer Produkte,
Software und Services für Fertigung und 3D-Druck zu werden.
Bildung, Forschung, Handwerk und Industrie kommen hier zusammen.
Wichtiger Bestandteil des FADZ wird eine Kooperation mit dem hierfür einzurichtenden Master-Studiengang
„Additive Fertigung und Leichtbau“ der Hochschule Coburg sein.
In der konkreten Nutzung heißt das, dass das FADZ über Labore für die additive Fertigung verfügen wird,
es wird Büroarbeitsplätze für die Hochschule Coburg u.A. geben, zudem eine Co-Working-Werkstatt und
das sogenannte FADZ-Lab., eine Kreativwerkstatt für Schulen und Lehreinrichtungen zum Thema „Digitale
Zukunftstechnologien“. Schulungsräume und ein großer Präsentationsraum ergänzen das Programm.
Es liegt eine vertiefte Machbarkeitsstudie mit Variantenplanungen zur Umsetzung des geplanten
Raumprogrammes und groben Kostenannahmen vor. Diese Machbarkeitsstudie soll Grundlage für die weitere
Bearbeitung sein.
Für den weiteren Projektverlauf soll Variante 2 der Machbarkeitsstudie weiterverfolgt werden.
Bei diesem Konzept ist ein Anbau in Richtung des SÜC-Gebäudes beabsichtigt. Die 4. bis 6. Etagen auf
Mühlen- und Silobau werden als Aufstockung in Holzbauweise errichtet.
Besonders die Nachhaltigkeit von Konstruktionen, der Materialien und des Betriebes soll bei der Umnutzung der
Kirschbaummühle im Vordergrund stehen
Kennzahlen Variante 2:
- NF = 2.100 m² + Keller 90 m²
- BGF = 3.070 m²
Die Kosten für die Kostengruppen 200 – 400 werden anhand von Kostenrichtwerten vorläufig mit ca. 9,85 Mio. €
brutto ermittelt.
Es handelt sich um eine mit Bundes- und Landesmitteln geförderte Maßnahme.
Terminvorschau:
- Start umgehend nach Abschluss VgV
- Planungsphase 2022 / 2023
- Bauausführung in einem Zug ab Anfang 2024
- Gesamtfertigstellung 1. Quartal 2026.