Beschreibung der Beschaffung
Los 2 – Prozessmanagementeinführung im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Paderborn Zur Implementierung des Prozessmanagements wurden in der Kreisverwaltung erste wichtige Grundsteine gelegt. Als Standardnotation / Modelliersprache wurde BPMN 2.0 ausgewählt, für die Darstellung der Prozessmodelle hat sich die Kreisverwaltung Paderborn auf die Ver-wendung des bausteinbasierten Dialektes PICTURE-BPMN festgelegt. Eine Fachsoftware wurde mit der Prozessplattform der PICTURE GmbH bereits beschafft und in Betrieb genommen. In der Prozessplattform sollen Prozesslandkarten, ein vollständiges Prozessregister sowie Pro-zesssteckbriefe und Prozessmodelle erfasst und kontinuierlich gepflegt werden. Erste Rahmenbedingungen des Prozessmanagements wer-den durch den Entwurf von Rollen-, Schulungs- und Kommunikationskonzepten und der Erstellung eines Handbuches vorgegeben. Der Fo-kus liegt nun auf der Identifizierung und Abbildung aller Prozesse in einem Prozessregister. Auf Grundlage dieses Registers soll eine Filte-rung und Priorisierung der Prozesse möglich sein, die anschließend und vorrangig zu optimieren sind. Los 2 - Das Gesundheitsamt des Kreises Paderborn hat sich in einem Modellprojekt zum Ziel gesetzt, bis Ende 2024 alle seine Prozesse (ca. 350) so aufzuarbeiten und durch IT-Unterstützung zu optimieren (“digitalisieren”), dass die Prozesse im Krisenfall skaliert werden können, das Amt resilienter wird und die vorhandenen Fachkräfte von ihren Routineaufgaben entlastet werden.Zur Umsetzung des Projektes hat der Kreis Paderborn eine Zuschusszusage aus Mitteln des Bundes zur „Förderung von Maßnahmen zur Steigerung und Weiterentwicklung des digitalen Reifegrades des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Deutschland“ erhalten.Im Mittelpunkt des Projektes steht die Prozessorientierung und die Prozessoptimierung im Gesundheitsamt Paderborn. Hierzu ist es notwen-dig, alle Prozesse in der aktuellen Form einmal zu erheben (IST-Zustand) und diese anschließend so weit wie möglich zu optimieren, auch unter Einbezug von IT-Systemen. Dieses Hauptziel wird gleichzeitig durch zwei Nebenziele unterstützt: Zum einen sollen die Mitarbeitenden, insbesondere die Führungskräfte, so geschult werden, dass sie die prozessorientierte Arbeitsorganisation verstehen und im Alltag leben kön-nen. Zum anderen werden die Themen Informationssicherheit und Datenschutz strukturell und in der prozessorientierten Arbeitsorganisati-on mitgedacht. Damit ergeben sich für das Los 2 als inhaltlicher Fokus die ganzheitliche Prozessaufnahme und -dokumentation für das Gesundheitsamt. Alle wesentlichen Prozesse (ca. 350) sollen im IST-Zustand erfasst werden und dann unter Berücksichtigung von IT-Unterstützung optimiert wer-den. Hierfür gilt es durch Techniken wie LowCode und Robotic Process Automation, aber auch Schaffung von passenden, standardisierten Schnittstellen eine maximale Medienbruchfreiheit zu erreichen. Gleichzeitig wird der Einsatz des bereits vorhandenen Fachverfahrens Äsku-lab21 in jedem Prozess überprüft und optimiert oder aber neu eingeführt. Im Rahmen des Förderprojektes zur Digitalisierung des Gesundheitswesens („ÖGD-Pakt“) soll der Auftragnehmer die ganzheitliche Prozess-aufnahme und -dokumentation zu 100 % übernehmen. Seitens der Kreisverwaltung Paderborn wird das Projekt durch eine Projektleitung begleitet. Diese Projektleitung ist direkter Ansprechpartner für den Auftragnehmer. Im Rahmen des Los 2 wird im ersten Arbeitspaket (Projektzeitraum: Mai 2023 – 31.07.2023) eine Prozesslandkarte sowie ein vollständiges Prozessregister erstellt. In einem zweiten Arbeitspaket (Projektzeitraum: 01.08.2023 – 30.04.2024, Option auf Verlängerung bis zum 31.10.2024) werden die Prozesse aus der Prozesslandkarte dokumentiert und modelliert. Hierbei wird gemeinsam mit der Projektleitung des Auftraggebers entschieden, bei welchen Prozessen der IST-Zustand aufgenommen wird und bei welchen Prozessen ein SOLL-Zustand modelliert wird. Zudem wird im An-schluss an die Erstellung des Prozessregisters eine Prioritätenliste erstellt. Die Prioritätenliste kann im Laufe des Projektes angepasst werden, allerdings werden bereits begonnene Modellierungen und Dokumentationen von Prozessen nicht unbeendet abgebrochen, sondern zu-nächst zu Ende geführt, bevor ein weiterer Prozess angegangen wird. Die Modellierung und Dokumentierung der Prozesse erfolgen aus-schließlich durch den Auftragnehmer. Die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung werden hier lediglich für den Informationsaustausch im Rah-men der Interviews und Workshops zur Verfügung stehen. Zur Koordinierung der Ressourcen steht die Projektleitung in der Kreisverwaltung zur Verfügung.Der Auftragnehmer hat dabei seine Leistung stets so auszurichten und durchzuführen, dass die Förderbestimmungen insbesondere hinsicht-lich der erforderlichen Dokumentationen, der Reifegradmessungen und vorgegebenen Meilensteinen ausnahmslos eingehalten werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Leistungsbeschreibung (b-Unterlagen).