Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen des CORE-Projekts verfolgt die HSU einen ganzheitlichen Ansatz, um Bauteilkomponenten in ressourcenschonenden Verfahren herzustellen, energie- und materialschonend aufzuarbeiten und zu reparieren.
Dazu will sie ein Modellzentrum aufbauen, das durch den Einsatz neuer computergestützter Verfahren zielgerichtet geeignete Strategien zum ressourcenschonenden Aufbau sowie zur Aufarbeitung lasttragender Komponenten vorschlägt.
Auftragsgegenstand ist der Aufbau einer neuartigen und auf dem Markt noch nicht vorhandenen Modellzelle für das DTEC-Projekt CORE, die alle Komponenten sowie deren digitale, elektrisch logische Verknüpfungen für die Reparatur von Bauteilen durch Kaltgasspritzen, einschließlich der Bauteilvorbereitung als auch der Online-Prozessüberwachung, enthält.
Der Auftragsgegenstand beinhaltet die Planung der Zelle mit der Hardwareeinrüstung, dem Zellenlayout, der Beschaffung und Einrüstung von Hardware hinsichtlich der Schallschutzkabine, das Kaltgasspritzsystem, roboterisierte modulbasierte Lösung für Fräsen, Kaltgasspritzhandling, Oberflächenmodifizierung, als auch Analytik, Wärmebehandlung und Sicherheitstechnik.
Zum Auftragsgegenstand gehört auch die Übertragung der an der Modellzelle entwickelten Algorithmen auf die Realsysteme und Bauteile sowie der Testbetrieb der Modellzelle.
Um die Leistung in der notwendigen Qualität erbringen zu können, muss der Auftragnehmer bestimmte Anforderungen erfüllen. Das besondere Anforderungsprofil ergibt sich aus der notwendigen Kombination unterschiedlicher Expertisen und Erfahrungen (technisches Know-How, wissenschaftliche Qualifikation, Projekterfahrung).
Die zu erfüllenden Anforderungen sind:
• Expertise und Erfahrung in der Entwicklung von Speziallösungen für das Kaltgasspritzen
• Erfahrung in der Integration zusätzlicher Prozessschritte in der in-situ-Quantifizierung von Bauteilqualitäten
• Erfahrung mit der Identifikation von Handlungsfeldern und Lösungsmodulerarbeitung zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten für Industrieroboter als universelle fertigungstechnische Maschinen und in der automatisierten Koordinatenmessung
• Erfahrung mit dem Aufsetzen von dynamischen Regelungen auf Industrierobotersysteme mit nicht primärem Raum-Zeit-Bezug (Kraft- und optische Regelungen, Nahtverfolgungssystementwicklung und Integration für bahnbezogene Fügeoperationen wie Rührreibschweißen, Rollfalzen und Kleben)
• Erfahrung mit der Steuerungskopplung sowie zeitlicher und örtlicher Primärprozesssynchronisation
• Erfahrung im Aufbau von Prototypen
• Expertise im Bereich der bidirektionalen Kopplung von Robotersteuerung und Robotersimulationssystem