Beschreibung der Beschaffung
Im Rahmen der Lärmvorsorge besteht gemäß dem 16. Bundesimmissionsschutzgesetz ein gesetzlicher Anspruch auf Lärmschutz. Mit der Absenkung der Auslösewerte der Lärmsanierung für Bundesfernstraßen unterstrich das BMVI, dass die Lärmreduzierung ein zentrales Thema unserer Gesellschaft auf dem Gebiet des Umweltschutzes ist. Die akustischen Eigenschaften von Fahrbahndeckschichten können hier einen wesentlichen Beitrag des Straßenverkehrs zum Umweltschutz liefern.
Entscheidend dabei ist, dass die Reduzierung des Reifen-Fahrbahn-Geräusches nicht nur im Neuzustand erreicht wird, sondern auch nach mehreren Jahren unter Verkehrsbelastung und Witterungseinflüssen noch vorhanden ist. In den letzten Jahren wurden vermehrt Messungen des Schalldruckpegels im Nahfeld von Straßenoberflächen durchgeführt, die belegen, dass die Geräuschreduzierung verschiedener Asphaltdeckschichten aus Walzasphalt nach einigen Jahren unter Verkehr gegenüber dem Neuzustand nachlässt.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, die primär verantwortlichen Einflüsse, die zum Verlust der geräuschmindernden Wirkung von Fahrbahnoberflächen führen, aufzuzeigen sowie die Effekte im Detail an spezifischen Messstellen über einen definierten Zeitraum zu analysieren.
Das Vorhaben soll sich auf eine gezielte Auswahl von Fahrbahnoberflächen aus Walzasphalt konzentrieren, die dem bisherigen Wissensstand folgend ausschließlich über ihre Textur wirken. Durch das grundlegende Verständnis der mechanischen Veränderungsprozesse, die für die Dauerhaftigkeit der akustischen Wirksamkeit verantwortlich sind, können die Erkenntnisse ggf. auch auf andere, hier nicht untersuchte Bauweisen übertragen werden.