435421-2022 - ErgebnisDeutschland-Rottenburg am Neckar: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
OJ S 152/2022 09/08/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Wohnbau Rottenburg am Neckar (Eigenbetrieb der Stadt)
Postanschrift: Marktplatz 18
Ort: Rottenburg am Neckar
NUTS-Code: DE142 Tübingen, Landkreis
Postleitzahl: 72108
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Zentrale Vergabestelle (Diederichs Projektmanagement AG & Co. KG)
E-Mail: jeckel-areal-vgv@diederichs.eu
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: https://www.rottenburg.de/wohnbau+rottenburg+am+neckar+wbr.100221.htm
I.2.
Informationen zur gemeinsamen Beschaffung
Der Auftrag wird von einer zentralen Beschaffungsstelle vergeben
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Eigenbetrieb der Stadt Rottenburg
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Areal Jeckel_Rottenburg_TA (ELT)
Referenznummer der Bekanntmachung: Aufhebung TA(ELT)_Neugestaltung und Sanierung Areal Jeckel - Fachplanung Technische Ausrüstung (ELT)
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Stadt Rottenburg am Neckar beabsichtigt die Neugestaltung und Sanierung des Jeckel-Areals auf den Grundstücken Marktplatz 10, 12 und in der Oberen Gasse 23 sowie dem Flst. -83/5 in 72108 Rottenburg am Neckar.
Die Gesamtbaumaßnahme besteht aus den folgenden Gebäuden/Bauabschnitten mit der beigefügten geplanten Terminschiene:
Abschnitt A1/C1 in den Jahren 2023 bis 2025
Abschnitt A2/B/C in den Jahren 2024 bis 2026
Abschnitt D ab dem Jahr 2026
Gegenstand dieses VgV-Vergabeverfahrens ist die hierzu erforderliche Leistung der
- "Fachplanung Technische Ausrüstung" gem. §55 in Verbindung
mit Anlage 15 HOAI 2021 in den LPH 1 bis 9 für die ALG 4
bis 6.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen, 71250000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie Vermessungsdienste, 71320000 Planungsleistungen im Bauwesen
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE142 Tübingen, Landkreis
Hauptort der Ausführung: Wohnbau Rottenburg am Neckar Marktplatz 18 72108 Rottenburg am Neckar
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Der Eigenbetrieb der Stadt Wohnbau Rottenburg am Neckar ist für die Realisierung des Projektes verantwortlich.
Das Jeckel Areal befindet sich neben Dom und Rathaus im Zentrum der historischen Altstadt in Rottenburg am Neckar und umfasst das unter Denkmalschutz stehende Haus Marktplatz 12 (Jeckel-Haus), Haus Marktplatz 10 und Haus Obere Gasse 23. Das Areal soll neu gestaltet werden, dafür werden Teile der vorhandenen Gebäude zurückgebaut, teilrückgebaut bzw. umgebaut. Neben der vorhandenen oberirdischen Bausubstanz (inkl. denkmalgeschützter Hauskapelle) befinden sich auf dem Grundstück diverse Gewölbekeller, übereinander angeordnet und aus verschiedenen Entstehungszeiten.
Es ist eine Vielzahl von Nutzungen in den verschiedenen Gebäudeteilen vorgesehen, neben einem Pilgerhotel (gefördert durch die Diözese Rottenburg) und öffentlichem Café sollen barrierearmes Wohnen, Büro- und Verwaltungsräume, Tourismus-Info und Läden realisiert werden.
WBR hat zum Areal eine Studie im Jahr 2020 erstellen lassen, auf dessen Grundlage nun das weitere Projekt entwickelt werden soll.
Hinsichtlich der Elektrotechnik ist insbesondere der Umgang mit der historischen Bausubstanz aus dem 17./18. Jahrhundert und teilweise noch älteren Gewölbekellern unter den Bestandsgebäuden erwähnenswert. Die Bestandsaufnahme mit Bauteilöffnungen und Analyse seitens der Leitungsführung stellt eine wichtige Grundlage für die weitere Entwurfsplanung dar.
Die Integration neuer Haus- und Brandmeldetechnik in die Bestandsbauten und die Versorgung von neuen Nutzungen (z.B. Küche für Cafe, Pilgerhotel, Ladenlokale) setzt innovative und flexibel auf die jeweilige Situation angepasste Planungen voraus.
Insgesamt wird ein umfangreicher, detaillierter und sorgsamer Umgang mit Alt- und Neubau in dicht bebautem historischem Gebiet unter Berücksichtigung aller bautechnischen Konsequenzen für die Baustelle erwartet. Eine detaillierte Abstimmung und besondere Planungen hinsichtlich des Brandschutzes im Bestand sind erforderlich.
Der Umgang mit der Denkmalpflege und das Erarbeiten von denkmal-pflegerisch genehmigungsfähigen und gestalterisch anspruchsvollen Detaillösungen gemeinsam mit der Architektur ist in diesem Projekt obligatorisch.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der Organisation des Projektteams (Darstellung der Aufgabenverteilung innerhalb des Projektteams (innerhalb des Büros des AN bzw. ggf. mit dem Nachunternehmer) hinsichtlich der Leistungsphasen HOAI, zum Informationsfluss und zur Planungskoordinierung, zur Projektleitung beim Übergang von Planungs- zur Bauphase) / Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: vorgesehene Projektleiter/in, stellvertretende Projektleiter/in: Ausbildung Qualifikation, Erfahrungshintergrund, persönliche Referenzen, Kommunikationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Mittels bis zu zwei persönlichen Referenzprojekten mit vergleichbarer Aufgabenstellung und ähnlichem Umfang wird der Erfahrungshintergrund hinsichtlich Vergleichbarkeit mit der ausgeschriebenen Planungsaufgabe bewertet. / Gewichtung: 10
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der Verfügbarkeit des Projektteams mit einer groben terminlichen Darstellung der Leistungserbringung hinterlegt mit einer Ressourceneinsatzplanung (Darstellung der einzelnen Aufgaben, Laufzeiten und Kapazitäten, örtliche Präsenz in der Planungs-, Ausführung- und Bauphase, Verstärkung in arbeitsintensiven und zeitkritischen Situationen, vertragliche Bindung in anderen Projekten) inkl. Reaktionszeit des Bewerbers auf Anfragen des Auftraggebers. / Gewichtung: 5
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der Herangehensweise: - Lösungsvorschlag zur Umsetzung der in der Bekanntmachung dargelegten Aufgabenstellung -->Darlegung der Vorgehensweise bei der Planung von historischen Bestandsgebäuden / Denkmalschutzprojekten --> Darstellung der Herangehensweise an Bestandsinstalationen z.B. entwicklen von Lösungswegen abseits des üblichen Standards in Neubauten, inkl. Detailabstimmung mit Architekten + Denkmalpflege zu Ausführungsdetails -->Erläuterung Vorgehensweise ELT-Installationen in Denkmalschutzprojekten (insbes. Brandschutztechnische Anlagen, z.B. BMA, etc.) --> Erfahrung und Erläuterung mit beengten Bausituation - Darstellung der Methoden mit denen das Erreichen qualitativer Projektziele abgesichert werden sollen (Qualitätskontrolle) inkl. des Beteiligungsprozesses (Qualität) / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Darstellung der Maßnahmen zur projektspezifischen Termineinhaltung: - Darstellung des Konzeptes und Sicherstellung bei der Terminplanung des Planungsablaufs - insbesondere Ausführungsplanung, Bewältigung der Leistungsstörungen, etc. - Darstellung der terminlichen Planung und des Terminmanagements / Gewichtung: 15
Qualitätskriterium - Name: Konzeptionelle Ansätze zur wirtschaftlichen Umsetzung der Maßnahmen und unter Berücksichtigung der Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung ggf. unter Zuhilfenahme der Ansätze / Arbeitsergebnisse eines vergleichbaren Referenzprojektes / Gewichtung: 15
Preis - Gewichtung: 25
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Die Beauftragung erfolgt stufenweise wie folgt:
1. Stufe: LPH 1 - 3 (4)
2. Stufe: LPH 5 - 7, Besondere Leistungen, optional
3. Stufe: LPH 8 - 9, optional
Der Bauherr beabsichtigt eine stufenweise Beauftragung. Der Bauherr behält sich vor, in Abhängigkeit der der Genehmigung durch seine Gremien, im Falle das Projekt nicht weiter realisiert werden wird, die weitergehende Planung nicht abzurufen.
Die Besonderen Leistungen, welche in Anlage 04 abgefragt werden, können als optionale Leistungen durch den Auftraggeber abgerufen werden.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 117-330730
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: Jeckel-Areal - Fachplanung Technische Ausrüstung (ELT)
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: nein
V.1.
Information über die Nichtvergabe
Der Auftrag/Das Los wird nicht vergeben
Es sind keine Angebote oder Teilnahmeanträge eingegangen oder es wurden alle abgelehnt

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bei Unklarheiten oder generellen Rückfragen zum Verfahren können diese gem. den in der Allgemeinen Vergabeunterlagen benannten Fristen an die dort aufgeführte Kontaktstelle gestellt werden. Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform.
Eine Beantwortung der Rückfragen erfolgt parallel an alle interessierten Bieter über diese Plattform. Die Bieter sind angehalten, sich eigenmächtig über ggf. dort bekannt gemachte Antworten auf Bieterfragen zu informieren.
Bekanntmachungs-ID: CXP4YMRRTNN
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
Fax: +49 721926-3985
Internet-Adresse: www.rp.baden-wuerttemberg.de
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Nach § 135 Abs. 2 GWB endet die Frist, mit der die Unwirksamkeit eines Vertrages mit einem Nachprüfungsverfahren geltend gemacht werden kann, 30 Kalendertage ab Kenntnis des Verstoßes, der zur
Unwirksamkeit des Vertrages führt, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss oder im Falle der Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union 30 Kalendertage nach dieser Veröffentlichung.
Nach § 160 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 GWB ist der Antrag auf Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens unzulässig, soweit:
- der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und
gegenüber dem Auftraggeber nicht unverzüglich gerügt hat,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens
bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber
dem Auftraggeber gerügt werden,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis
zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber
dem Auftraggeber gerügt werden,
- mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
04/08/2022