438675-2021 - ErgebnisDeutschland-Frankfurt am Main: Eisenbahnausrüstung
OJ S 167/2021 30/08/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge – Sektoren
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: DB Netz AG (Bukr 16)
Postanschrift: Adam-Riese-Straße 11-13
Ort: Frankfurt Main
NUTS-Code: DE712 Frankfurt am Main, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 60327
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Sauter, Markus
E-Mail: Markus.M.Sauter@deutschebahn.com
Telefon: +49 71120921682
Fax: +49 6926520063
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.deutschebahn.com/bieterportal
I.6.
Haupttätigkeit(en)
Eisenbahndienste

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
ETCS Level 2 - VDE 8.2 / 8.1 Eltersdorf - Erfurt Hbf - Leipzig Hbf, Nachrüstung von Trusted Areas
Referenznummer der Bekanntmachung: 21FEI51975
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
34946120 Eisenbahnausrüstung
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
ETCS Level 2 - VDE 8.2 / 8.1 Eltersdorf - Erfurt Hbf - Leipzig Hbf, Nachrüstung von Trusted Areas in den Betriebsstellen Dörstewitz, Jüdendorf, Saubachtal, Großbrembach, Ilmenau-Wolfsberg, Eischleben, Theuern, Esbacher See
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
34632200 Elektrische Signaleinrichtungen für den Eisenbahnverkehr, 45234115 Arbeiten für Eisenbahnsignalanlagen
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEG01 Erfurt, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Gegenstand der Beschaffung ist die ETCS Level 2-Nachrüstung der Trusted Areas in bestimmten Überholbahnhöfen der Streckenabschnitte der VDE 8.1 Unterleiterbach–Erfurt und VDE 8.2 Erfurt–Leipzig.
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Integration der Bedienoberfläche
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Die Bauleistungen/Lieferungen/Dienstleistungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden:
    • nicht vorhandener Wettbewerb aus technischen Gründen
  • Zusätzliche Lieferungen, deren Beschaffung den strengen Vorschriften der Richtlinie genügt
Erläuterung:
Gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 3 SektVO kann der Auftrag nur von einem bestimmten Unternehmen erbracht werden, weil aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist, wegen des Schutzes von ausschließlichen Rechten, einschließlich der Rechte des geistigen Eigentums, und es keine vernünftige Alternative oder Ersatzlösung gibt und der mangelnde Wettbewerb nicht das Ergebnis einer künstlichen Einschränkung der Auftragsvergabeparameter ist. Für die Hinterlegung der Balisen in der Software des RBC müssten diese in die vorhandenen Grundfunktionen des bestehenden RBC eingreifen. Diese Hinterlegung erforderte Änderungen an der vorhandenen Kernsoftware des RBC, vor allem an der zugrunde liegenden Projektierung der Komponenten und der Quellcodes der vorhandenen Software. Alternative Konzepte anderer Unternehmen sehen keine Anpassung bestehender fremder RBC vor, da keine Schnittstellen existieren, die es ihnen ermöglichen würden, auf dem vorhandenen Softwarestand aufzusetzen. Für das eingesetzte RBC von Siemens sowie für die streckenseitige Ausrüstung VDE 8.1/8.2 wurde zudem ein EG-Prüfzertifikat erwirkt, welches den kommerziellen Betrieb der Strecke erlaubt. Würde in dieses Gesamtsystem durch Anpassungen Dritter eingegriffen, verlöre das Prüfzertifikat seine Gültigkeit und es müsste ein gänzlich Neues erwirkt werden. Die erforderlichen Maßnahmen für die Änderungen an der vorhandenen Kernsoftware des RBC, vor allem an der zugrunde liegenden Projektierung der Komponenten und der Quellcodes der vorhandenen Software können auch deswegen nur vom Errichter der Anlage, des Unternehmens Siemens, vorgenommen werden, da hierfür auf geschütztes Know-how zurückgegriffen werden müsste. Weder vertraglich noch gesetzlich besteht ein Anspruch der DB Netz AG, auf das Knowhow von Siemens, z.B. den Quellcode, in diesem Fall einer Nachrüstung zugreifen zu dürfen. Es fehlt auch an einer vernünftigen Alternative oder Ersatzlösung und der mangelnde Wettbewerb ist auch nicht das Ergebnis einer künstlichen Einschränkung der Auftragsvergabeparameter. Die Hinterlegung der nachzurüstenden Balisen in der Software eines neuen zusätzlichen RBC stellt keine Alternative dar. RBC verschiedener Hersteller sind technisch nicht kompatibel, so dass Schnittstellenlösungen zwischen solchen RBC erst generisch entwickelt und zugelassen werden müssten. Auch eine Zuordnung mehrerer RBC verschiedener Hersteller zu einer ESTW-Unterzentrale ist technisch nicht vorgesehen und nach den Planungsrichtlinien nicht umsetzbar. Das Ersetzen von bestehenden, funktionstüchtigen, zugelassenen und zertifizierten RBCs stellt keine vernünftige Alternative dar, da diese Möglichkeit erhebliche zusätzliche Kosten und Erlösausfälle durch Beeinträchtigungen des Eisenbahnbetriebs zur Folge hätte. Letztlich widersprechen diese Risiken dem vergaberechtlichen Ziel einer wirtschaftlichen Mittelverwendung durch den AG.
Ebenso heranzuführen ist der § 13 Abs. 2 Nr. 5 SektVO, da zusätzliche Bereiche der Streckenabschnitte VDE 8.1 und VDE 8.2 neu und zusätzlich zu den bereits auf Grundlage des vorigen Vertrags aus 2012 ausgerüsteten Außenanlagen mit ETCS-Balisen durch Siemens ausgerüstet werden. Durch die beabsichtigte Auftragsvergabe wird die bestehende ETCS-Ausrüstung in dem Sinne erweitert, dass sich dadurch die Ausdehnung des Umfangs und der Stückzahlen ebenso wie die Ausweitung der Gebrauchstauglichkeit ergibt. Dass sich die Erweiterung nicht auf einen Teil der ursprünglichen Leistung beschränkt, schadet nicht, da sie jedenfalls dem Bezugsprodukt der ursprünglichen ETCS-Ausrüstung der Strecke VDE 8.0 dient. Eine Beauftragung eines anderen Unternehmens mit der Ausrüstung der Trusted Areas in den Überholbahnhöfen der Strecke VDE 8 mit ETCS würde dazu führen, dass Ausrüstungsleistungen mit untersch. Merkmalen gekauft werden müssten, die zu einer technischen Unvereinbarkeit und unverhältnismäßigen technischen Schwierigkeiten führen würden. Es wird dazu auf die o. g. Ausführung zur techn. Inkompatibilität verwiesen.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer regelmäßigen nichtverbindlichen Bekanntmachung

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
ETCS Level 2 - VDE 8.2 / 8.1 Eltersdorf - Erfurt Hbf - Leipzig Hbf, Nachrüstung von Trusted Areas
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
24/08/2021
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Siemens Mobility GmbH
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
V.2.6.
Für Gelegenheitskäufe gezahlter Preis

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Zu IV.1.1) Verfahrensart: Bezüglich des Grundes "Die Bauleistungen/Lieferungen/Dienstleistungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden" gilt neben der Auswahl "nicht vorhandener Wettbewerb aus technischen Gründen" zugleich die Auswahl "aufgrund des Schutzes von ausschließlichen Rechten einschließlich Rechten des geistigen Eigentums", wie im dazugehörigen Text erläutert.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Die Geltendmachung der Unwirksamkeit einer Auftragsvergabe in einem Nachprüfungsverfahren ist fristgebunden. Es wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen. Nach § 135 Abs. 2 S. 2 GWB endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union. Nach Ablauf der jeweiligen Frist kann eine Unwirksamkeit nicht mehr festgestellt werden.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
25/08/2021