Kurze Beschreibung
Die Gemeinde Rackwitz beabsichtigt den Umbau des ehemaligen Konsums, Hauptstraße 1, 04519 Rackwitz, in ein Bürger- und Dienstleistungszentrum mit Hilfe einer Förderung aus der Förderrichtlinie StEP Revier. Im Zuge einer Konzeptentwicklung zu einem „Mehrzweckhaus“ wurden hierfür Entwürfe für das EG und das DG erstellt. Das nunmehr umzusetzende Vorhaben umfasst den Umbau und die Sanierung des „Alten Landwarenhauses“ in ein Bürger- und Dienstleistungszen-trum (Objekt 1) sowie den Neubau eines Baustoffhofes mit Maschinenhalle auf dem Standort des heutigen Garagenkomplexes (Objekt 2). Der Gesamtbaukostenrahmen der Maßnahme (KG 200-600) wird gemäß Antragsunterlagen und Kostenschätzung auf rund 2,432 Mio. Euro brutto geschätzt. Somit ist auch der Schwellenwert der geschätzten Kosten der KG 700 überschritten, weshalb ein EU-weites Vergabeverfahren zur Vergabe der entsprechenden Planungsleistungen erforderlich wird. Die Terminplanung sieht die Fertigstellung der LPH 4 bis zum 31.01.2022 vor. Das Verfahren wird als Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 VgV i.V. § 74 VgV und § 97 ff. GWB durchgeführt. Die Vergabestelle behält sich vor, gemäß § 17 Abs. 11 VgV den Auftrag bereits auf Grundlage dieser ersten Angebote zu vergeben, ohne in Vergabeverhandlungen einzutreten. Der aktuelle Entwurfsstand zur Umnutzung des ehemaligen Konsums in Rackwitz zu einem multiplen Haus basiert auf einem Nutzungskonzept. Dieses wurde im Projektzeitraum von 08/2019 bis 02/2020 erstellt, wobei die LEIIK gGmbH auf Basis der Nutzeransprüche ein erstes Raumkonzept erstellt hat. Die Leistungsphase 3 wurde durch das Büro K3 Architektur Landschaftsarchitektur unter Berücksichtigung des Nutzungskonzeptes und kommunaler Ansprüche im Laufe des Jahres 2020 erstellt. Hauptgebäude (Objekt 1): Das Gebäude ist in Massivbauweise in den 50er Jahren errichtet worden und besteht aus einem südl. und einem nördl. Gebäudeteil
in Typenbauweise, wobei der nördliche Gebäudeteil nachträglich an den Südlichen angebaut wurde. Das Gebäude hat drei Geschosse: KG, EG und DG. Der nördl.
Gebäudeteil ist voll unterkellert und hat einen ebenen Zugang vom Nordwest-Hof her. Darüber hinaus besteht eine Teilunterkellerung des südl. Gebäudeteils. Die
Kellerwände sind im Bestand massives Mauerwerk, der Boden ist betoniert, die Decke über dem EG besteht aus Stahlbeton. Alte Öffnungen wurden im Zuge des
letzten Umbaus weitgehend zugemauert. Im Erdgeschoss sind die Wände massives Mauerwerk. Der Dachraum ist eine klassische Holzkonstruktion: Im südl.
Gebäudeteil als Pfettendach ausgebildet – im nördl. Gebäudeteil als Brettbinder-Konstruktion. Die Dacheindeckung wurde mit Ziegelpfannen vorgenommen – im
Zuge dessen wurden sämtliche Gauben im südlichen Gebäudeteil entfernt und überdeckt. Die verkehrstechnische Erschl. zwischen den Ebenen erfolgte von KG zu EG über zwei massive Treppenläufe. Die Haustechnik des Bestandsgebäudes ist dem Konzept der Verkaufseinrichtung angepasst und muss im Zuge des Umbaus und der Umnutzung bzw. kleinteiligeren Untergliederung ebenfalls umgebaut und angepasst werden. Nebengebäude (Objekt 2): Westlich des Konsums ist eine Garagenzeile gelegen, welche im Rahmen des Vorhabens zurückzubauen ist und durch ein für den ansässigen Baustoffhof genutztes NG zu ertüchtigen ist. Der durchzuführenden Planungsfortschreibung und dem Umbau ist die Entwurfsplanung der bereits durchgeführten Leistungsphase 3 über alle Lose zwingend zugrunde zu legen. Weitere Informationen und Details zur Aufgabenstellung sind der Anlage A zu entnehmen. Die Kostenberechnung des Büros K3 Architektur Landschaftsarchitektur beziffert vorläufige Baukosten der KG 200 bis 600 DIN 276, Stand 24.02.2021 von rund 2,432 Mio. € brutto. Folgende Terminschiene/ Meilensteine sind vorzusehen: -Fertigstellung LP 4 01/2022; - Bauende 2. Quartal 2023.