Während von der Poltik noch im Herbst an das Ende der pandemischen Lage zum 25.11.2021 festgehalten wurde, war auch für die Stadt Essen die weitere Entwicklung nicht vorhersehbar. Insbesondere der Umstand, dass der Impfschutz bereits nachlassen würde, Booster-Impfungen erforderlich geworden sind, steigende Zahlen zu verzeichnen waren und eine neue Virusvarainte "Omikrom" entdeckt wurde, die als weitaus ansteckender bewertet wurde, sah sich die Stadt Essen zur Eindämmung der Pandemie zum sofortigen Handeln gezwungen. Als effektives Mittel sah die Stadt Essen das "Testen" auf das Coronavirus an, um Infektionsketten zu durchbrechen. Zum Zwecke der Verlässlichkeit sollte das Testverfahren in den Kitas zu Beginn des neuen Jahres auf PCR-Lolli-Tests umgestellt werden. Die Stadt Essen beabsichtige daher, lediglich für einen Interimszeitraum die Leistung im Wege der "Dringlichkeitsvergabe" zu decken während ein Ausschreibungsverfahren zur weiteren Bedarfsdeckung vorbereitet wird. Oberste Priorität war im Interesse der Allgemeinheit die schnelle und nachhaltige Bekämpfung der Pandemie durch eine geeignete Maßnahmen wie die hiesige. Die Einbindung anderer Marktteilnehmer mit entsprechender zeitlich einhergehender Verzögerung hätte mit Blick auf die effektive Bekämpfung der Pandemie mit Ausschöpfung aller zur Verfügung stehender Mittel den Schutz von Leib und Leben als höchste Rechtsgüter gefährdet. Selbst anders geartete wettbewerbliche Verfahren mit verkürzten Fristen konnten nicht mehr akzeptiert werden, weil mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen (insbesondere über die Weihnachtsfeiertage) zu rechnen war und eine Aulastung sämtlicher Labore drohte. In derartigen Ausnahmesituationen kann es sogar unerheblich sein, wenn der akute Bedarf für den öffentlichen Auftraggeber vorhersehbar gewesen wäre. Nur durch die sofortige Beauftragung eines Labors konnte und kann die Stadt Essen in den Kitas ihrer Aufgabe gerecht werden und das Infektionsrisiko in den Kitas in ordnungsgemäßer und pandemiebekämpfender Weise entgegnen.