VerfahrensartVerhandlungsverfahren ohne vorherige BekanntmachungErläuterung:
Die Übernahme der Verlaufsdokumentation zur Darstellung in der ORBIS-Patientenkurve ist ausschließlich mit dem Produkt „AddOn STORCH“ des KIS Anbieters Dedalus möglich.
Die Übermittlung der strukturierten Verlaufsdokumentation an das Produkt „AddOn STORCH“ ist ausschließlich unter Verwendung der Software „MIVONA KRS-MONITORING“ und „MIVONA KRS-MANAGER“ des Anbieters SMT möglich.
Im Rahmen des B3S, welcher für den Auftraggeber aufgrund seiner Klassifikation als KRITIS-Betreiber bindend ist, wurden auch die Schutzziele der Informationssicherheit beleuchtet und entsprechende Anforderungen abgeleitet.
a) Patientensicherheit:
Der Auftraggeber verwendet Patientenarmbänder zur Identifizierung der Patienten. Diese Armbänder weisen Barcodes auf, welche mittels Handscanner dem eindeutigen Patientenfall innerhalb des KIS ORBIS zuzuordnen sind.
Um die während der Geburt durch die CTG-Geräte erzeugten Kardiotokografien dem korrekten Patientenfall zuordnen zu können und dabei die Gefahr der Patientenverwechslung zu minimieren,
muss die einzuführende Lösung die Zuordnung am CTG-Gerät mittels Handscanner unterstützen.
Die Markterkundung, des Anbieters hat ergeben, dass die hier beschriebene Anforderung ausschl. mit Hilfe der og. Software des Anbieters SMT erfüllt werden kann.
b) Behandlungseffektivität:
Die Behandlungseffektivität wird durch die Umsetzung der unter 1. beschriebene Anforderung stark verbessert, sodass diesem Schutzziel bei Umsetzung dieses Projektes mit Hilfe der genannten Software-Lösungen der beiden Anbieter nachgekommen wird.
Die Markterkundung, des Anbieters hat ergeben, dass die Behandlungseffektivität in der hier beschriebenen Form ausschl. mit Hilfe der og. Software des Anbieters SMT erhöht werden kann.
c) Verfügbarkeit:
Die Verfügbarkeit der digitalen Daten ist sowohl während der Entbindung als auch im Nachgang zur Weiterbehandlung, wie beschrieben, sehr wichtig.
Da die CTG-Geräte im Zuge des geplanten Projektes keinen Papierausdruck mehr generieren sollen, müssen die vom Medizingerät erhobenen Daten auf einem Tablet an dem CTG-Gerät dargestellt werden.
Die Datenübertragung zwischen dem CTG-Gerät und der hierfür benötigten PC-Einheit darf nicht unterbrochen werden.
Bei einem Ausfall des Klinik-Netzwerkes müssen die erhobenen CTG-Daten auf den dezentralen PC-Einheiten zwischengespeichert und anschl. an das KIS übertragen werden.
Dieses dezentrale Konzept beinhaltet auch Mini-USV Anlagen, welche den einen Datenverlust bei kurzfristigem Stromausfall vermeidet.
Darüber hinaus sorgt dieses Konzept dafür, dass keine zusätzliche zentrale Einheit benötigt wird, die als „single point of failure“ einen potentiellen Ausfall aller CTG-Überwachungs- und -Dokumentationssystemen zur Folge hätte.
Die Markterkundung, des Anbieters hat ergeben, dass die hier beschriebene Anforderung ausschl. mit Hilfe der og. Software des Anbieters SMT erfüllt werden kann.
Die Verfügbarkeit der Dokumentationskomponente „AddOn STORCH“ wird durch die Maßnahmen sichergestellt, die bereits im Rahmen des gesamten KIS ORBIS umgesetzt wurden.
d) Vertraulichkeit:
Die Vertraulichkeit der Patientendaten ist ein sehr wichtiges Gut, welches der Auftraggeber mit Hilfe von Rollen- und Berechtigungskonzepten organisatorisch und technisch absichert.
e) Integrität:
Die Integrität der Patientendaten ist extrem wichtig, da manipulierte Daten im Ernstfall zu Patientengefährdung führen und somit die Patientensicherheit beeinträchtigen können.
Der Auftraggeber hat im Rahmen der Vergabe Anforderungen definiert, die dieses Schutzziel unterstützen.