Kurze Beschreibung
Nachdem viele Jahre die Funktionstrennung von Wohnen und Arbeiten die Stadtentwicklung in Deutschland geprägt haben, ergeben sich derzeit, anknüpfend an die Ziele der Leipzig Charta, neue Chancen für eine Stärkung der nutzungs- und funktionsgemischten Stadt. Durch den technologischen Fortschritt und die Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt. Es sind beispielsweise neue und emissionsärmere Produktionsweisen möglich, so dass eine Ansiedlung von Gewerbe und Handwerk näher an Wohnnutzungen denkbar ist. Dies wird derzeit national und international unter dem Stichwort der „produktiven Stadt“ diskutiert.
Kommunen und Regionen stehen vor der Herausforderung, diese Entwicklungen in der mittel- und langfristigen Planung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Stadtentwicklung zu berücksichtigen. Demnach gilt es, heute die Effekte der veränderten Produktionsweisen in ihren räumlichen Konsequenzen aufzuspüren. Nur so können rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Gestaltung des Wandels und zur Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse ergriffen werden.
Die hier ausgeschriebene Studie soll den aktuellen Wandel industriell-gewerblicher Produktion als Basis städtischer Ökonomien analysieren und raumrelevante Konsequenzen verstärkt in den Blick nehmen.