Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Hildesheim beabsichtigt die Einführung eines digitalen Grundwasser-Monitorings. Dazu sollen 125 Grundwassermessstellen mit Datenloggern ausgerüstet werden. Die erfassten Daten sollen per Datenfernübertragung an einen Server beim Anbieter der Datenlogger oder einem von ihm in Anspruch genommenen Rechenzentrum gesendet werden. Der Zugriff auf die Daten soll per Web-Hosting erfolgen. Es ist nicht beabsichtigt, die Daten an einen Server der Stadt Hildesheim zu übertragen. Durch den Anbieter soll auch entsprechende Software zur Auswertung, Bearbeitung und Darstellung der erfassten Daten zur Verfügung gestellt werden. Der Zugriff soll ebenfalls per Web-Hosting erfolgen. Es ist nicht beabsichtigt, bei der Stadt Hildesheim entsprechende Software zu installieren.
Die Montage und Einrichtung der Datenlogger mit Datenfernübertragung muss durch den Anbieter oder ein von ihm zu beauftragendes Unternehmen erfolgen. Auch die Wartung der installierten Systeme muss durch den Anbieter oder ein von ihm zu beauftragendes Unternehmen erfolgen.
Die Grundwassermessstellen haben unterschiedlichste Ausbauformen. 76 Messstellen sind als Oberflursystem und 49 Messstellen als Unterflursystem errichtet. Derzeit sind Pegeldurchmesser von 1,5 Zoll bis 6 Zoll vorhanden. Der 1,5 Zoll-Pegel wird seitens der Stadt Hildesheim noch vor der Umrüstung mit einem Datenlogger zu einer größeren Grundwassermessstelle umgebaut. Die Pegelrohre sind mit SEBA-Kappen oder Colshorn-Verschlüssen versehen, einige wenige mit Schraubkappen. Es sind unterschiedlichste Ausbautiefen der Grundwassermessstellen vorhanden. Die Lage der Grundwassermessstellen sowie deren Ausbauarten können den jeweiligen Datenblättern entnommen werden. Diese sind Bestandteil der Vergabeunterlagen.
Das System aus Datenlogger und Datenfernübertragungsmodul muss dabei folgende Mindestanforderungen erfüllen:
- Erfassung des Grundwasserstandes
- stündliche Messung
- einmal täglich Übertragung der Messwerte
- Reichweite der Batterien mindesten 12 Monate unter Beachtung der obigen Intervalle
- leichter und möglichst werkzeugloser Wechsel der Batterien
- Kontrollmessungen des Grundwasserstandes per Kabellichtlot auch bei eingebauten Datenloggern.