Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags
Die bestehende Infrastruktur im Bereich nördlich von Karlsruhe stellt einen wesentlichen Engpass im deutschen Schienennetz dar. Um dem prognostizierten Wachstum im Schienenverkehr gerecht zu werden, soll eine Kapazitätserhöhung durch Schaffung einer Aus- und Neubaustrecke (ABS/NBS) Mannheim – Karlsruhe mittels zweier neuer Gleise erfolgen. Das Vorhaben wird über das Bundesschienenwegeausbaugesetz finanziert.
Das Ziel dieser Machbarkeitsstudie ist, Lösungsansätze für die zusätzlich erforderlichen Trassenkapazitäten zu entwickeln. Die technische Realisierbarkeit hat gleichzeitig mit möglichst geringen Widerständen aus umweltfachlicher und raumordnerischer Sicht einherzugehen. Eine sich daraus entwickelnde Vorzugsvariante soll als Antragstrasse in ein Raumordnungsverfahren eingebracht werden. Die Zwischen- und Endergebnisse der Trassenfindung und Untersuchung der technischen Machbarkeit sollen kontinuierlich, transparent und adressatengerecht i.R. einer durch die DB Netz AG organisierten Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt werden.
Der Untersuchungsraum für die Trassenfindung bezieht sich auf den Bereich Mannheim Rbf bis Karlsruhe. Dabei ist sowohl ein Ausbau der Bestandsinfrastruktur als auch eine Neubaustrecke in die Analyse der Trassenfindung und technischen Machbarkeit zu integrieren. Ferner sind im Sinne einer ganzheitlichen Planung mögliche Abhängigkeiten und Rahmenbedingungen durch weitere Neu- und Ausbauvorhaben in den angrenzenden Bereichen zu berücksichtigen. Der zeitliche Umfang dieser ersten Planungsleistungen bis zur formalen Einleitung eines Raumordnungsverfahrens wird auf circa drei Jahre ab Leistungsbeginn geschätzt.