Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF vertritt die Auffassung, dass der Auftrag gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) und 2 a) VgV in Verbindung mit Artikel 32 Nr. 2 b) ii) und i) der Richtlinie 2014/24/EU in Form eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb direkt an die Volucap GmbH vergeben werden kann.
In Vorbereitung des durch das MWAE geförderten Projekts "Zeitzeugnis von Holocaustüberlebenden (UNTITLED | '38 '45)" erfolgte eine umfängliche Marktrecherche durch den Fachbereich für Neue Medien an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, welche von der Universität für Rückfragen vorgehalten wird. Zusammenfassend hat die Recherche ergeben, dass der Markt für volumetrische Videoproduktionen erst im Entstehen ist und es weltweit nur wenige Anbieter gibt, die bereits Produktionen mit hohen Qualitätsanforderungen bedienen können. Die Filmuniversität ist selbst führend im Bereich der künstlerischen Forschung zu volumetrischem Video. Auf Basis dieser Expertise und dem Hinzuziehen externer Quellen hat sich herausgestellt, dass nur die Volucap GmbH die technischen Anforderungen für eine zukunftssichere Aufnahme und Archivierung der geplanten Aufnahmen mit Holocaust-Zeitzeug*innen erfüllt und somit in der Lage ist, die Realisierung des VR-Projekts mit der Zielsetzung ein einzigartiges zeitgeschichtliches Werk zu erstellen zu leisten.
Da zudem voraussichtlich ein Großteil der hochbetagten Protagonist*innen aus dem Berliner Raum kommt, ist ein nahegelegenes, barrierefreies Studio, idealerweise mit deutschsprachigem Personal unabdingbar.
Auf die Durchführung eines offenes Verfahren wurde verzichtet, da dies aufgrund der Alleinstellung und hinsichtlich des Kooperationsangebots der Volucap GmbH nicht zielführend und unwirtschaftlich gewesen wäre. Die Volucap GmbH erhielt den Auftrag nach der Ex-anten-Transparenzbekanntmachung, aus der kein Interesse anderer Anbieter hervorging.