Beschreibung der Beschaffung
Das Gesamtprojekt BO4P ist ein Projekt des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Bund-Land-Vereinbarung zu den Bildungsketten und wird vom Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport durchgeführt.
Es orientiert sich an der Bedeutung der Eltern als Erfahrungs- und Sozialisationsinstanz für ihre Kinder. Damit sind sie eine wichtige Unterstützung der Schulen bei der Umsetzung des Prozesses der Beruflichen Orientierung. Viele Kernelemente von Elternarbeit stehen aufgrund der Regionalität, der initiierenden Partner (z. B. Schule, Kommune, Betrieb) und der bisher dezentralen Vorgehensweise nicht allen Schulen zur Verfügung. Damit hat BO4P eine Erhebung sowohl des zentralen als auch des regionalen Handlungsbedarfs, eine Bündelung des dazugehörigen vorhandenen Wissens und der Angebote zur Elternarbeit sowie die wissenschaftlich fundierte Überprüfung der Relevanz und Wirksamkeit der Angebote zum Ziel.
Im Rahmen des Forschungsprojektes sollen Handlungsbedarfe regional erhoben, Maßnahmen entwickelt und erprobt werden, deren Wirksamkeit in der Folge untersucht wird.
Gegenstand der Beschaffung ist die wissenschaftliche Begleitung dieses Projektes, um das Konzept der Elterneinbindung als zentrales Instrument in der beruflichen Orientierung von Schüler*innen, dessen Relevanz und theoretisch möglichen Wirkkanäle konzeptionell aus wissenschaftlicher Perspektive, aber auch gezielt aus der Praxis heraus, in Form von impliziten Annahmen zu umreißen und diese Erkenntnisse und Annahmen bereits bei der Maßnahmenentwicklung zu Beginn sowie bei der Implementierung von Maßnahmen einzubeziehen sowie konstruktive Begleitung der Netzwerke bei der Umsetzung der entwickelten Maßnahmen. Weiterer Auftragsgegenstand ist die Evaluation des Forschungsprojektes im Hinblick auf die die globale Wirksamkeit der Maßnahmen und Identifikation von Gelingensbedingungen aus den Entwicklungs- und Implementierungsprozessen heraus, die für den Erfolg maßgebend sind, unter Berücksichtigung des im Entwicklungsprozess gesammelten Praxiswissens.