Beschreibung der Beschaffung
Seit ihrer Gründung Mitte der 1990er Jahre verzeichnet die Reptilienauffangstation in München stetig steigende Zahlen ausgesetzter, beschlagnahmter und abgegebener (überwiegend exotischer) Tiere.
Mit einem dauerhaften Bestand an zuletzt 2 000 Tieren – darunter potenziell gefährlicher Arten wie Giftschlangen und Krokodilen – war der Verein in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten, die ohnehin ungeeigneten Räumlichkeiten aufzugeben.
Die Auffangstation für Reptilien, die zur Zeit auf drei Standorte im Raum München verteilt ist, soll daher auf einem bisher landwirtschaftlich genutzten Grundstück nahe der Gemeinde Neufahrn in einem Neubau, der den heutigen Anforderungen an Tierhaltung und Arbeitsstätten entspricht, an einem Ort zusammengeführt werden.
Dem Auftraggeber steht dafür aus Fördermitteln eine Summe von maximal 9,0 Mio. EUR (netto) für das Bauvorhaben zur Verfügung. Da die finanziellen Mittel beschränkt sind, ist es Aufgabe des Planers mit den vorhandenen Mitteln ein Maximum des benötigten Raumprogramms umzusetzen. Dabei ist vom Planer zu beachten, dass von Anfang an eine funktionierende Auffangstation entsteht, die später (in weiteren Bauabschnitten), zur Vervollständigung des Raumprogramms, erweitert werden kann.
Eine weitere Herausforderung liegt darin, die Baukörper so zu gestalten, dass diese sowohl den Bedürfnissen der Tiere als auch denen der Mitarbeiter entsprechen und dennoch ansprechend gestaltet sind. Dafür werden ggf. auch unkonventionelle, aber praktikable Lösungsansätze akzeptiert.
Die Bearbeitung soll unmittelbar nach Beauftragung erfolgen. Der Abschluss der Baumaßnahme ist z. Z. für Ende August 2023 vorgesehen.