Die erhöhten Anforderungen an Verfügbarkeit und Bandbreite während der Corona-Zeit hat den Schulen gezeigt, dass die bestehenden Bandbreiten und die damit verbaute Hardware, langfristig nicht ausreichen werden oder aufgrund der neuen Technik ausgetauscht werden müssen.
Der Betrieb verschiedener IT-Dienste und Anwendungen (VoIP, Video, Internet, WLAN etc.), wird dabei durch das zentrale "Rechenzentrum" im Kreishaus von Siegburg umgesetzt. Die kreiseigenen Schulen werden über eine hoch verfügbare MPLS-Infrastruktur direkt mit dem Kreishaus in Siegburg verbunden.
Dies bedingt eine sichere, datenschutz- und IT-sicherheitskonforme Standortvernetzung für folgende IT-Dienste:
- Zugriff auf die zentrale Telefonanlage,
- Zugriff auf Server-Infrastruktur im Rechenzentrum,
- Kopplung des Kreishaus-Rechenzentrums mit einem georedundanten Ausweichstandort
- Zentrale IT-Sicherheits-Architektur für die Kreisschulen,
- Zentraler, hinreichend geschützter und leistungsstarker Zugriff auf das Internet,
- Zugriff der Kreisbediensteten auf das Intranet,
- abgeschottetes Netzwerk für die Gebäudeleittechnik.
Der Internetzugang aus der Schule heraus (Breakout) erfolgt über einen zentralen Internetfilter aus dem Rechenzentrum im Kreishaus in Siegburg heraus. Damit ist sichergestellt, dass der gesamte Datenverkehr zentral und vor allem sicher über das Rechenzentrum geleitet wird. Der Schulserver bzw. die von diesem bereitgestellten Diensten sollen zentral im Rechenzentrum/Kreishaus des Rhein-Sieg-Kreises betrieben werden.Hierbei muss sichergestelt werden, dass die Daten ausschließlich intern verfügbar bleiben.
Für die Umsetzung der Maßnahme gelten folgende Mindestanforderungen:
- Betrieb ausschließlich auf eigenen Leitungen des Providers: Der Auftraggeber hat nur Zugriff auf seinen Vertragspartner und keinen unmittelbaren Einfluss auf die Störungsbeseitigung durch Nachunternehmer (bei angemieteten Leitungen). Das Problem der telefonischen Nichterreichbarkeit kann aufgrund von Handys und vernetzter Telefonanlagen (Telefonieren über Datenleitung) minimiert werden, der Ausfall von Datenanbindungen hat weitgreifende Auswirkungen auf den Schul- und Dienstbetrieb, so dass diese Problematik von Beginn an weitgehend ausgeschlossen werden muss.
- Redundante Anbindungen für jeden Standort, sowie eine auf zwei Leitungswegen basierende Anbindung für den Standort des Rechenzentrums (Kreishaus): Die IT-Services werden zentral aus Siegburg bereitgestellt. Soweit keine redundanten Leitungen vorhanden sind, führt ein Leitungsausfall zu einem Komplettausfall des Schulstandortes. Dies kann im Hinblick auf die Sicherstellung des Dienst- bzw. Schulbetriebs nicht hingenommen werden.
- Aufbau/Management incl. Router durch Provider: Der Aufbau und Betrieb (inkl. Störungsbeseitigung) der Anbindungen in Eigenregie (bei nicht gemanagten Leitungen) ist, speziell vor dem Hintergrund der großen räumlichen Distanzen, nicht ohne zusätzlichen Personalaufwand für den Auftraggeber realisierbar. Die damit verbundenen Leistungen müssen daher als Gesamtpaket vom Auftragnehmer erbracht werden.
- selbstständiger, automatischer Wechsel bei Ausfällen zwischen Primär/Backup-Anbindung: Der Wechsel zwischen den Anbindungen muss automatisch, ohne Eingriff des Auftraggebers oder des Auftragnehmers funktionieren. Eine entsprechende Störung ist automatisch zu generieren.