474301-2026 - Vorankündigung – Direktvergabe
Deutschland – Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte – mobile robotische Bildgebung
OJ S 130/2026 09/07/2026
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Lieferleistungen
1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle Bezeichnung: Universitätsmedizin Greifswald KöR
E-Mail: katja.reichardt@med.uni-greifswald.de
Rechtsform des Erwerbers: Einrichtung des öffentlichen Rechts
Tätigkeit des öffentlichen Auftraggebers: Gesundheit
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
Titel: mobile robotische Bildgebung
Beschreibung: Die Universitätsmedizin Greifswald (im Folgenden UMG) plant die Beschaffung einer vollständig integrierten robotischen OP-Suite der Firma Brainlab. Diese umfasst Loop-X, Cirq Robotics Suite sowie Curve Spine & Trauma einschließlich serverbasierter Planungsintegration und ermöglicht eine durchgängige Kombination aus robotischer Bildgebung, Navigation, Planungssoftware und robotisch unterstützter Instrumentenführung. Die Investition dient nicht allein der technischen Modernisierung eines Operationssaals, sondern stellt eine strukturelle Maßnahme zum Aufbau eines interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums dar. Am Universitätsklinikum wird seit mehreren Jahren eine Navigationslösung des Herstellers Brainlab eingesetzt, die im Rahmen der geplanten Beschaffung erweitert und weiterverwendet werden soll. Ziel ist die fachübergreifend standardisierte Behandlung komplexer degenerativer, traumatologischer, deformitätsbedingter, infektiöser und tumoröser Wirbelsäulenpathologien. Entscheidend für die Auswahl des zu beschaffenden Systems ist eine durchgehende digitale Prozesskette von der präoperativen Planung über intraoperative Navigation und robotische Assistenz bis zur 3D-Kontrolle während der Operation - ohne Medienbrüche oder Systemwechsel.
Kennung des Verfahrens: fd3ab14a-1cb7-4807-b13c-23c57c59fe37
Interne Kennung: #7192-589323:
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 33000000 Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte
2.1.2.
Erfüllungsort
Postanschrift: Fleischmannstraße 8  
Stadt: Greifswald
Postleitzahl: 17489
Land: Deutschland
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Rechtsgrundlage: 
Richtlinie 2014/24/EU
5. Los
5.1.
Los: LOT-0001
Titel: #7192-589323: mobile robotische Bildgebung
Beschreibung: Die Universitätsmedizin Greifswald (im Folgenden UMG) plant die Beschaffung einer vollständig integrierten robotischen OP-Suite der Firma Brainlab. Diese umfasst Loop-X, Cirq Robotics Suite sowie Curve Spine & Trauma einschließlich serverbasierter Planungsintegration und ermöglicht eine durchgängige Kombination aus robotischer Bildgebung, Navigation, Planungssoftware und robotisch unterstützter Instrumentenführung. Die Investition dient nicht allein der technischen Modernisierung eines Operationssaals, sondern stellt eine strukturelle Maßnahme zum Aufbau eines interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums dar. Am Universitätsklinikum wird seit mehreren Jahren eine Navigationslösung des Herstellers Brainlab eingesetzt, die im Rahmen der geplanten Beschaffung erweitert und weiterverwendet werden soll. Ziel ist die fachübergreifend standardisierte Behandlung komplexer degenerativer, traumatologischer, deformitätsbedingter, infektiöser und tumoröser Wirbelsäulenpathologien. Entscheidend für die Auswahl des zu beschaffenden Systems ist eine durchgehende digitale Prozesskette von der präoperativen Planung über intraoperative Navigation und robotische Assistenz bis zur 3D-Kontrolle während der Operation - ohne Medienbrüche oder Systemwechsel. Der klinische Nutzen wird im Folgenden anhand ausgewählter Anwendungen erläutert: - Mehrsegmentale degenerative Stabilisation: Bei mehrsegmentalen lumbalen Stabilisationen ermöglicht die Kombination aus serverbasierter Planung, robotischer Trajektorienführung und intraoperativer 3D-Kontrolle eine präzise Umsetzung der Operationsplanung. Die präoperative Planung kann interdisziplinär erstellt und im OP ohne Medienbrüche angewendet werden. Die robotische Stabilisierung der Instrumentenachse minimiert Abweichungen von der geplanten Trajektorie, während die intraoperative 3D-Verifikation eine sofortige Qualitätskontrolle vor Wundverschluss erlaubt. Besonders bei osteoporotischer Knochenqualität oder engen Pedikeln steigert diese Vorgehensweise die Präzision und kann die Revisionsrate reduzieren. - Deformitätenchirurgie: Langstreckige Instrumentationen bei Skoliose oder kyphotischen Fehlstellungen erfordern höchste Präzision. Das große intraoperative Scanvolumen ermöglicht die Abbildung mehrerer Segmente in einer einzigen Sequenz. Die Navigation bleibt auch bei rotierter Anatomie stabil nutzbar. Die robotische Führung verringert die Variabilität bei komplexer Pedikelgeometrie und schafft so einen reproduzierbaren Standard, selbst unter schwierigen anatomischen Bedingungen. - Revisionseingriffe: Voroperierte Wirbelsäulen sind besonders anspruchsvoll, da Vernarbungen, veränderte anatomische Landmarken und vorhandene Implantate die Orientierung erschweren. Die Kombination aus präoperativer Bildgebung und intraoperativem 3D-Scan ermöglicht eine sichere Planung auch bei veränderter Anatomie. Die Herstellerunabhängigkeit des Systems ist hierbei entscheidend, da verschiedene Implantat-Systeme berücksichtigt werden können. - S2AI- und lumbopelvine Fixationen: Becken- und Sakrumfixationen verlaufen in engen knöchernen Korridoren mit potenziell schwerwiegenden Komplikationen bei Fehlplatzierung. Die Kombination aus präziser Trajektorienplanung, robotischer Achsführung und intraoperativer 3D-Kontrolle erhöht die Sicherheit signifikant. Zudem ermöglicht die freie Wahl des Implantatsystems eine Anpassung an Frakturtyp oder Deformität, da unterschiedliche Schraubendesigns verwendet werden können. - Tumor- und Infektchirurgie Bei interdisziplinären Eingriffen - beispielsweise Dekompression durch die Neurochirurgie und Stabilisation durch die Orthopädie - erlaubt die serverbasierte Planung eine gemeinsame Bearbeitung des Falls. Beide Kliniken arbeiten auf derselben Datenbasis, sodass Planung, Umsetzung und Dokumentation konsistent erfolgen. Dies stellt eine zentrale infrastrukturelle Voraussetzung für den Betrieb eines funktionierenden Wirbelsäulenzentrums dar.
5.1.1.
Zweck
Art des Auftrags: Lieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 33000000 Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte
5.1.2.
Erfüllungsort
Stadt: Greifswald
Land, Gliederung (NUTS): Vorpommern-Greifswald (DE80N)
Land: Deutschland
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt ganz oder teilweise aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen: ja
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung: 
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem: 
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
Überprüfungsstelle: Geschäftsstelle der Vergabekammern beim Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern
6. Ergebnisse
Direktvergabe: 
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige Begründung: Die Beschaffung erfolgt auf Grundlage des § 14 Abs. 4 Nr. 2 b in Kombination mit Abs. 4 Nr. 5 VgV: Der Leistungsgegenstand kann zum Zeitpunkt der Aufforderung zur Angebotsabgabe ausschließlich von einem bestimmten Unternehmen erbracht werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb besteht und/oder aufgrund des Schutzes ausschließlicher Rechte, insbesondere gewerblicher Schutzrechte, nur dieses Unternehmen in Betracht kommt. Dieser Umstand wird durch die nachfolgenden Merkmale belegt, die unter anderem durch Patente abgesichert sind: mobile robotische Bildgebung - Loop X: - Bildgebungsroboter für intraoperative 2D und 3D röntgenbasierte Bildgebung mit einer Ringöffnung >1m, inkl. kabellose Bedieneinheit und volle robotische Beweglichkeit des Systems in mindestens 6 Achsen (EP2108328) - Field of View (FOV) Scanvolumen außerhalb des Gantry-Zentrums ohne Veränderung der OP-Tisch Position einstellbar (nicht-isozentrische 2D und 3D-Bildgebung) - Auf die betreffende anatomische Region stufenlos anpassbares (kollimiertes) FOV zur Schonung umliegender, strahlensensitiver Gewebs-Bereiche - Großes 3D- Scanvolumen von bis zu 48cm im Durchmesser - extra-langes 3D Bildgebung in Patientenrichtung (die ganze Wirbelsäule, mindestens 120 cm) - Topogramme in Patientenrichtung, die mindestens die ganze Wirbelsäule abdeckt, mindestens 120 cm - Wiederherstellung von Bildgebungspositionen durch motorisierte Ausrichtung des Systems in allen Freiheitsgraden - Automatische Ausrichtung des Systems für eine definiert gerichtete 2D-Bildgebung anhand von Trajektorien, die vom Navigationssystem übergeben werden (EP2108328) - Mobiles, robotisches ConeBeam CT mit großem 3D-FOV: Ermöglicht präzise intraoperative Bildgebung ohne Umlagerung des Patienten. Ein großer FOV ist notwendig zur Darstellung komplexer anatomischer Areale, insbesondere bei Wirbelsäuleneingriffen. Patientenzugang muss von allen Seiten erhalten bleiben (nicht-isozentrisches Design). Roboter Cirq mit Tischmontage: - Minimiert den Platzbedarf im OP und ist für chirurgische Eingriffe geeignet, bei denen ein mobiler, flexibler Arm stören würde. Alternative Roboterlösungen benötigen große Standflächen oder Deckenanbindung und sind mit dem vorhandenen Setting nicht kompatibel. - flexible Montage des Systems an den vorhandenen Tischschienen und somit wird keine zusätzliche Stellfläche im OP benötigt - Leichtbauweise für mühelosen Transport, Aufbau und Nutzung (16 kg) - modulare Lösung mit einem Gerät für Anwendungsgebiete Wirbelsäule und Becken Navigationssystem Curve Spine & Trauma und LoopX Anbindung: - Die Navigationsplattform Curve verfügt über einen 32"" Bildschirm mit 4K Auflösung. Hierdurch wird eine gute visuelle Darstellung der Bilddaten gewährleistet. - Die Kameraeinheit kann ferngesteuert ausgerichtet werden und ermöglicht so eine selbstständige und unkompliziertere Justierung des Setups. - Patentierte, synthetische, automatische Segmentierung der Patientendaten zur Generierung von 3D Kontextwissen zur Patientenanatomie: DICOM Viewer mit automatischer Ausrichtung der Ansichten anhand der Wirbelkörper Deckplatten; Semi-automatische Schraubenplanung mit automatischer Benennung der Schraubenimplantate (von der zervikalen Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (S2-Ala-Ilium-Schrauben) und Unterstützung von anatomischer Variation innerhalb der Wirbelsäulen (T13, L6)); Automatische Vorschläge von anatomischen Messungen auf Röntgenbildern (AP/lateral, z.B. Kyphosewinkel) (EP4343707); - Elastische Fusion von 3D Bilddatensätzen (MRT, CT und XT - ConeBeam CT) und Generierung eines neuen, synthetischen Bilddatensatzes zur Kompensation von Aufnahmeunterschieden (z.B. Bauchlage und Rückenlage), um präoperative Planung intraoperativ zu nutzen - Intraoperative Notfallregistrierung: zusätzliche Sicherheitsregistrierung - ein herstellerunabhängiges Navigationssystem sowie eine Implantat- und Instrument-offene Plattform zur Navigation von Bandscheibenpräparationsinstrumenten und navigierten Cages verschiedener Formen Mixed Reality Navigation mit Mikroskopintegration: - Diese ermöglicht eine überlagerte Darstellung virtueller Strukturen im Sichtfeld des Chirurgen. Die semitransparente Darstellung ist erforderlich, um präzise, tiefenorientiert operieren zu können - besonders bei Tumoren. - Das registrierte Overlay Modell hilft bei der korrekten Identifizierung und angemessenen Haut Einschnitt (EP3593227B1, EP3593226B1) - Multi-User-Konzept - schwebende 3D-Ansicht für eine schnelle Orientierung (EP3602492B) - Einfache automatische Ausrichtung der Ansicht und Anpassung der 2D-Ansichten an die Ausrichtung des Patienten relativ zum Chirurgen (EP3413773B1) Serverbasierte Eingriffsplanung: - Zentralisierter Planungsserver mit drei parallelen Nutzern: reduziert arbeitsplatzbezogene Zugangsbeschränkungen; Patientendaten bleiben auf UMG-eigenen Servern (keine Notwendigkeit für externe Serverleistungen) - DICOM Viewer mit automatischer multi-planare Rekonstruktion entsprechend der Wirbelsäulen-Krümmung - Bildfusion mit automatischer Fusionspaarbildung (EP3020022) - Segmentierungsalgorithmus zur Erzeugung patientenspezifischer 3D Objekte der Wirbelsäule (EP1643443, EP1768041, EP1930832) - Automatische Planung von Pedikelschrauben, Kreuzbeinschrauben (S1, S2), S2AI-Schrauben inkl. automatisiertem Report (PDF) als Verbesserung in der OP Vorbereitung (EP4343707) Eine zentrale Schnittstelle zur Krankenhaus IT: - Es wird lediglich 1 PACS-Zugriffspunkt für alle Systeme (Bildgebung, Roboter, Navigationssystem, Server, Digitale OP-Systeme, etc.) benötigt. Eine entsprechende Anbindung besteht an der UMG bereits.
Direktvergabe: 
Begründung der Direktvergabe: Der Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige Begründung: Drittanbieterkompatibilität für Instrumente und Implantate, insbesondere eine Implantat- und Instrument-offene Plattform für die roboterassistierte Wirbelsäulenchirurgie und Traumatologie/ Unfallchirurgie: Ein wesentliches und in der strategischen Bewertung besonders relevantes Alleinstellungsmerkmal des beantragten Systems besteht in seiner offenen, nicht firmenspezifischen Architektur. Das System erlaubt die Verwendung von: - Schrauben-Stab-Systemen unterschiedlicher Hersteller - Bestehenden Implantatportfolios der Klinik - Unterschiedlichen Instrumentensystemen - Individuell gewählten Versorgungsstrategien je nach Indikation Diese Systemoffenheit bedeutet konkret, dass keine Bindung an ein bestimmtes Implantat-System oder einen einzelnen Hersteller besteht und keine Festlegung auf proprietäre Materialien erfolgt. Die freie Auswahl klinischer Verbrauchsmaterialien ist sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus versorgungsstrategischer Sicht erforderlich. Demgegenüber stehen geschlossene Ökosysteme, bei denen die robotische bzw. navigierte Anwendung typischerweise an implantatspezifische Instrumentensets gekoppelt ist. Daraus ergibt sich strukturell eine wirtschaftliche sowie versorgungsstrategische Abhängigkeit. Die Implantat-Freiheit stellt nicht nur einen wirtschaftlichen Vorteil dar, sondern hat unmittelbare klinische Relevanz: 1. Indikationsgerechte Implantat-Auswahl Verschiedene Pathologien erfordern unterschiedliche Implantat-Konzepte (z. B. polyaxiale oder modulare Systeme, spezifische Deformitätsimplantate, Low-Profile-Systeme im Bereich der HWS). Die freie Auswahl ermöglicht eine konsequent patientenindividuelle Versorgung ohne technische Systemvorgaben. 2. Versorgung komplexer Fälle und Revisionseingriffe Bei Revisionen müssen bestehende Implantate häufig in die Planung einbezogen werden. Offene Navigations- und Robotik-Systeme erlauben die Nutzung und Kombination unterschiedlicher Implantat-Generationen sowie Produkte verschiedener Hersteller. 3. Wissenschaftliche Unabhängigkeit In einem universitären Umfeld ist es erforderlich, Therapieentscheidungen evidenzbasiert und unabhängig von Herstellerbindungen treffen zu können. Systemoffenheit reduziert strukturelle Interessenkonflikte und unterstützt eine ergebnisorientierte Versorgung. 4. Langfristige Wirtschaftlichkeit Die freie Wahl der Implantate ermöglicht wettbewerbliche Beschaffung und verhindert einseitige Lieferabhängigkeiten. Dies trägt zur nachhaltigen Kostenkontrolle und Versorgungssicherheit bei. 5. Interdisziplinäre Nutzbarkeit Orthopädie/Unfallchirurgie und Neurochirurgie verfolgen teilweise unterschiedliche implantologische Ansätze. Ein offenes System ermöglicht die gemeinsame Nutzung der Navigations- und Robotik-Plattform, ohne eine Vereinheitlichung der Implantat-Systeme zu erzwingen. Diese strukturelle Unabhängigkeit stellt insbesondere im universitären Kontext ein relevantes Qualitätsmerkmal dar.
Direktvergabe: 
Begründung der Direktvergabe: Teilweiser Ersatz oder Ausweitung vorhandener Lieferungen oder Anlagen durch den ursprünglichen Lieferanten, deren Beschaffung nach den strengen Vorschriften der Richtlinie erfolgt
Sonstige Begründung: Darüber hinaus umfasst die Beschaffung zusätzliche Lieferleistungen des ursprünglichen Auftragnehmers im Sinne des § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV, die der teilweisen Erneuerung bzw. Erweiterung bereits vorhandener Systeme dienen. Ein Wechsel des Auftragnehmers würde dazu führen, dass Leistungen mit abweichenden technischen Merkmalen beschafft werden müssten, was technische Inkompatibilitäten oder unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Nutzung und Wartung zur Folge hätte. Dieser Sachverhalt basiert auf den folgenden Merkmalen: Kompatibilität mit bestehenden Strukturen an der UMG: - In der Neurochirurgie der UMG ist ein kraniales und spinales Navigationssystem von Brainlab im Einsatz (Curve-Plattform, Elements Viewer, Navigation Cranial, Navigation Spine & Trauma, automatische Patientenregistrierung). - Das System ist vollständig mit der serverbasierten Eingriffsplanungssoftware Elements der Neurochirurgie kompatibel und lässt sich nahtlos integrieren. Dies erlaubt: - Gemeinsame präoperative Planung - Multi-User-Zugriff - Einheitliche Datenhaltung innerhalb der UMG-Infrastruktur - Standardisierte Planungsprotokolle - Nachhaltige IT-Architektur ohne Parallelstrukturen Das zu beschaffende System zeichnet sich insgesamt durch folgende Eigenschaften aus: - Geschlossene digitale Prozesskette - Interdisziplinäre Einsetzbarkeit - Hohe intraoperative Präzision - Reproduzierbare OP-Standards - Unabhängigkeit von Implantaten und Herstellern - Reduzierung struktureller Lieferabhängigkeiten - Wirtschaftliche Nachhaltigkeit - Strategische Basis für ein universitäres Wirbelsäulenzentrum Die Investition ist nicht als isolierte Einzelbeschaffung zu bewerten, sondern als Bestandteil der bestehenden digitalen Versorgungsarchitektur. Ohne diese Integration sind Verzögerungen im Behandlungsablauf, mögliche Datenverluste sowie zusätzliche Fehlerquellen zu erwarten. Eine durchgängige Anbindung an vorhandene Planungs- und Visualisierungslösungen ist erforderlich, um etablierte OP-Workflows, Bilddokumentation und intraoperative Navigation ohne Unterbrechungen fortzuführen. Ein Systemwechsel wäre mit erheblichem Integrationsaufwand, zusätzlichem Schulungsbedarf sowie erhöhten Risiken für die Prozesssicherheit verbunden. Alternative robotische Lösungen erfordern größere Stellflächen oder eine Deckenanbindung und sind mit den vorhandenen räumlichen und technischen Rahmenbedingungen nicht kompatibel. Insbesondere die Kombination aus technischer Integration, offener Systemarchitektur und serverbasierter Planungsanbindung stellt ein in dieser Form singuläres Versorgungsmerkmal dar. Die Marktanalyse hat ergeben, dass ausschließlich die robotische OP-Suite der Brainlab die genannten Anforderungen vollständig erfüllt. Andere Systeme decken lediglich Teilaspekte ab, erreichen jedoch nicht die erforderliche Kombination aus Funktionstiefe und Interoperabilität. Die geplante Beschaffung stellt daher die einzige technisch realisierbare Lösung dar und ist zugleich eine notwendige Erweiterung der bestehenden Infrastruktur.
6.1.
Ergebnis, Los-– Kennung: LOT-0001
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner: 
Offizielle Bezeichnung: Brainlab Sales GmbH
Angebot: 
Kennung des Angebots: 1 - 578900
Kennung des Loses oder der Gruppe von Losen: LOT-0001
Informationen zum Auftrag: 
Kennung des Auftrags: 1370003158
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union: 
Bezeichnung des von der EU finanzierten Projekts oder Programms: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (2021/2027)
8. Organisationen
8.1.
ORG-0001
Offizielle Bezeichnung: Universitätsmedizin Greifswald KöR
Registrierungsnummer: 13-X19111018-22
Abteilung: Vergabestelle
Postanschrift: Fleischmannstraße 8
Stadt: Greifswald
Postleitzahl: 17489
Land, Gliederung (NUTS): Vorpommern-Greifswald (DE80N)
Land: Deutschland
E-Mail: katja.reichardt@med.uni-greifswald.de
Telefon: +49 3834860
Fax: +49 3834865202
Rollen dieser Organisation: 
Beschaffer
8.1.
ORG-0002
Offizielle Bezeichnung: Brainlab Sales GmbH
Postanschrift: Olof-Palme-Straße 9
Stadt: München
Postleitzahl: 81829
Land, Gliederung (NUTS): München, Landkreis (DE21H)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation: 
Bieter
Gewinner dieser Lose: LOT-0001
8.1.
ORG-0003
Offizielle Bezeichnung: Geschäftsstelle der Vergabekammern beim Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern
Registrierungsnummer: VKMV-13-L50010000000-78
Stadt: Schwerin
Postleitzahl: 19053
Land, Gliederung (NUTS): Schwerin, Kreisfreie Stadt (DE804)
Land: Deutschland
Rollen dieser Organisation: 
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0000
Offizielle Bezeichnung: Publications Office of the European Union
Registrierungsnummer: PUBL
Stadt: Luxembourg
Postleitzahl: 2417
Land, Gliederung (NUTS): Luxembourg (LU000)
Land: Luxemburg
E-Mail: ted@publications.europa.eu
Telefon: +352 29291
Internetadresse: https://op.europa.eu
Rollen dieser Organisation: 
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung: 3d92ab62-eec9-4296-b01b-9f5b337d55a4  -  01
Formulartyp: Vorankündigung – Direktvergabe
Art der Bekanntmachung: Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Unterart der Bekanntmachung: 25
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung: 07/07/2026 14:18:21 (UTC+00:00) Westeuropäische Zeit, GMT
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar ist: Deutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung: 474301-2026
ABl. S – Nummer der Ausgabe: 130/2026
Datum der Veröffentlichung: 09/07/2026