476655-2023 - ErgebnisDeutschland-Frankfurt am Main: Hebezeuge und Fördermittel sowie Teile
OJ S 149/2023 04/08/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge – Sektoren
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/25/EU

Abschnitt I: Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH (Bukr 49)
Postanschrift: Weilburger Straße 22
Ort: Frankfurt am Main
NUTS-Code: DE30 Berlin
Postleitzahl: 60326
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Leistner, Marina
E-Mail: marina.leistner@deutschebahn.com
Telefon: +49 3029756883
Fax: +49 6926520154
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.deutschebahn.com/bieterportal
I.6.
Haupttätigkeit(en)
Eisenbahndienste

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
23 22 541 003 DGW DB FZI, Werk Nürnberg
Referenznummer der Bekanntmachung: 23FEA66423
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
42400000 Hebezeuge und Fördermittel sowie Teile
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Drehgestell- und Radsatzwechsler für die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, Werk Nürnberg
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
42400000 Hebezeuge und Fördermittel sowie Teile
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE254 Nürnberg, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Drehgestell- und Radsatzwechsler für die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH, Werk Nürnberg
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Dringende Gründe im Zusammenhang mit für den Auftraggeber unvorhersehbaren Ereignissen, die den strengen Bedingungen der Richtlinie genügen
Erläuterung:
In den Werken der DB Fahrzeuginstandhaltung werden Fahrzeuge unter anderem vom DB
Fernverkehr revisioniert. Dabei ist eine kurze Werkaufenthaltszeit ausschlaggebend, damit
die Fahrzeuge schnell wieder dem Personenfernverkehr eingesetzt werden können. Auf
Basis der aktuellen Mengenmeldung des DB Fernverkehrs haben sich die in 2024
geplanten ICE4 Revisionsmengen seitens der DB Fernverkehr AG unvorhergesehen
deutlich erhöht. Das hat zur Konsequenz, dass Leistung vom DB FZI Werk Cottbus in das
Werk Krefeld und vom Werk Krefeld in das Werk Nürnberg verschoben werden muss.
Hauptgrund hierfür sind die unterschiedlichen infrastrukturellen Gegebenheiten in den
Werken. Somit erhöht sich im Werk Nürnberg die Anzahl von IS600er Revisionen der
Baureihe 403 (ICE3) von 0 auf 10 Stück in 2024. Dabei müssen 320 Radsätze ausgebaut
und wieder eingebaut werden (Die Aufarbeitung der Radsätze erfolgt zu 100 % im DB FZI
Werk Kassel, wo bereits neue Radsatzpressen in Beschaffung sind). Auch in den
Folgejahren bearbeitet ausschließlich das Werk Nürnberg alle IS600er Revisionen der
Baureihe 403. Dabei müssen im Rahmen der Revision alle Radsätze getauscht werden.
Demzufolge besteht ein unausweichlicher und zeitkritischer Bedarf von zwei
Radsatzwechslern für Nürnberg, um die oben genannten Revisionsmengen des DB
Fernverkehrs in der notwendigen Werkaufenthaltszeit abarbeiten zu können und einen
drohenden Flottenstillstand zu vermeiden und Nachteile für den Fahrgast zu verhindern.
Die aktuell angesetzten Revisionsmengen können mit den derzeitig vorhandenen
Wechslergeräten im Werk Nürnberg aus technischen Gründen nicht bearbeitet werden.
Das erste Fahrzeug ICE3 für die Fahrzeugrevision IS600 (Radsatzwechsel) wird am
29.01.2024 dem Werk zugeführt und könnte unter derzeitigen Gegebenheiten nicht
bearbeitet werden. Eine Produktverlagerung in ein anderes Werk ist
Infrastrukturkapazitätsgründen nicht möglich. Das Gesamt-Infrastruktur-Projekt für die
Vorbereitung der Revisionen im Werk Nürnberg wurde bereits per Sonder-Zentralfreigabe
von der Geschäftsführung der DB FZI freigeben, um eine Beschaffung und Umsetzung
maximal zu beschleunigen und die Mengenmeldung des Fernverkehrs nicht zu gefährden.
Nach Rücksprache mit den gängigen Lieferanten muss man mit einer Lieferzeit von aktuell
10-12 Monaten für die Radsatzwechsler ausgehen. Demzufolge müsste für den
Revisionsstart am 29.01.2024 die Bestellung für den Radsatzwechsler Ende Januar 2023
ausgelöst worden sein (unter Berücksichtigung von 12 Monaten Lieferzeit). Unter
Berücksichtigung des EU-Vergabeverfahrens wäre bereits im August 2022 das Starten der
EU-Vergabeverfahren nötig gewesen, um eine rechtzeitige Lieferung garantieren zu
können. Zu diesem Zeitpunkt lagen relevante Grundvoraussetzungen und Informationen für
den Start des Beschaffungsprozesses noch nicht vor. Über den Einkauf wird nun ein
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb mit Einholung mehrerer Angebote
präferiert, um so viel Wettbewerb wie möglich zu schaffen und trotzdem die rechtzeitige
Arbeitsfähigkeit der DB Fahrzeuginstandhaltung und den Ausbau der Radsätze
sicherzustellen.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer regelmäßigen nichtverbindlichen Bekanntmachung

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
23 22 541 003 DGW DB FZI, Werk Nürnberg
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
09/06/2023
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen
V.2.6.
Für Gelegenheitskäufe gezahlter Preis

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes
Postanschrift: Villemomblerstr. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Die Geltendmachung der Unwirksamkeit einer Auftragsvergabe in einem Nachprüfungsverfahren ist fristgebunden. Es wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen. Nach § 135 Abs. 2 S. 2 GWB endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union. Nach Ablauf der jeweiligen Frist kann eine Unwirksamkeit nicht mehr festgestellt werden.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
01/08/2023