482797-2022 - ErgebnisDeutschland-Grabenstetten: Museumsausstellungen
OJ S 170/2022 05/09/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Zweckverband Region am Heidengraben
Postanschrift: Böhringer Str. 10
Ort: Grabenstetten
NUTS-Code: DE141 Reutlingen
Postleitzahl: 72582
Land: Deutschland
E-Mail: vergabe@iuscomm.de
Telefon: +49 738294150410
Fax: +49 738294150444
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.grabenstetten.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Agentur/Amt auf regionaler oder lokaler Ebene
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Wettbewerblicher Dialog – Ausschreibungskonzeption und -umsetzung Keltisches Fundareal Heidengraben
Referenznummer der Bekanntmachung: 392/21-KS
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
92521100 Museumsausstellungen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Wettbewerblicher Dialog – Ausschreibungskonzeption und -umsetzung Keltisches Fundareal Heidengraben
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 549 800,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
92500000 Dienstleistungen von Bibliotheken, Archiven, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE141 Reutlingen
Hauptort der Ausführung: in den Vergabeunterlagen aufgeführt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Der Zweckverband beschafft mit dieser Ausschreibung als öffentlicher Auftraggeber sämtlich erforderlichen Dienst- und Werkleistungen einschließlich Planungsleistungen konzeptioneller und ausführender Art zur Umsetzung einer bestehenden Ausschreibungskonzeption eines für die Öffentlichkeit zugänglichen Besucherzentrums für das „Erlebnisfeld Heidengraben“. Die Gemeinden Erkenbrechtsweiler, Grabenstetten und Hülben sind Mitglieder des Zweckverbandes. Auf dem Gemarkungsgebiet der vorgenannten Gemeinden befindet sich das bedeutendste keltische Fundareal des vermutlich größten Oppidiums in Europa. In der Vergangenheit fanden zahlreiche dokumentierte Ausgrabungen statt.  Dem Zweckverband liegen die erforderlichen Planungsleistungen der Objektplanung zur Errichtung des Besucherzentrums vor, die innerhalb des Zeitraums der nächsten ca. 1,5 Jahre baulich umgesetzt werden sollen.  Bei dem als „Heidengraben“ bezeichneten Fundareal handelt es sich um ein einmaliges Kultur- und Landschaftsdenkmal als Bestandteil des UNESCO-Biosphärengebietes Schwäbische Alb. Nachweislich wurde das Gebiet seit der späten Bronzezeit als großflächiger Lebensraum mit Handelsbeziehungen nachweislich bis zum Mittelmeerraum genutzt. Im Geländeverlauf sind bis heute zahlreiche Befestigungsanlagen erkenn- und erlebbar.  In dem zu schaffenden Erlebnisfeld im Rahmen des Besucherzentrums soll den Besuchern die konkrete Lebensweise der keltischen Besiedlung in der Bronzezeit analog und digital-virtuell vermittelt und erlebbar gemacht werden. Grundlage der Ausstellungskonzeption sind vom öffentlichen Auftraggeber Vorplanungen, die zur Ansprache der Besucher, Naturtouristen sowie kulturwissenschaftlich Interessierten in der Verbindung von Innen- und Außenraum einen Kelten-Erlebnispfad im Rahmen einer gesamthaften Ausstellungsdramaturgie erlebbar machen sollen. Ziel ist anhand aktueller Medientechniken visuelle Anwendungen für Smartphones sowie alle weiteren im Markt üblichen Digital-Endgeräte nebst der Darstellung zahlreicher Artefakte ein lebendiges Abbild der keltischen Lebensweise zu schaffen.  Ausschreibungsgegenstand sind damit einerseits die erforderlichen  • planerisch-konzeptionellen Dienstleistungen unter Einbeziehung der erforderlichen• Projektsteuerungsleistungen mit dem Ziel der zeitnahen• Umsetzung der durch den Auftragnehmer weiter zu entwickelten Ausstellungskonzeption für das Besucherzentrum sowie den Erlebnispfad einschließlich der • Herstellung der Ausstellungsmöblierung und -präsentationsmittel. Hierzu gehören ebenfalls sämtlich erforderliche Dienst- und Werkleistungen zur Herstellung der erforderlichen Ausstellungsgegenstände und der erforderlichen Präsentationsausstattung in Material und Aufbau als auch die die erforderlichen Programmier- und Visualisierungsleistungen für mediale Anwendungen der räumlichen Darstellung über Smartphone und alle üblichen digitalen Endgeräte zur 3D- und Videopräsentation zur interaktiven Nutzung im Besucherdokumentationszentrum und Erlebnispfad.  Besondere Bedeutung kommt der realitätsnahen kulturhistorischen und archäologischen Aufarbeitung und Darstellung in der Vermittlung und Darstellung der erlebbaren Lebensweise der Kelten in der Bronzezeit am Heidengraben, insbesondere der Latènezeit zu, so dass die Auftragnehmer über die einschlägige Erfahrung dieser kulturellen Zeitepoche aufweisen müssen.  Besonders erlebbar für Besucher soll das zu damaliger Zeit naturnahe und lebensechte Handwerk, die Ausübung der zeithistorischen Landwirtschaft (Bewirtschaftung) als auch der Umfang und die Bedeutung des europaweiten Handels über die Ausstellungskonzeption veranschaulicht werden.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 156-413230
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
31/05/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 4
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 4
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 4
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: AHA-Systeme
Ort: Grabenstetten
NUTS-Code: DE141 Reutlingen
Postleitzahl: 72582
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 549 800,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe
Postanschrift: Durlacher Allee 100
Ort: Karlsruhe
Postleitzahl: 76137
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@rpk.bwl.de
Telefon: +49 7219268730
Fax: +49 7219263985
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
(1) Etwaige Vergabeverstöße muss der Bewerber/Bieter gemäß § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnisnahme rügen.
(2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, sind nach § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Abgabe der Bewerbung oder der Angebote gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.
(3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind nach § 160 Abs. 3 Nr. 3 GWB spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbungs- oder Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen.
(4) Ein Vergabenachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB innerhalb von 15 Kalendertagen nach der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der Vergabekammer einzureichen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
31/08/2022