Beschreibung der Beschaffung
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kölner Dom (UNESCO-Weltkulturerbe) ist in Ersatz vorhandener Bebauung ein Neubauensemble aus neuem Kurienhaus der Hohen Domkirche zu Köln und Studiengebäude für das Römisch-Germanische Museum (RGM) sowie neuem Kölnischen Stadtmuseum (KSM) geplant. Die aufgehenden Gebäudeteile sind unterirdisch miteinander verbunden und haben eine unterirdische Verbindung zum RGM und eine neu zu schaffende Anbindung an das Römische Hafentor
Der den Planungen der Gesamtmaßnahme Neue Mitte Köln zugrunde liegende Ratsbeschluss zur Durchführung des Wettbewerbes 1301/2015 sowie der Beschluss 0353/2018 zur Aufnahme der Planungen bis Leistungsphase 3 sind im Internet einsehbar (Ratsinformationssystem der Stadt Köln:
https://ratsinformation.stadt-koeln.de/).
Mit dem hier ausgeschriebenen Vergabeverfahren soll ein gemeinsamer Dienstleister für die Maßnahmen der Stadt Köln und der Hohen Domkirche, die sich in einer Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossenen haben.
Größenordnungen (Cirka-Angaben): 1. BGF: 19.380 qm (Stadtmuseum und Studiengebäude RGM 15.410 qm / Kurienhaus 3.970 qm). 2. Geschätzte Baukosten (Kostengruppe 200-600 nach DIN 276) brutto: 92,99 Mio. EUR; 3. Geschätzte Kosten KGr 400 brutto: 19,72 Mio. EUR.
Die Umsetzung der Maßnahmen soll gegebenenfalls mit einem Generalunternehmen (Ausschreibung auf Basis Leistungsphase 5 der Planer) erfolgen.
Aufgrund des hohen Anteils und der Komplexität der geplanten Technischen Ausrüstung ist in Ergänzung der (Grund-) Leistungen der Projektsteuerung und begleitend zu insbesondere den Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung (Leistungsphasen 3-8 HOAI §55), eine kontinuierliche - von der Planung bis zum Betrieb der Häuser - systemübergreifende Integration und Koordination aller technischen Gewerke für die Inbetriebnahme erforderlich und sicherzustellen.
Die beabsichtigte Beauftragung umfasst die Leistungen des Technischen Inbetriebnahmemanagements in Anlehnung an AHO-Heft Nr. 9 (2020) "Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft", Kapitel 5 (Besondere Leistungen der Projektsteuerung) / AHO-Heft Nr. 19 (2018) "Ergänzende Leistungsbilder im Projektmanagement für die Bau und Immobilienwirtschaft", Kapitel 9.4 (Leistungsbild Technisches Inbetriebnahmemanagement): Projektstufen 2 (Planung) bis 5 (Projektabschluss) sowie nachlaufende Leistungen in der Nutzungsphase.
Optional (siehe auch II.2.11) erfolgt außerdem ggf. die Vergabe von Leistungen des Technischen Monitorings. Das Technische Monitoring soll zur Qualitätssicherung dienen und dazu beitragen, die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen, energieeffizienten, funktions- und bedarfsgerechten Betrieb zu schaffen.
Ein spezifiziertes Leistungsbild ist den Vergabeunterlagen beigefügt.
Die Aufgabe besteht in einem qualifizierten und vollumfänglichen Inbetriebnahmemanagement unter Berücksichtigung der (Fach-) Planungen und der Vorgaben hinsichtlich Funktionalität, Qualität, Energie- und Betriebseffizienz sowie individueller Regelbarkeit. Ziel ist eine fristgemäße Sicherstellung des vereinbarten Soll-Zustands aller technischen Funktionen (Einzel-, System- und gewerkeübergreifend), eine effiziente und erfolgreiche Inbetriebnahme und ein entsprechend den Bauherrn- / Nutzeranforderungen optimalen Anlagenbetrieb bis zum festgesetzten Termin zu gewährleisten.
Die Leistung muss in enger Abstimmung mit den Fachplanern sowie den beteiligten städtischen Dienststellen, Bauherren und den Nutzern erfolgen.