496299-2022 - ErgebnisDeutschland-Köln: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
OJ S 175/2022 12/09/2022
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: GbR Historische Mitte
Postanschrift: Konrad Adenauer Ufer 23
Ort: Köln
NUTS-Code: DEA23 Köln, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 50668
Land: Deutschland
E-Mail: d.kromer@historische-mitte.koeln
Telefon: +49 221888859-21
Fax: +49 221888859-10
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.historische-mitte.koeln
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Projektgesellschaft einer Kommunalbehörde und Kirche
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Baumanagement

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Technisches Inbetriebnahme-Management - Neubau Historische Mitte Köln - Kölnisches Stadtmuseum, Studiengebäude Römisch-Germanisches Museum und Kurienhaus der Hohen Domkirche Köln.
Referenznummer der Bekanntmachung: HMK-2022-0001
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Vergabe des Technischen Inbetriebnahme-Managements.
Die Beauftragung erfolgt durch die in einer Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossene Domkirche und die Stadt Köln.
Eine losweise Vergabe ist nicht beabsichtigt. Die Vergabe erfolgt stufenweise (siehe Ziffer II.2.11) ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 1,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA23 Köln, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung: 50667 Köln
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Kölner Dom (UNESCO-Weltkulturerbe) ist in Ersatz vorhandener Bebauung ein Neubauensemble aus neuem Kurienhaus der Hohen Domkirche zu Köln und Studiengebäude für das Römisch-Germanische Museum (RGM) sowie neuem Kölnischen Stadtmuseum (KSM) geplant. Die aufgehenden Gebäudeteile sind unterirdisch miteinander verbunden und haben eine unterirdische Verbindung zum RGM und eine neu zu schaffende Anbindung an das Römische Hafentor
Der den Planungen der Gesamtmaßnahme Neue Mitte Köln zugrunde liegende Ratsbeschluss zur Durchführung des Wettbewerbes 1301/2015 sowie der Beschluss 0353/2018 zur Aufnahme der Planungen bis Leistungsphase 3 sind im Internet einsehbar (Ratsinformationssystem der Stadt Köln: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/).
Mit dem hier ausgeschriebenen Vergabeverfahren soll ein gemeinsamer Dienstleister für die Maßnahmen der Stadt Köln und der Hohen Domkirche, die sich in einer Bauherrengemeinschaft zusammengeschlossenen haben.
Größenordnungen (Cirka-Angaben): 1. BGF: 19.380 qm (Stadtmuseum und Studiengebäude RGM 15.410 qm / Kurienhaus 3.970 qm). 2. Geschätzte Baukosten (Kostengruppe 200-600 nach DIN 276) brutto: 92,99 Mio. EUR; 3. Geschätzte Kosten KGr 400 brutto: 19,72 Mio. EUR.
Die Umsetzung der Maßnahmen soll gegebenenfalls mit einem Generalunternehmen (Ausschreibung auf Basis Leistungsphase 5 der Planer) erfolgen.
Aufgrund des hohen Anteils und der Komplexität der geplanten Technischen Ausrüstung ist in Ergänzung der (Grund-) Leistungen der Projektsteuerung und begleitend zu insbesondere den Fachplanungsleistungen der Technischen Ausrüstung (Leistungsphasen 3-8 HOAI §55), eine kontinuierliche - von der Planung bis zum Betrieb der Häuser - systemübergreifende Integration und Koordination aller technischen Gewerke für die Inbetriebnahme erforderlich und sicherzustellen.
Die beabsichtigte Beauftragung umfasst die Leistungen des Technischen Inbetriebnahmemanagements in Anlehnung an AHO-Heft Nr. 9 (2020) "Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft", Kapitel 5 (Besondere Leistungen der Projektsteuerung) / AHO-Heft Nr. 19 (2018) "Ergänzende Leistungsbilder im Projektmanagement für die Bau und Immobilienwirtschaft", Kapitel 9.4 (Leistungsbild Technisches Inbetriebnahmemanagement): Projektstufen 2 (Planung) bis 5 (Projektabschluss) sowie nachlaufende Leistungen in der Nutzungsphase.
Optional (siehe auch II.2.11) erfolgt außerdem ggf. die Vergabe von Leistungen des Technischen Monitorings. Das Technische Monitoring soll zur Qualitätssicherung dienen und dazu beitragen, die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen, energieeffizienten, funktions- und bedarfsgerechten Betrieb zu schaffen.
Ein spezifiziertes Leistungsbild ist den Vergabeunterlagen beigefügt.
Die Aufgabe besteht in einem qualifizierten und vollumfänglichen Inbetriebnahmemanagement unter Berücksichtigung der (Fach-) Planungen und der Vorgaben hinsichtlich Funktionalität, Qualität, Energie- und Betriebseffizienz sowie individueller Regelbarkeit. Ziel ist eine fristgemäße Sicherstellung des vereinbarten Soll-Zustands aller technischen Funktionen (Einzel-, System- und gewerkeübergreifend), eine effiziente und erfolgreiche Inbetriebnahme und ein entsprechend den Bauherrn- / Nutzeranforderungen optimalen Anlagenbetrieb bis zum festgesetzten Termin zu gewährleisten.
Die Leistung muss in enger Abstimmung mit den Fachplanern sowie den beteiligten städtischen Dienststellen, Bauherren und den Nutzern erfolgen.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Personaleinsatzkonzept (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen / Gewichtung: 25
Qualitätskriterium - Name: Strukturelle Herangehensweise / Konzept für konkrete Projektabwicklung / Gewichtung: 18
Qualitätskriterium - Name: Herangehensweise an komplexe fachtechnische Aufgabenstellungen / Gewichtung: 27
Preis - Gewichtung: 30.00
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
(1) Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen:
Stufe 1: Mit dem Abschluss des Vertrages werden die Leistungen der Projektstufe 2 (Planung) gem. AHO Heft Nr. 9 (2020) Kapitel 5 (Besondere Leistungen der Projektsteuerung) / AHO Heft Nr. 19 (2018) Kapitel 9.4 (Leistungsbild Technisches Inbetriebnahmemanagement).
Die Beauftragung über die Stufe 1 hinausgehender weiterer Stufen - einzeln [eventuell in Teilen] oder im Ganzen - ist von der Fortsetzung der Planung und Ausführung der Maßnahmen abhängig und erfolgt schriftlich. Aus der stufenweisen Beauftragung beziehungsweise Nichtbeauftragung der weiteren Stufen ergibt sich kein Anspruch für den Auftragnehmer auf eine höhere beziehungsweise zusätzliche Vergütung.
Wesentliche Voraussetzungen für die weitere Beauftragung sind die Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens und der Termine, der Baubeschluss auf der Basis der Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung sowie die Genehmigungsfähigkeit.
(2) Optional: Vergabe von Leistungen des Technischen Monitorings sowie ggf. weiterer (Besonderer) Leistungen im Zusammenhang mit dem Inbetriebnahmemanagement, sofern und soweit diese erforderlich werden.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 012-026970
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: HMK-2022-0001
Bezeichnung des Auftrags:
Technisches Inbetriebnahme-Management - Neubau Historische Mitte Köln - Kölnisches Stadtmuseum, Studiengebäude Römisch-Germanisches Museum und Kurienhaus der Hohen Domkirche Köln.
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
19/08/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 3
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: M&P GRUPPE vertreten durch M&P Braunschweig GmbH
Postanschrift: Gablonzstr. 2
Ort: Braunschweig
NUTS-Code: DE911 Braunschweig, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 38114
Land: Deutschland
E-Mail: braunschweig@mp-gruppe.de
Telefon: +49 531256020
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 1,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 1,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Hinweis zu Ziff. II.1.7 und Ziff. V.2.4: Aufgrund einer Plausibilitätsprüfung in der für die Erstellung dieser Bekanntmachung verwendeten Software müssen zwingend Auftragswerte in dieser Bekanntmachung angegeben werden, die jedoch bei Dienstleistungsaufträgen dem unternehmerischen Betriebsgeheimnis unterliegen. Deshalb wurden nicht die geschätzten bzw. die tatsächlichen Auftragswerte angegeben, sondern fiktive, die keinesfalls den ordnungsgemäß geschätzten bzw. den tatsächlichen Auftragswerten entsprechen.
Bekanntmachungs-ID: CXS0Y4KYYYA
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland bei der Bezirksregierung Köln/Nachprüfungsstelle für behauptete Vergabeverstöße
Postanschrift: Zeughausstraße 2-10
Ort: Köln
Postleitzahl: 50667
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer@bezreg-koeln.nrw.de
Telefon: +49 2211472120
Fax: +49 2211472889
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Gemäß §160 (3) GWB ist ein Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat,
2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Gemäß §135 (2) GWB kann eine Unwirksamkeit eines Vertrages nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
07/09/2022