Beschreibung der Beschaffung
Das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) ist mit einem Personalbestand von derzeit 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte Feuerwehraus- und Fortbildungseinrichtung Deutschlands. Bei einer Kapazität von 300 Internatsplätzen werden hier die verschiedensten Veranstaltungen für berufliche und ehrenamtliche Angehörige der öffentlichen und privaten Feuerwehren angeboten und durchgeführt.
Die sich heute und in den nächsten Jahren verändernden Bedürfnisse der aktuell bereits jährlich circa 14.000 Lehrgangs- und Ausbildungsteilnehmer, die erwarteten Erweiterungen des Aufgabenportfolios, die Erhöhung der Ausbildungskapazitäten und der damit verbundene Aufwuchs der Mitarbeiterschaft erfordern eine zukunftsorientierte, kontinuierliche Anpassung der vorhandenen baulichen, funktionalen und organisatorischen Infrastrukturen.
Der in den 1960er Jahren in Betrieb genommene Hauptstandort weist auf Grund ständiger Erweiterungen über Jahrzehnte eine insgesamt derart hohe bauliche Verdichtung auf, dass weitere Entwicklungen nur bei umfangreichen Eingriffen in den Bestand möglich sind. Funktionen des Stammgeländes sind auf Flächen der Außenstelle umzusiedeln.
Die aus der derzeitigen Situation resultierenden wesentlichen und erforderlichen Anforderungen sind:
- Die räumlichen Angebote für die Durchführung der theoretischen und praktischen Lehre den erweiterten, modernisierten und aktuellen Lernmethoden anzupassen,
- die vorhandenen Unterkunftsbereiche den allgemein üblichen Standards der Erwachsenenbildung anzugleichen,
- zusätzliche und adäquate Bürokapazitäten zur angemessenen Unterbringung der Beschäftigten und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen,
- die vorhandenen Versorgungskapazitäten im Hinblick auf die steigenden Teilnehmerzahlen auszubauen und
- eine einem modernen Ausbildungsbetrieb entsprechende Infrastruktur zu schaffen.
Auf der Grundlage einer Bedarfsplanung sollen das Stammgelände und die Außenstelle in ihrer Struktur komplett überarbeitet werden. Aus diesem Grund wurde ein nichtoffener, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb gem. RPW 2013 durchgeführt. Der Wettbewerb richtete sich an Teams aus Architekten und Landschaftsarchitekten.
Gegenstand des Wettbewerbs waren die Objektplanungsleistungen zu den Leistungsbildern Gebäude und Innenräume (Teil 3 Abschnitt 1 der HOAI i. V. m. Anlage 10 zur HOAI) und die Freianlagenplanung (Teil 3 Abschnitt 2 der HOAI i. V. m. Anlage 11 zur HOAI).
Die Gesamt-Baukosten der KG 300+400 liegen bei ca. 60 Mio. EURO Brutto. Die Gesamt-Baukosten der Freianlagenplanung (KG 500) liegen bei ca. 7 Mio. EURO brutto. Die in den nächsten Jahren neu zu bebauende Bruttogrundfläche wird in der Bedarfsplanung auf etwa 34.000 m² BGF geschätzt. Das Bauvorhaben ist in einen 1. und 2. Bauabschnitt aufgeteilt. Der freigegebene 1. Bauabschnitt (Projektkosten 49 Mio. EURO) umfasst Baukosten der KG300+400 in Höhe von ca. 35 Mio. EURO sowie Kosten der Kostengruppe 500 in Höhe von etwa 4 Mio. EURO. Der 2. Bauabschnitt soll im Anschluss an den 1. Bauabschnitt realisiert werden.
Gegenstand der nunmehr im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb zu vergebenden Leistung sind die Objektplanungsleistungen zu den Leistungsbildern Gebäude und Innenräume (Teil 3 Abschnitt 1 der HOAI i. V. m. Anlage 10 zur HOAI) und Freianlagen (Teil 3 Abschnitt 2 der HOAI i. V. m. Anlage 11 zur HOAI).
Folgende Beauftragungsstufen sind für die Leistungsbilder Gebäude und Innenraume sowie Freianlagen geplant:
- Stufe 1: Erstellung der Leistungsphase 2 und 3 (feste Beauftragung)
- Stufe 2: Erstellung der Leistungsphase 4 bis 7 (optionale Beauftragung)
- Stufe 3: Erstellung der Leistungsphasen 8 und 9 (optionale Beauftragung)