501877-2023 - ErgebnisDeutschland-München: Museumsausstellungen
OJ S 158/2023 18/08/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik (AdöR)
Postanschrift: Museumsinsel 1
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 80538
Land: Deutschland
E-Mail: vergabe@deutsches-museum.de
Telefon: +49 89-2179427
Fax: +49 89-217999427
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.deutsches-museum.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Andere Tätigkeit: Bildung; Freizeit, Kultur; Naturwissenschaftlichtechnisches Museum

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Demonstration Photoelektrischer Effekt
Referenznummer der Bekanntmachung: RuV-11000-2022-187
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
92521100 Museumsausstellungen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Die Ausstellung „Licht und Materie“ bildet die thematische und chronologische Fortsetzung der Ausstellung „Klassische Optik“. Diese Ausstellung wird in Kooperation mit dem Excellenzcluster „Munich Center for Quantum Science and Technology“ (MCQST) erarbeitet. Während in der Ausstellung „Klassische Optik“ die Ausbreitung von Licht in Strahlen und Wellen im Vordergrund steht, sollen hier mikroskopische Modelle von Licht vorgestellt werden, die im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelt wurden. Im Zentrum der Ausstellung steht die Frage „Was ist Licht?“. Das Begriffspaar „Licht und Materie“ verdeutlicht, dass man nur etwas über die Natur des Lichts lernen kann, wenn man betrachtet, wie Licht und Materie aufeinander einwirken, zum Beispiel in Linsen, auf farbigen Oberflächen, oder auf Sensoren. Inhaltliche Schwerpunkte bilden unter anderem die Laserphysik, Atom- und Molekülspektroskopie und die moderne Quantenoptik.
Um die Grundlagen der Physik kennenzulernen und zu verstehen muss man sich selbst von den Zusammenhängen überzeugen. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung " Licht und Materie" können aktiv, durch reale Experimente zur Beobachtung phänomenologischer Zusammenhänge, oder Gedankenexperimente und Analogien zur Erschließung theoretischer Konzepte, in die Welt der Physik eintauchen. Dieses Konzept findet seine Umsetzung in der Ausstellung „Licht und Materie“ durch eine besonders hohe Dichte an interaktiven Demonstrationen sowie durch besondere physikalische Experimente, die in dieser Form im Museumsbereich einzigartig sein werden.
Die Demonstration soll die elektrische Wirkung von Licht direkt erfahrbar machen. Dazu wird folgender Versuch gezeigt: Eine Hochspannung (z.B. ca. 25kV) liegt an zwei Metallkugeln in einem Abstand von ca. 0,5cm - 1 cm an, sodass noch kein Funken zwischen beiden Kugeln überspringt. Bestrahlt man die Kugeln mit UV-Licht (z.B. mit einer Wellenlänge von 254 nm) so beginnen Funken zwischen den Kugeln überzuspringen. (Ein Beispiel für die Umsetzung als Schulexperiment findet sich hier: http://www.uranmaschine.de/45310.Photoeffekt_nach_Heinrich_Hertz_1887/ ).
Der Auftrag ist in zwei Leistungsstufen aufgeteilt:
- Leistungsstufe 1: Recherchearbeiten, Prototypisierung und Vorversuche zum Festpreis
- Leistungsstufe 2: Fertigung des finalen Aufbaus
Zunächst sind nur Angebotspreise für Leistungsstufe 1 abzugeben. Der Zuschlag wird an das günstigste Angebot vergeben.
Nur die Leistungsstufe 1 ist in jedem Fall Teil des Auftrags, die Beauftragung von Leistungsstufe 2 liegt im freien Ermessen des AG.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 27 730,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung: Deutsches Museum, Museumsinsel 1, 80538 München
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Der genaue Aufbau wird vor der Produktionsfreigabe (Leistungsstufe 2) zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer abgestimmt.
- Grundplatte (schwarz eloxiertes Aluminium) max. 60x60 cm, Gesamthöhe < 60cm (endgültige Maße werden in Absprache zwischen AG und AN vor Produktionsbeginn festgelegt.)
- Der Aufbau ist von einer dunklen Kalotte umgeben, die nur von einer Seite her einsehbar ist. Der dunkle Hintergrund soll die Sichtbarkeit der Blitze verbessern. Diese Seite ist mit einer Glasscheibe (ESG 8mm) verschlossen. Die Einhausung kann geöffnet werden und ist verschließbar.
- Mittig in etwa 10-20 cm Höhe befinden sich die Kugelelektroden, Abstand ca. 1cm. Die Kugelelektroden können einfach ausgetauscht werden.
- Ca. 20 cm über den Kugeln: Zwei nach unten leuchtende Lampen (gelblich-weiß ohne UV-Anteil und UV-Lampe). Die Leuchtmittel können einfach ausgetauscht werden.
- Zwei getrennte, mechanisch bewegbare Blenden schirmen die Kugeln von den Lampen ab. Durch ein vandalismussicheres Bedienelement, z.B. Drehrad, können die Blenden geöffnet werden. Beim Loslassen schließen sich die Blenden langsam und kontrolliert wieder von selbst. (Kein Zurückschnellen!)
- Unterhalb der Kugeln gegenüber der Lampe: Fluoreszierende Aufschrift „UV-Licht an / UV light on“, die nur bei UV-Bestrahlung aufleuchtet
- Anzeige der an den Kugeln anliegenden Hochspannung durch Zeigergerät (gut sichtbar, aber am Rand / im Hintergrund).
- Die Integration in das Ausstellungsmöbel erfolgt durch den AG und ist nicht Teil der Vergabe.
Gewünschter Ablauf des Versuchs:
Im Wartezustand sind Hochspannung und UV ausgeschaltet und werden erst durch einen Knopfdruck für die Dauer einer Minute eingeschaltet. (Das Zeitintervall kann durch Personal nachträglich durch ein Potentiometer geändert werden.) Durch das Öffnen der Blenden können die Kugeln mit UV oder weiß-gelbem Licht bestrahlt werden. Sobald die Kugeln mit UV-Licht bestrahlt werden, springen die Funken über. Der Funken soll gut sichtbar und hörbar sein. Die Aufschrift „UV-Licht an / UV light on“ leuchtet beim Öffnen der Blende für das UV-Licht auf. Bei der Beleuchtung nur mit der gelblich-weißen Lampe wird kein Funkenüberschlag auslöst und die Aufschrift nicht zum Fluoreszieren gebracht.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Offenes Verfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 135-385457
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: RuV-11000-2022-187
Bezeichnung des Auftrags:
Demonstration Photoelektrischer Effekt
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
22/12/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Effektschmiede GmbH
Postanschrift: Roonstraße 61
Ort: Köln
NUTS-Code: DEA23 Köln, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 50674
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 27 730,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Hinweis gemäß § 11 a (3) VgV:
Die zur Nutzung der e-Vergabe-Plattform einzusetzenden elektronischen Mittel sind
die Clients der e-Vergabe-Plattform und die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-
Plattform. Diese werden über die mit„Anwendungen“ bezeichneten Menüpunkte auf
www.evergabe-online.de zur Verfügung gestellt. Hierzugehören für Unternehmen
der Angebots-Assistenten (AnA) und der Signatur-Client für Bieter (Sig-Client)
fürelektronische Signaturen. Die technischen Parameter zur Einreichung von
Teilnahmeanträgen, Angeboten undInteressensbestätigungen verwendeten
elektronischen Mittel sind durch die Clients der e-Vergabe-Plattform und die
Elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform bestimmt. Verwendete
Verschlüsselungs- und Zeiterfassungsverfahren sind Bestandteil der Clients der e-
Vergabe-Plattform sowie der Plattform selber und der elektronischen Werkzeuge der
e-Vergabe-Plattform. Weitergehende Informationen stehen auf https://www.
evergabe-online.info bereit.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern - Vergabekammer Südbayern
Postanschrift: Maximilianstr. 39
Ort: München
Postleitzahl: 80534
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 89-21762411
Fax: +49 89-21762847
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Sofern sich ein am Auftrag interessierter Bieter durch Nichtbeachtung der
Vergabevorschriften in seinenRechten verletzt sieht, ist gem. § 160 Abs. 3 Nr. 1
GWB der Verstoß gegen Vergabevorschriften innerhalbeiner Frist von 10
Kalendertagen bei der Vergabestelle des Deutschen Museums zu rügen. Verstöße
gegenVergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind,
sind gem. § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB spätestens bis Ablauf der in der
Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabebei
der Vergabestelle zu rügen. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den
Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind gem. § 160 Abs. 3 Nr. 3 GWB spätestens
bis zum Ablauf der Frist zurBewerbung oder zur Angebotsabgabe bei der
Vergabestelle zu rügen.
Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann gem. § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB
innerhalb von 15 Tagen nachEingang der Mitteilung des Auftraggebers ein
Antrag auf Nachprüfung bei der Vergabekammer gestellt werden.Gem. § 134
GWB werden Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, in
Textform informiert. EinVertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung der
Information geschlossen werden. Wird die Informationauf elektronischen Weg
oder per Fax versendet, verkürzt sich die Frist auf 10 Kalendertage. Die Frist
beginntam Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber.
VI.4.4.
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern - Vergabekammer Südbayern
Postanschrift: Maximilianstr. 39
Ort: München
Postleitzahl: 80534
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 89-21762411
Fax: +49 89-21762847
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
14/08/2023