Beschreibung der Beschaffung
Die TH OWL beabsichtigt, ein zeitgemäßes elektronisches Zutrittskontroll- und Schließsystem an ihren drei Standorten für 24 Gebäude zu implementieren. Das Projekt soll in drei Projekt- bzw. Auftragsstufen realisiert werden:
I. Projekt- / Auftragsstufe I 2022 (Beauftragung mit Zuschlagserteilung)
Installation des Hintergrundsystems, Schaffung Schnittstellen und Etablierung digitale Geschäftsprozesse, Montage Online-Schließkomponenten an allen vorhandenen Außentüren und bes. schützenswerten Innentüren (ca. 22 Türen). Montage Offline-Komponenten an je einem in Lemgo und in Detmold (ca. 99 Türen). Ausstattung von ca. 9 Türen mit Blindzylindern. Das elektronische Schließsystem wird in Gebäude 9 als Pilotprojekt betrieben.
II. Projekt- / Auftragsstufe II 2022
Montage Online-Schließkomponenten an allen Außentüren von Gebäuden, die im Jahr 2022 fertiggestellt werden (ca. 160 Türen), Montage Offline-Komponenten an allen Innentüren von Räumen, die von einer hohen Anzahl an Personen betreten werden, Montage Schließkomponenten an allen Innentüren von Räumen, die von sicherheitsrelevanten Organisationseinheiten genutzt werden und von Laboren der Fachbereiche und Institute sowie von PC-Pools (ca. 30 Türen).
III. Projekt- / Auftragsstufe III 2023 - 2025
Montage Online-Schließkomponenten an allen Außentüren von Gebäuden, die bis zum Jahr 2025 fertiggestellt werden (ca. 44 Türen), Montage Offline-Komponenten an allen verbliebenen Innentüren (ca. 1.155 Türen). Ausstattung von ca. 13 Türen sind mit Blindzylindern.
In der letzten Ausbaustufe - nach Erbringung der Leistungen der Auftragsstufe III - sollen somit ca.1.510 Türen mit elektronischen Schließkomponenten und ca. 22 Türen mit Blindzylindern ausgerüstet sein. Der Umset-zungszeitraum des Gesamtprojektes wird auf 5 Jahre geschätzt.
Das Schließsystem muss Zugänge im Außenbereich sowie sensiblen Bereichen durch Online-Komponenten und Türen im Innenbereich überwiegend mit Offline-Komponenten sichern. Als Schließmedium kommt zunächst eine MIFARE DESFire-Chipkarte EV1 mit 8 kb Speicherkapazität zum Einsatz. Für die Chipkarten-Anwendung "Zutrittskontrolle" steht maximal ein 4 kb großer Speicherbereich auf dem Kartenchip zu Verfügung. Bereits im ersten Projektschritt ist eine voraussichtliche Gesamtanzahl von ca. 8.000 Personen zu berücksichtigen, die ihre Chipkarte als Zutrittsmedium nutzen. Im weiteren Verlauf soll neben der Chipkarte eine Smartphone-basierte Applikation (Android und iOS) zum Einsatz kommen, mit der Schließungen an allen verbauten Schließkomponenten möglich ist.
Das Schließsystem muss sicherheitstechnische und spezifische organisatorische Aufgaben wirtschaftlich lösen und gleichzeitig Anforderungen an Systemintegration, Datenschutz und Datenverwaltung berücksichtigen. Das Schließsystem muss mindestens unidirektional (wünschenswert ist eine bidirektionale Kommunikation, diese wird als Zuschlagskriterium bei den Systemanforderungen bewertet) mit dem IDM Daten austauschen können (beispielsweise für Sperrung / Entsperrung).
Die gesamte Projektumsetzung (Lieferung Hard- und Software, Installation, Inbetriebnahme, Schulung, Abnahme, Wartung) ist - die Beauftragung aller drei Auftragsstufen unterstellt - durch den zukünftigen Auftragnehmer zu realisieren.
Einzelheiten der ausgeschriebenen Leistung sind den Vergabeunterlagen, insbesondere dem Leistungsverzeichnis zu entnehmen.