549308-2023 - ErgebnisDeutschland-München: Technische Planungsleistungen für maschinen- und elektrotechnische Gebäudeanlagen
OJ S 175/2023 12/09/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: MGH - Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH
Postanschrift: Gollierstr. 70-V
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 80339
Land: Deutschland
E-Mail: freiham@mgh-muc.de
Telefon: +49 8954092522
Fax: +49 8954092530
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.mgh-muc.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Andere: Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Wirtschaft und Finanzen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Neubau Gewerbehof Freiham
Referenznummer der Bekanntmachung: 2023/S 070-206425
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71321000 Technische Planungsleistungen für maschinen- und elektrotechnische Gebäudeanlagen
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8 entsprechend HOAI Teil 4, Abschnitt 2, Leistungsphasen 1-9. Besondere Leistungen sind dem Vertragsentwurf zu entnehmen.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 864 700,00 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung: Erfüllungsort für die Leistungen des Auftragnehmers ist die Baustelle in 81249 München-Freiham, soweit die Leistungen dort zu erbringen sind, im Übrigen der Sitz der Auftraggeberin.
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die MGH - Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH ist eine Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt München. Sie fördert den Erhalt von Klein- und Mittelbetrieben in der Landeshauptstadt München, unterstützt Existenzgründungen und betreibt derzeit neun Gewerbehöfe und ein Technologiezentrum. In der Centa-Hafenbrädl-Straße 50 im Stadtbezirk 22 Aubing-Lochhausen-Langwied, Bezirksteil Freiham soll mit dem Gewerbehof Freiham ein weiterer Standort realisiert werden. Der Gewerbehof mit einer Bruttogrundfläche (BGF) von etwa 24.000 m² inklusive Tiefgarage soll zur Lebendigkeit des Stadtteils beitragen, dem gewerblichen Mittelstand die Möglichkeit einer Existenzgründung bieten sowie Handwerks- und Produktionsbetriebe aufnehmen. Die Betriebe sollen auch in der verdichteten Bauweise optimale Räumlichkeiten vorfinden, u.a. durch eine hohe Deckenbelastbarkeit (ca. 1.500 kg/m² im KG, EG und 1. OG, in den weiteren Obergeschossen ca. 1.000 kg/m²), Lastenaufzüge und Anlieferzonen. Den zukünftigen Mietern wird mit dem Bau die notwendige Infrastruktur zur Einrichtung individuell ausgebauter Betriebe bereitgestellt. Die Geschossflächen werden in einheitliche Parzellen mit einer Standardgröße von etwa 40 m² aufgeteilt, die jeweils einen eigenen Zugang von der internen Erschließung und Anschlüsse an die Medienversorgung erhalten. Je nach Flächenbedarf der Mieter können diese mehrere Parzellen zu einer Mieteinheit zusammenfassen. Der Neubau wird als erweiterter Rohbau mit Fassaden errichtet. Dabei werden die Erschließungsflächen und gemeinschaftlich genutzten Flächen vollständig fertiggestellt und die Gebäudehülle geschlossen. Der Innenausbau in den vermieteten Flächen findet seitens der Mieter statt und wird durch wechselnde Mieter auch fortlaufend verändert und angepasst. Auch der Ausbau der Technischen Ausrüstung (mit Ausnahme der Wärmeversorgung) erfolgt durch die Mieter, da die Anforderungen je nach Nutzung stark variieren. Eine besondere Herausforderung der Planung besteht darin, eine intelligente Versorgungsstruktur vorzusehen, die eine effiziente Medienerschließung mit kurzen Leitungswegen für die Mietparzellen gewährleistet.
Zur Optimierung der Planung hat die Auftraggeberin einen Realisierungswettbewerb durchgeführt. Als Information liegt der Wettbewerbsbeitrag des 1. Preisträgers, der bereits mit der Planung beauftragt wurde, der Bekanntmachung bei. Der Entwurf schlägt eine gemischte Bauweise mit Untergeschoss und Kernen in Stahlbeton, Holz-Beton-Verbunddecken und Fassaden und Stützen in Holz vor. Die Konstruktion soll im weiteren Entwurfsprozess ergebnisoffen in Varianten untersucht werden.
Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8 entsprechend HOAI Teil 4, Abschnitt 2, Leistungsphasen 1-9 für den Neubau. Besondere Leistungen sind dem Vertragsentwurf zu entnehmen.
Die Beauftragung erfolgt nach § 55 HOAI stufenweise. Im Auftragsfall wird als erste Stufe die Leistungsphase 1 und 2 beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet die Auftraggeberin im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden.
Nach derzeitigem Kenntnisstand werden entsprechend HOAI Anlage 15 „Objektliste Technische Ausrüstung“ die Honorarzonen für die Anlagengruppen wie folgt eingestuft:
Anlagengruppe 1, 2, 3 - Honorarzone II, Mindestsatz
Anlagegruppe 8 - Honorarzone III, Mindestsatz.
Nach derzeitigem Kenntnisstand geht die Auftraggeberin von folgenden Kostenansätzen (netto) aus:
- KGr 410 ca. 1.590.000 EUR
- KGr 420 ca. 2.150.000 EUR
- KGr 430 ca. 1.940.000 EUR
- KGr 480 ca. 150.000 EUR
Der Planungsbeginn erfolgt unmittelbar nach der Auftragserteilung. Der Bauantrag soll voraussichtlich im Mai 2024 eingereicht werden. Mit der Durchführung der Baumaßnahme soll im Herbst 2025 begonnen werden, die Fertigstellung und Inbetriebnahme soll bis Herbst 2028 erfolgen.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Projektteam - Qualifikation und Erfahrung, Verfügbarkeit und Präsenz vor Ort / Gewichtung: 35
Qualitätskriterium - Name: Auftragsbezogene Qualitätssicherung / Gewichtung: 35
Kostenkriterium - Name: Honorarangebot / Gewichtung: 30
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2023/S 070-206425
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Fachplanung Technische Ausrüstung für die Anlagengruppen 1, 2, 3 und 8 entsprechend HOAI Teil 4, Abschnitt 2, Leistungsphasen 1-9. Besondere Leistungen sind dem Vertragsentwurf zu entnehmen.
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
01/08/2023
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Ingenieurbüro Kinast GmbH
Postanschrift: Leonrodstr. 61
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 80636
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 892 000,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 864 700,00 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer (§ 156 GWB): Regierung von Oberbayern, Vergabekammer Südbayern
Postanschrift: Maximilianstraße 39
Ort: München
Postleitzahl: 80538
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 89/2176-2411
Fax: +49 89/2176-2847
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Der Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit der/die Antragsteller/in den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber der Auftraggeberin nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; Verstöße gegen
Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber der Auftraggeberin gerügt werden; Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe. Der Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung der Auftraggeberin, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
07/09/2023