Beschreibung der Beschaffung
Die Evang.-Luth. Kirche St. Marien in Markt Thalmässing (Landkreis Roth, Regierungsbezirk Mittelfranken) muss dringend saniert werden, um Bausubstanz und Funktionsfähigkeit zu erhalten.
Die Kirche St. Marien wurde 1712/13 unter dem Ansbachischen Hofbaudirektor Gabriel de Gabrieli von Lorenzo Salle erbaut. Dabei wurde der vorhandene gotische Turm wiederverwendet.
Ende der 1980er Jahre wurde das Kirchenschiff in zwei Stockwerke unterteilt und um einen Anbau erweitert. Dadurch sind im EG Räume für die Gemeindearbeit und im 1. OG ein flexibler Sakral- und Veranstaltungsraum entstanden.
Aufgrund von Mängeln im Dachtragwerk und Setzungen des Langhauses bildeten sich vor mehr als 10 Jahren Risse an den Anschlüssen zwischen Langhaus und Turm. Da der Erhalt des Gebäudes von der Kirchengemeinde finanziell nicht allein geleistet werde kann, soll das Haus profaniert und künftig mit der Kommune Thalmässing gemeinsam genutzt werden.
Das Quartier um die denkmalgeschützte Kirche St. Marien befindet sich in zentraler Lage am Marktplatz. Das Kirchengebäude ist das bauliche Zentrum des Ortes und hat identitätsstiftenden und ortsbildprägenden Charakter.
Das Quartier um St. Marien ist Teil eines städtebaulichen Sanierungsgebietes, für das ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erstellt wurde. Ziel ist die Revitalisierung des Quartiers.
Folgendes Raumnutzungsprogramm ist gefordert:
- im 1. OG ein Saal für max. 100 Personen für unterschiedliche Anlässe flexibel nutzbar,
- im EG ein Foyer für den Saal, abtrennbar und flexibel nutzbar auch als Besprechungs-, Jugend- oder Gemeinderaum,
- im EG ein Pfarrbüro,
- eine Küche,
- WCs, gemeinsam genutzt durch die einzelnen Bereiche.
Alle Räume sollen barrierefrei zugänglich sein.
Das Gebäude soll an ein mit regenerativer Energie betriebenem Nahwärmenetz angeschlossen werden.
Der Anbau aus den 1980er Jahren soll aus städtebaulichen Gründen abgebrochen werden.
Für das Gesamtbauvorhaben stehen dem Auftraggeber begrenzte finanzielle Mittel für sämtliche Bau- und Baunebenkosten (Kostengruppen 200-700) in Höhe von brutto EUR 2,85 Mio. zur Verfügung (Gesamtbudget). Vom Planungsteam wird erwartet, dass es seine Leistungen so erbringt und insbesondere so plant, dass damit das Gesamtbudget eingehalten werden kann.
Baubeginn soll 2024 sein, die Fertigstellung 2025 erfolgen.