Beschreibung der Beschaffung
Der LP-Gehalt in Fahrbahndeckenbetonen wird für gewöhnlich durch einen Luftgehaltsprüfer (LP-Topf) nachgewiesen. Mit dieser Prüfmethode kann zwar rasch und frühzeitig der LP-Gehalt im Frischbeton abgeschätzt werden, jedoch ist zu berücksichtigen, dass es sich hierbei wie bei den Festbeton-Kennwerten nur um einen indirekten Kennwert für den Frost-Tausalz-Widerstand handelt.
Aus der Praxis wird vermehrt berichtet, dass die anhand der üblicherweise eingesetzten LP-Töpfe ermittelten LP-Gehalte großen Schwankungen unterliegen. Versuche zeigten, dass der LP-Gehalt bei korrekter Kalibrierung des LP-Topfes nicht nur von einer Vielzahl an Faktoren teilweise stark beeinflusst werden kann, sondern auch von dem jeweiligen Prüfgerät selber abhängig zu sein scheint. Das ist insofern hervorzuheben, da die verschiedenen LP-Töpfe trotz unterschiedlicher konstruktiver Details jedoch alle nach demselben Messprinzip funktio-nieren.
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes ist die Präzision der in der Praxis gewöhnlich einge-setzten und allgemein der auf dem Markt befindlichen LP-Prüfgeräte in Abhängigkeit von der Betontechnologie und des Prüfprozesses zu untersuchen. Dabei soll das Augenmerk nicht nur auf Luftgehaltsprüfer gemäß den einschlägigen Normen und Regelwerke gelegt, sondern auch internationale Luftgehaltsprüfer sowie alternative Prüfmethoden untersucht und auf ihre Leistungsfähigkeit überprüft werden. Anhand der zu gewinnenden Erkenntnisse soll neben der generellen Messgüte der Luftgehaltsprüfer auch Einflussfaktoren auf die Messwertbildung beschrieben werden.
Für die gerätetechnischen Vergleichsuntersuchungen ist ein Verfahren zu konzipieren, mit dem der tatsächliche Luftgehalt im Frischbeton unter Laborbedingungen präzise bestimmt werden kann. Mit Hilfe dieses konzipierten Verfahrens soll die Messgüte der mit den unter-schiedlichen Luftgehaltsprüfern ermittelten Luftgehalte auch unter Variation betontechnologi-scher Parameter objektiv bewertet werden. Als Grundlage sind Untersuchungen vorgeschal-tet, in denen die maßgeblichen Einflüsse auf die Messwertbildung eruiert werden sollen.