Beschreibung der Beschaffung
Kurze Beschreibung des Gesamtbauvorhabens:
Die Wärme Hamburg GmbH plant mit dem "Projekt FWS-West", eine Fernwärmetransportleitung als Neubau von der neu geplanten Erzeugungsanlage am Standort Dradenau, (KWK-Anlage Dradenau) Dradenaustraße, durch das Hafengelände Waltershof, in einem neuen Tunnelbauwerk unter der Elbe hindurch bis zum bestehenden Fernwärme-Weststrang in Hamburg-Bahrenfeld in der Notkestraße zu verlegen und dort anzuschließen. Im Regelfall erfolgt die Verlegung der Fernwärmetransportleitung erdverlegt im Straßenbereich. Die Herstellung erfolgt in offener Bauweise.
Die FWS-West (Gesamtbaumaßnahme) hat folgende technischen Kennzahlen:
- Leitungslänge der Fernwärmetrasse ca. 7,6 km
- Fernwärmetrasse bestehend aus 2 Rohren KMR DN 800/1100 (Vor- und Rücklauf)
- Transportmedium - vollentsalztes Wasser gem. AGFW Arbeitsblatt FW 510
- Auslegungsdruck erdverlegte Leitungen 25 bar(Ü) / Elbquerung 29 bar (Ü)
- Auslegungstemperatur Vor- und Rücklaufleitung 140 °C
Das Gesamtbauvorhaben ist in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt, wovon der Abschnitt der Elbquerung mittels begehbaren Tunnel und die zugehörigen Start- und Zielschächten inkl. der zugehörigen erdverlegten Anschlüsse an die Anbindungspunkte in diesem Vergabeverfahren behandelt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die nördlich und südlich anschließenden erdverlegten Abschnitte in getrennten Vergabeververfahren behandelt.
Der Abschnitt Tunnel (Gewerk T1) soll Mitte 2021 begonnen und in 2024 beendet werden.
Beschreibung Abschnitt (Tunnel / Elbquerung)
Der Abschnitt Tunnel / Elbquerung Gewerk T1 beinhaltet im Wesentlichen den Start- und Zielschacht sowie die Tunnelkonstruktion inkl. der zugehörigen erdverlegten Anschlüsse an die Anbindungspunkte.
Leitungslänge der Fernwärmetrasse ca. 1,5 km bestehend aus:
- ca. 250 m erdverlegte KMR-Trasse DN 800/1100
- ca. 1,25 km Stahlrohr-Trasse DN 800 mit 150 mm Dämmung und Blechummantelung in den Abschnitten Tunnel und Schachtbauwerke. Davon reine Tunnelstrecke von ca. 1,16 km
Kurzbeschreibung wesentlicher Konstruktionselemente
Die wasserdichten Baugruben der Start- und Zielschächte sind als Schlitzwandkonstruktion mit rückverankerter Unterwasserbetonsohle geplant. Die Baugrube für den Startschacht besitzt eine Tiefe von ca. 30 m unter Gelände und einen Außendurchmesser von ca. 25 m. Die Baugrube des Zielschachtes weist eine Tiefe von ca. 35 m unter Gelände und einen Außendurchmesser von ca. 16 m auf. Der Tunnel wird als Tübbingvortrieb aufgefahren. Nach Fertigstellung der Baugruben und des Tunnels werden in den Baugruben die jeweiligen Schachtbauwerke in WU-Bauweise errichtet. In den Schachtbauwerken werden nach der jeweiligen Fertigstellung, Treppenturm, mehrere Zwischenebene aus Stahl sowie die gesamte Fernwärmetechnik (Rohrleitung, Absperrarmaturen, Entlüftung, Steuerung etc.) inkl. aller erforderlichen Nebeneinrichtungen installiert. Oberhalb des Geländes erhält der Startschacht ein kleines Betriebsgebäude zur Steuerung der Anlage.
Wesentliche Teilgewerke/Leistungen
- Ausführungsplanung
- Kampfmittelsondierung
- Vermessung / Aufmaß
- Spezialtiefbau
- Rohbau
- Tunnelbau / Tübbingvortrieb (EPB)
- Stahlbau
- Brandschutz / Ausbau
- Rohrleitungsbau / Fernwärmeleitung / Fernwärmetechnik
- Installation TGA-Technik
- Außenanlage / Freianlagen
- Verkehrsanlagen
- Abdichtungsarbeiten
- Erdbauarbeiten
- Abbruch und Abtransport