559529-2021 - ErgebnisDeutschland-Bonn: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
OJ S 212/2021 02/11/2021
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Postanschrift: Rochusstr. 1
Ort: Bonn
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Zentrale Vergabestelle
E-Mail: zentrale-vergabestelle@bmas.bund.de
Telefon: +49 228-995272812
Fax: +49 228-995272253
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: http://www.bmas.bund.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde einschließlich regionaler oder lokaler Unterabteilungen
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Sozialwesen

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Forschungsvorhaben „Beitrag von Systemen der Mindestsicherung zur sozialen Resilienz in Krisenzeiten im europäischen Vergleich“
Referenznummer der Bekanntmachung: Zb1-04812-6/33
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Mindestsicherungssysteme (MiSS) spielen eine wichtige Rolle bei der Eindämmung von Armutsrisiken sowie der Befähigung und Teilhabe der am stärksten benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Insbesondere die Covid-19 Pandemie hat die Bedeutung von leistungsfähigen soziale Sicherungssystemen noch einmal unterstrichen. Zwar sind MiSS inzwischen Bestandteil der sozialen Sicherung in allen EU Mitgliedstaaten, jedoch mit unterschiedlicher Ausgestaltung und Einbettung in den jeweiligen Wohlfahrtsstaat.
Der Frage, welchen Beitrag MiSS insbesondere in Krisenzeiten zur sozialen Resilienz leisten, ist die bisherige Forschung noch nicht in vollem Umfang nachgegangen. Hierfür erscheinen sowohl gesamtwirtschaftliche Effekte durch Einkommensstabilisierung und Integration in den Arbeitsmarkt als auch die Reduktion von Armutsrisiken und ihrer ökonomischen und gesellschaftlichen Folgekosten von Relevanz.
Die zu erstellende Studie soll den Beitrag von Mindestsicherung zur sozialen Resilienz anhand des Vergleichs vertiefender Länderfallstudien ausgewählter EU-Mitgliedstaaten untersuchen.
In einem ersten Modul soll in vier Länderfallstudien, exemplarisch für die unterschiedlichen Modelle der Sozialschutzsysteme in den EU Mitgliedstaaten, die institutionelle Rolle des MiSS im jeweiligen Wohlfahrtsstaat bestimmt und Bezüge zwischen der Ausgestaltung der zentralen Dimensionen und der übergeordneten Funktion des MiSS hergestellt werden. Zu den zentralen zu untersuchenden Dimensionen von MiSS zählen insbesondere Generosität, Zugang, Konditionalität, Aktivierung und begleitende soziale Dienstleistungen. Dabei sollen sozioökonomische Entwicklungen und Reformpfade seit der Finanzkrise 2008/2009 einbezogen werden.
In einem zweiten Modul sollen verschiedene Dimensionen des Beitrags von MiSS zur sozialen Resilienz in den ausgewählten Ländern und falls möglich, auch in weiteren EU-Ländern empirisch untersucht werden. Zu den zu untersuchenden zentralen Dimensionen zählen die Reduktion von Armutsrisiken und sozialer Ausgrenzung, Arbeitsmarktintegration sowie der stabilisierende Effekt auf Einkommen.
Eine auf Mikrodaten (z.B. EU-SILC) basierende empirische Analyse soll dabei zunächst auf Basis von langen Zeitreihenbetrachtungen (2007 bis 2020) untersuchen, wie sich die Effektivität der MiSS über Zeit und im Lichte von Reformen verändert hat und ob sich etwa länderspezifische Stärken und Schwächen feststellen lassen. Darüber hinaus soll eine Simulation (auf Basis eines Steuer-Transfer-Modells in Kombination mit Mikrodaten) von länderübergreifend einheitlichen Krisenszenarien Erkenntnisse darüber liefern, wie die MiSS sich bei einem vergleichbaren Schock verhalten. Die Ergebnisse der empirischen Analyse sollen mit den Erkenntnissen aus Modul 1 verknüpft werden um so ein vertieftes Verständnis für den Beitrag von MiSS zur sozialen Resilienz und die Stärken und Schwächen unterschiedlicher MiSS-Modelle und der jeweiligen institutionellen Einbettung zu erlangen.
Bitte beachten Sie die ausführliche Leistungsbeschreibung in den Teilnahmeunterlagen unter P1 02
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 187 210,37 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
siehe hierzu die beigefügten Teilnahmeunterlagen P1 02
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: Qualität / Gewichtung: 55
Qualitätskriterium - Name: Zweckmäßigkeit / Gewichtung: 15
Preis - Gewichtung: 30
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Näheres zur inhaltlichen Option finden Sie detailliert in den Teilnahmeunterlagen Lesitungsbeschreibung P102
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2021/S 108-285017
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: Zb1-04812-6/33
Bezeichnung des Auftrags:
Forschungsvorhaben „Beitrag von Systemen der Mindestsicherung zur sozialen Resilienz in Krisenzeiten im europäischen Vergleich“
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
28/10/2021
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 1
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 1
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH
Ort: Bonn
NUTS-Code: DEA22 Bonn, Kreisfreie Stadt
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 250 000,00 EUR
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 187 210,37 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bitte beachten Sie das im Rahmen eines Teilnahmewettbewerbs keine weiteren Unterlagen über die beigefügten Dokumente hinaus versandt werden. Maßgeblich ist alleine der Inhalt dieser Bekanntmachung sowie die beigefügten Teilnahmeunterlagen. Die Erteilung des Auftrages steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel. Teilnahmeanträge sowie die späteren Angebote sind in deutscher Sprache zu verfassen.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammern des Bundes
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Zuständig für die Nachprüfung von Vergabeverfahren ist das
Bundeskartellamt - Vergabekammern des Bundes
Villemombler Str. 76
53123 Bonn
Tel.: +49 228/9499-0
Fax: +49 228/9499-163
Gemäß § 160 GWB müssen erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb von 10 Tagen bei der Vergabestelle des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Rochusstraße 1, 53123 Bonn, gerügt werden.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, müssen spätestens bis Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, müssen spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Angebotsabgabe oder zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Rügen sind in elektronischer Form über die E-Vergabeplattform des Bundes einzureichen.
Hilft die Vergabestelle der Rüge nicht ab, kann ein Antrag auf Nachprüfung beim Bundeskartellamt unter der o.g. Anschrift innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, gestellt werden. Der Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit die Voraussetzungen von § 160 GWB vorliegen.
Ferner wird auf die Vorschriften der §§ 134, 135 GWB hingewiesen.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
28/10/2021