Kurze Beschreibung
Die FMS Wertmanagement AöR (FMS-WM) ist für das Verfahren verantwortliche öffentliche Auftraggeberin im Sinne von Ziffer I.1) der Auftragsbekanntmachung vom 01. September 2020.
Aus den zu vergebenden Rahmenvereinbarungen bezugsberechtigt sind neben der FMS-WM auch die FMS Wertmanagement Service GmbH (FMS-SG) sowie optional auch die DEPFA BANK plc und andere mit der FMS Wertmanagement AöR derzeit oder künftig verbundene Unternehmen im Sinne von §§ 15 ff. Aktiengesetz (AktG).
Die FMS-WM ist eine organisatorisch und wirtschaftlich selbstständige, teilrechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts innerhalb der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA).
Die FMS-WM übernahm zum 1. Oktober 2010 von der Hypo Real Estate Holding AG und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften im In- und Ausland (zusammen die HRE-Gruppe).
Die FMS-SG, eine 100% Tochter der FMS-WM, agiert als Servicedienstleister für die FMS-WM für deren Portfolio sowie der zugehörigen Refinanzierungsmittel. Die FMS-SG verfügt über Zweigniederlassungen in New York und Dublin, wobei die Zweigniederlassung in New York bis voraussichtlich Ende des Jahres 2022 geschlossen werden soll.
Eine weitere strategische Beteiligung der FMS-WM stellt die DEPFA-Bankengruppe dar. Die FMS-WM beabsichtigt, 100 % der Anteile an der DEPFA BANK plc in einem offenen, transparenten, kompetitiven und diskriminierungsfreien Auktionsverfahren zu veräußern. Die Verkaufsanzeige finden Sie unter folgendem Link:
https://www.fms-wm.de/de/presse/506-verkaufsanzeige.
Derzeit ist die IT der Auftraggeberin größtenteils an einen General-Dienstleister ausgelagert. Ein zweiter Dienstleister übernimmt Teilbereiche, insbesondere die End-User-Infrastruktur der Auftraggeberin. Die Steuerungseinheit (IT Retained Organisation) zur Überwachung der erbrachten IT-Leistungen befindet sich im Wesentlichen in der Tochtergesellschaft der Auftraggeberin FMS-SG.
Das von der Auftraggeberin verwaltete Wertpapier-Portfolio wird in den kommenden Jahren weiter schrumpfen. Daher ist eine Flexibilisierung der IT-Kosten sowie der Wechsel zu einem dynamischeren und agileren IT-Betriebsmodell erforderlich.
Die FMS-WM verfolgt das Ziel einer Neuordnung der IT-Auslagerungen unter Berücksichtigung zukunftsfähiger Dienstleistungsschnitte (ggf. auch Cloud) sowie eine Reduktion und Flexibilisierung der Verwaltungsaufwände. Dazu trägt auch die weitere Vereinfachung der Applikationslandschaft bei.
Die zu vergebenden Rahmenvereinbarungen beinhalten primär Leistungen für die FMS-WM und die FMS-SG. Optional sind auch Leistungen gegenüber der DEPFA BANK plc und weiteren mit der FMS-WM nach §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen möglich.
Der Auftrag soll an Dienstleister vergeben werden, die die Bereitstellung, den Betrieb und die Betreuung von IT-Infrastruktur und Applikationen für den reibungslosen Geschäftsbetrieb der FMS-WM sowie der FMS-SG (und ggf. weiterer Tochter- oder Enkelgesellschaften) sicherstellen. Der Geschäftsbetrieb umfasst die Bestandsführung und Abwicklungsleistungen für das Portfolio der FMS-WM.
Die Ausschreibung stellt ein sog. Second Generation Outsourcing für die FMS-WM an ihrem einzigen Standort in München und für die FMS-SG an den Standorten Unterschleißheim und Dublin dar. Dabei wird ein sog. Multi-Provider-Ansatz verfolgt.
Die zeitliche Planung der FMS-WM sieht vor, das Vergabeverfahren bis Oktober 2021 abzuschließen. Die Verträge mit den heutigen Dienstleistern enden im Oktober 2022 bzw. Anfang November 2022. Für die Transition der Leistungen, die den Know-how-Transfer sowie den Aufbau und das Testing der durch den neuen Dienstleister zu verantwortenden Leistungsumfänge beinhaltet, steht somit ein Zeitraum von etwa einem Jahr zur Verfügung.
Die spezifischen Anforderungen sowie Rahmenbedingungen zu Los 1 - 4 sind unter Punkt II.2 aufgelistet. Weitere Informationen sind in den Bewerbungsbedingungen 00-V02 zu finden.