Zusätzliche Angaben
AUFTRAG
Die Ausloberin wird, wenn die Aufgabe realisiert wird, unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts, einem:einer der Preisträger:innen die für die Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs notwendigen weiteren Planungsleistungen übertragen. Die Verfasser:innen, der im Wettbewerb mit Preisen prämierten Arbeiten, werden als Bieter:innen zu einem Verhandlungsverfahren nach VgV eingeladen.
Bei einstimmigem Beschluss des Preisgerichts wird die Auftragsverhandlung zuerst nur mit dem:der ersten Preisträger:in geführt. Sollte die Exklusivverhandlung mit dem:der ersten Preisträger:in scheitern, können die Verhandlungen auch mit den weiteren Preisträger:innen aufgenommen werden.
Arbeitsgemeinschaften aus dem Wettbewerb treten im VgV-Verfahren als Bietergemeinschaften auf. Bietergemeinschaften dürfen nach Abschluss des Wettbewerbs nicht erweitert werden. Eine Eignungsleihe kann jedoch über Subunternehmen erfolgen.
Eignungskriterien
Um für das Verhandlungsverfahren zugelassen zu werden, müssen Bieter:innen oder Bietergemeinschaften spät. 15 Kalendertage nach dem Abschluss des Wettbewerbs Eignungskriterien nachweisen. Bieter:innen bzw. die Bietergemeinschaften, die nicht die Eignungskriterien fristgerecht nachgewiesen haben, werden nicht zum Verhandlungsverfahren eingeladen.
Alle folgend benannten Eignungskriterien sind nachzuweisen:
1. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit: Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssumme für Architekt:innen über mind. 3.000.000 EUR für Personenschäden und 1.000.000 EUR für sonstige Schäden.
2. Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: Namentliche Benennung von mind. 3 technischen Mitarbeiter:innen für Architektur einschl. dem:der Büroinhaber:in / Geschäftsführer:in mit abgeschlossenem Studium der Architektur (Dipl.-Arch., Dipl.-Ing. (Arch), Master in Arch. an einer Universität oder FH) oder vergleichbarer Abschluss.
VERHANDLUNGSVERFAHREN
Eine Beurteilungskommission aus Vertreter:innen der Ausloberin führt ein Gespräch anhand eines Katalogs über die Zuschlagskriterien mit einer Wertungswichtung der einzelnen Kriterien. Nach dem Abschluss des Wettbewerbs wird den Bieter:innen zeitnah der Tag für das Verhandlungsverfahren und der Katalog mit den Zuschlagskriterien mit differenzierter Bepunktung der einzelnen Kriterien bekannt gegeben.
Zuschlagkriterien
Der Auftrag wird an eine:n Bieter:in oder eine Bietergemeinschaft vergeben, der:die alle Eignungskriterien fristgerecht nachgewiesen hat und der:die höchste Bewertung nach folgenden Zuschlagskriterien und Wichtung im Verhandlungsverfahren erreicht. Die Zuschlagkriterien sind in den Bewerbungsunterlagen aufgeführt.
Auftragsumfang
Die Ausloberin wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einen der Preisträger:innen mit den Planungsleistungen beauftragen,
- sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegen steht (§ 8 Abs. 2 RPW) und
- soweit und sobald die Wettbewerbsaufgabe realisiert werden soll.
Die Planungsleistungen umfassen
für den hochbaulichen Realisierungsteil gem. der Leistungsbilder der HOAI 2021 für Gebäude und Innenräume (§ 34ff HOAI).
Die Beauftragung erfolgt stufenweise
- zunächst in einer 1. Stufe für die LP 1 - 3
- in einer 2. Stufe nach Zuwendungsbescheid der Förderstelle für die LP 4 + 5
- sowie opt. in einer 3. Stufe für die LP 6 - 9.
Für den Fall, dass die Ausloberin aus wichtigem Grund teilweise oder vollständig von der Realisierung Abstand nimmt, stehen dem:der Teilnehmer:in aus einer Nichtbeauftragung keine finanziellen Ansprüche, z.B. auf etwaig entgangenen Gewinn oder Schadensersatz, zu.
Die Wettbewerbsteilnehmer:innen verpflichten sich im Falle einer Beauftragung durch die Ausloberin, die weitere Bearbeitung zu übernehmen und durchzuführen.