571923-2022 - Vorankündigung – DirektvergabeDeutschland-München: OP-Ausrüstung
OJ S 201/2022 18/10/2022
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Lieferungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber/Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Klinikum der Universität München
Postanschrift: Marchioninistrasse 15
Ort: München
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 81377
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Stabsstelle Vergabe
E-Mail: vergabestelle@med.uni-muenchen.de
Telefon: +49 89440077326
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.lmu-klinikum.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Einrichtung des öffentlichen Rechts
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Gesundheit

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Beschaffung eines OP-Robotiksystems zur Miete
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
33162100 OP-Ausrüstung
II.1.3.
Art des Auftrags
Lieferauftrag
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Das LMU Klinikum beabsichtigt für seine Kinderchirurgische Klinik und Poliklinik im Dr. Haunerschen Kinderspital ein OP-Robotiksystem anzuschaffen, das für die Dauer von drei Jahren gemietet werden soll.
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 0,01 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.2.
Weitere(r) CPV-Code(s)
33160000 Operationstechnik
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE212 München, Kreisfreie Stadt
Hauptort der Ausführung: München
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Die Klinik für Kinderchirurgie im Dr. von Haunerschen Kinderspital des LMU Klinikums möchte als erste universitäre Kinderchirurgie in Deutschland die Robotikchirurgie als chirurgische Standardmethode für vielfältige Indikationen der minimal-invasiven Chirurgie etablieren und die Robotik hierzu auch für das Neonatal- und Kleinkindesalter weiterentwickeln.
Technisches Anforderungen:
1. CE Zertifizierung: Allgemeine Chirurgie, Kinderchirurgie
2. Robotikeinheit/-arme: Modulares System mit Nutzung eigener Kameraressourcen (aufgrund der begrenzten Größe es kinderchirurgischen OP-Saals (ca. 44 qm) und der maximalen Deckentraglast (500 kg / qm) wird ein modulares System benötigt mit der Möglichkeit der flexiblen Platzierung der Module am Patienten sowie eines einfachen Transfers zwischen OP-Sälen. Da der gesamte kinderchirurgischer OP durch die Fa. Storz ausgestattet ist, muss ein 3 mm Kamerasystem der Fa. Storz durch das Robotiksystem nutzbar sein. Davon könnte nur abgewichen werden, wenn 3mm Kamerasysteme kostenneutral zusätzlich zum Robotiksystem geleistet werden könnten. Eine einheitliche Instrumentenstruktur für Routineinstrumente ist eines unserer Beschaffungsziele, um das Risiko für Bedienfehler (etwa durch stetig wechselndes Pflegepersonal) zu minimieren.
3. Konsolendesign: Offenes Design mit ergonomischer Sitzgelegenheit (Im OP-Saal muss eine offene Kommunikation möglich sein. Offene Kommunikation bedeutet, dass der Chirurg das Robotiksystem stetig im Blick haben soll und aktiv mit dem Team dann auch kommuniziert, so als ob er am OP-Tisch stehen würde. Die Konsole soll direkt am Patienten im OP stehen, wofür ein offenes Konsolendesign notwendig ist. Gerade in der Säuglings- und Kleinkindchirurgie ist die Robotik gegenüber Eingriffen bei Erwachsenen und älteren Kindern noch wenig standardisiert. Daher muss der verantwortliche Chirurg größtmöglich nicht nur das OP-Feld, sondern auch den Patienten im Blick haben, um Risiken zu minimieren.
4. Fußtritt (um die Handlungsmöglichkeit und die Effizienz des Hauptoperateurs zu gewähren)
5. abwinkelbare & vielfach wiederverwendbare Instrumente (Abwinkelbarkeit erforderlich zur Erleichterung der Anastomisierung von Strukturen; aus Umweltschutzgründen sollten die Instrumente wiederverwertbar sein)
6. Instrumentengröße 3 & 5 mm Instrumente: Die Kinderchirurgie ist eine Domäne in der Säuglings- und Kleinkindchirurgie. Gerade dort soll das Robotiksystem genutzt und wissenschaftlich weiter evaluiert werden. Nur durch die Verwendung von 3 mm Instrumenten kann die Robotik n Konkurrenz zu den gängigen Verfahren treten. 90% der laparoskopischen und thorakoskopischen Chirurgie führt unsere Kinderchirurgie mit 3 mm Instrumenten oder sogar 2 mm Instrumenten und 3 mm Kamerasystemen durch. Der Fokus der beabsichtigten Robotikchirurgie liegt im Einsatz im Säuglings- und Kleinkindesalter.
7. Intelligente Tools & Haptik: Da die Klinik für Kinderchirurgie national als Vorreiter der digitalen Transformation des Fachgebiets gilt, wären auch bereits vorhandene oder zukünftige Systementwicklungen in Richtung intelligenter Tools (z.B. automatische Kamerasteuerung) wünschenswert. Auch die Möglichkeit eines haptischen Feedbacks für ein verbessertes Gewebeprofil wäre von Vorteil.
8. Vertraglich ist aufgrund der begrenzten zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel ein Mietvertrag mit anschließender Kaufoption geplant.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Preis
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: nein
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (für die unten aufgeführten Fälle)
  • Der Auftrag fällt nicht in den Anwendungsbereich der Richtlinie
Erläuterung:
Nach den vorliegenden Unterlagen und Informationen sind die Voraussetzungen
für ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach § 14 Abs. 4 Nr. 2 b) VgV (kein Wettbewerb aus technischen Gründen) gegeben.
Die technischen Anforderungen mit Begründungen wurden unter II.2.4 beschrieben.
Die Kinderchirurgie im Neonatal- und Kleinkindalter ist ein neues Anwendungsgebiet für die OP-Robotik. Die Klinik für Kinderchirurgie im Dr. Haunerschen Kinderspital beabsichtigt als erste universitäre Einrichtung in Deutschland die Robotikchirurgie als Standardmethode für vielfältige Indikationen der minimal-invasiven Chirurgie zu etablieren. Für den beabsichtigten Einsatz im Neonatal- und Kleinkindalter muss das gesuchte System zwingend eine CE-Zertifizierung für die Kinderchirurgie aufweisen sowie die beschriebenen 3 & 5 mm abwinkelbaren Instrumente anbieten. Aufgrund der baulichen Beschaffenheit der OP-Säle ist das beschriebene modulare System erforderlich. Weil es sich um einen neuen Anwendungsbereich der OP-Robotok handelt, ist letztlich ein offenes Konsolendesign erforderlich.
Die dargelegten technischen Voraussetzungen werden nur von einem einzigen Hersteller, nämlich Assensus, und ausschließlich im Direktvertrieb angeboten. Dies wurde im Vorfeld zu dieser ex-ante Transparenzbekanntmachung durch eine europaweite Markterkundung festgestellt.
Insofern ist von einer technischen Alleinstellung auszugehen.
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: ja
IV.2.
Verwaltungsangaben

Abschnitt V: Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe

Bezeichnung des Auftrags:
Beschaffung eines OP-Robotiksystems zur Miete zur Verwendung in der Kinderchirurgie
V.2.
Auftragsvergabe/Konzessionsvergabe
V.2.1.
Tag der Zuschlagsentscheidung
13/10/2022
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein
V.2.3.
Name und Anschrift des Auftragnehmers/Konzessionärs
Offizielle Bezeichnung: Asensus Surgical Europe S.à.r.l.,
Postanschrift: Via Serafino Balestra 12
Ort: Lugano
NUTS-Code: CH07 Ticino
Postleitzahl: 6900
Land: Schweiz
E-Mail: cmeyer@asensus.com
Telefon: +31 655821000
Internet-Adresse: https://www.asensus.com/
Der Auftragnehmer/Konzessionär wird ein KMU sein: nein
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses/der Konzession
Gesamtwert des Auftrags/des Loses/der Konzession: 0,01 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Die Entscheidung für die Auftragsvergabe wurde am 13.10.2022 getroffen. Eine
Bezuschlagung erfolgt jedoch nicht vor Fristablauf nach § 135 Absatz 3 N3. 3 GWB.
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern – Vergabekammer Südbayern
Postanschrift: Lazarettstr.67
Ort: München
Postleitzahl: 80636
Land: Deutschland
E-Mail: vergabekammer.suedbayern@reg-ob.bayern.de
Telefon: +49 8921762411
Fax: +49 8921762847
VI.4.2.
Zuständige Stelle für Schlichtungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Siehe VI.4.1)
Ort: München
Land: Deutschland
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Gemäß § 135 Abs. 3 Nr. 3. GWB beträgt die Frist für die Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens nach § 160 Abs. 1 GWB und die Erwirkung eines vorläufigen Zuschlagsverbots durch die Vergabekammer nach § 169 Abs. 1 GWB 10 Kalendertage, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung (Bekanntmachung im Sinne von § 135 Abs. 3 GWB) im Amtsblatt der Europäischen Union.
VI.4.4.
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Straße 76
Ort: Bonn
Postleitzahl: 53113
Land: Deutschland
Telefon: +49 22894990
Fax: +49 2289499163
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
13/10/2022