Beschreibung der Beschaffung
Die Bestandsgebäude sowie die Außenanlagen wurden in den Jahren 1965-1969 nach den Entwürfen von Friedrich Helbrecht errichtet und stehen einschl. der Außenanlagen unter Denkmalschutz, so dass eine enge Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt erfolgen muss und eine denkmalrechtliche Genehmigung zu erstellen ist.
Alle Gebäude sind frei von Nutzung.
Für einen gesicherten Schulstart im Sommer 2024 für den ersten Zug der 5. Klassen einschl. Verwaltungsflächen wird der Umbau im Inneren des Gebäudes vorgezogen und in einem unterschwelligen Vergabeverfahren beauftragt. Die Außensanierung und weitere Umbauten nach der Interimsnutzung des Gebäudes A sind Bestandteil dieses Verfahrens.
Das Ensemble wurde in den 60er Jahren als Stahlbetonskelettbauten mit vorgehängter gedämmter Fassade errichtet. Die Fenster- und Türkonstruktionen sind aus Aluminium hergestellt. Bei den Dächern handelt es sich um bituminöse Flachdachflächen.
Die Gebäude A und D zeichnen sich durch eine große Eingangshalle mit umlaufenden offenen Fluren zu der Halle aus. Die Oberflächen im Inneren der Gebäude sind in den Verkehrsbereichen in Klinker ausgeführt. Dies gilt auch für Haus B welches als Doppel-H-Gebäude geplant und errichtet wurde.
Haus C ist zum Zwecke technischer Versuche errichtet worden und soll im Zuge der Maßnahme für die Errichtung einer 3-Feld-Sporthalle abgerissen werden, da es für eine schulische Nutzung ungeeignet ist.
Die Abrissmaßnahme und der Sporthallenneubau sind nicht Bestandteil des Verfahrens.
Die Maßnahmen für die Bestandsgebäude umfassen den Umbau zur neuen pädagogischen Ausrichtung des Standortes sowie die Sanierung der Gebäude zur Erfüllung des Klimaschutzgesetzes HmbKLISchG vom 20.02.2020 unter Berücksichtigung der denkmalrechtlichen Belange.
Ein wesentlicher Bestandteil der Sanierung wird die Erneuerung der vorgehängten Fassade. Diese ist aus asbestgebundener Faserplatte ausgeführt und die statisch sichere Halterung über Nieten ist nicht mehr gegeben, so dass bereits Platten abgängig sind und Sicherungsmaßnahmen über Netze durchgeführt wurden.
Die Umbaumaßnahme beinhaltet zu den pädagogisch notwendigen Änderungen auch den Einbau eines 2. baulichen Rettungsweges zur Erfüllung der brandschutzrechtlichen Belange. Ziel des Brandschutzkonzeptes und der damit verbundenen Umbauten ist, die Hallenbereiche einer schulischen Nutzung zuzuführen.
Ein weiterer Umbau ist für die Errichtung einer Vitalküche für bis zu 1000 Schüler erforderlich.
Die im Haus A zurückgebaute Kücheneinrichtung wird nur zu Interimszwecken aktiviert.
Die neue Küche mit Esseneinnahmefläche soll im Untergeschoss von Haus B untergebracht werden.
Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Juni 2026 vorgesehen.
Die Projektkosten für die Maßnahmen an den Gebäuden A, B und D belaufen sich auf insgesamt ca. 18,90 Mio. € (KG 300+400, netto). Darauf entfallen ca. 14,89 Mio. € auf die KG 300 und 4,01 Mio. € auf die KG 400.
Das neue Brandschutzkonzept ist in Abstimmung mit dem Büro Schlüter + Thomsen Brandschutz GmbH erstellt worden und die Maßnahmen werden weiterhin durch das Büro begleitet.
Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus:
- Leistungsphase 2 Objektplanung gem. § 34 HOAI;
- Leistungsphasen 3, 5-9 Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung der AG (ggf. in noch von der Auftraggeberin festzulegenden Stufen und Umfang);
Nachfolgende aufgeführte Besondere Leistungen als optionale Beauftragungen durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen):
- Erstellen von Baubestandsplänen;
- Stufenweiser Kostenanschlag;
- Erstellung einer denkmalrechtlichen Genehmigung inkl. erhöhter Abstimmungsprozess mit Denkmalschutzamt;
- Erstellung eines Zustimmungsantrages für geänderte Rettungswege;
- Einarbeitung der Ergebnisse der Energieberatung in die Planung und Ausführung;
- Bereitstellung eines Projektraumes zur gesicherten Übertragung von Planungs- und Leistungsständen und dessen Administration über die gesamte Projektlaufzeit;
- Erstellung einer Dokumentation für Abriss Haus C (Geb.03) eines denkmalgeschützten Gebäudes in Form eines Raumbuches mit Fotoarchiv;
- Weitere Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragungen durch Bestimmung des AG (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).
Vertreter der Schule sowie die Schulleitung und Vertreter der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie Vertreter der externen Projektsteuerung werden neben dem Auswahlgremium des Auftraggebers ggf. in beratender Funktion an den Vergabeverhandlungen teilnehmen.
Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch D&K drost consult GmbH, Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.
Hinweis: Zum Schutz aller am Verfahren Beteiligten vor den mit der Verbreitung von COVID-19 einhergehenden Gesundheitsgefahren behält sich der AG vor, die Verhandlung ohne Verhandlungstermin durchzuführen (vgl. §17 Abs. 11 VgV).