Es soll in Zukunft ein Fokus auf die Aktivität neuer Wirkstoffe gegen sogenannte Persisterzellen untersucht werden, die typischerweise in Biofilmen oder intrazellulär zu finden sind und die aufgrund ihrer intrinsischen Resistenz ein großes Problem in der Klinik darstellen. Bei einigen unserer Flagship Projekte hat sich außerdem herausgestellt, dass ein umfassendes De-Risking hinsichtlich potentieller Toxizitätsmechansimen (in vitro und in vivo) von großer Bedeutung ist um Gelder für die nächsten Entwicklungsstufen zu akquirieren. Für die Wirkstoffforschung am HIPS wird daher ein geboxtes Forschungsmikroskop für das Live Cell Imaging und High-Content Screening benötigt. Aufgrund des erhöhten Probenaufkommens - auch bedingt durch den Ausbau des HIPS und die Gründung eines Zentrums für Translationale Wirkstoffforschung am Stando1t Saarbrücken - sollte das Mikroskop flexibel einsetzbar und automatisie1t sein. Folgende Aspekte und technische Spezifikationen sind darüber hinaus für unsere geplanten Anwendungen besonders wichtig bzw. notwendig: • automatisiertes System mit der Möglichkeit zur Verwendung von LEDs und Lasern für die Anregung
• flexible Verwendung unterschiedlicher Probenträger (MTPs bis 384w, Glas Slides, Petrischalen etc.) und das automatische Erkennen der Labware und Voreinstellung z.B. passender Objektive
• passende Objektive für die Aufnahme hochaufgelöster Bilder (super resolution) auch in Standard-MTPs (Plastikboden) vorhanden; insbesondere für die Zebrabärblinglarven-Anwendungen
• maximal hohe Signalausbeute und Auflösung bei möglichst schonender Anregung zur 3D Evaluierung lebender Zebrafischlarven über mehrere Tage
• AI-gestützte Bildanalyse
• Environmental Control (28-37°C; zusätzlich mindestens C02 control)
• Sterilisierbares System (UV)