Beschreibung der Beschaffung
Die Universitätsstadt Gießen plant eine grundlegende Sanierung der Gesamtschule
Gießen-Ost, die zusammen mit der Abendschule und der Korczak-Schule einen
Schulcampus in direkter Nachbarschaft zum Campusbereich Philosphikum 1 der Justus von
Liebig Universität im Osten der Stadt bildet. Anlass für die Sanierung ist u.a. die Förderung des Projektes aus Mitteln des Kommunalinvestitionsprogrammes des Bundes.
Die 1968 erbaute Gesamtschule Gießen-Ost ist eine integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe mit ca. 1.500 Schülern und ca. 135 Lehrkräften.
Die Bruttogrundfläche der zu erweiternden Fläche liegt bei ca. 16.292 m² und der neu zu strukturierenden Fläche bei ca. 9.952 m².
Die voraussichtlichen Bauwerkskosten KG 300-400 liegen bei ca. 45,59 Mio. Euro netto. Davon belaufen sich ca. 28.301.000 € auf den Neubauanteil und ca. 17.287.300 € auf den Sanierungsanteil bzw. die Neustrukturierung.
Die anrechenbaren Kosten zur Honorarberechnung belaufen sich für die einzelnen Leistungsbereiche:
- für den Wärmeschutz und die Energiebilanzierung bei ca. 44.742.107 € netto. Der Neubauanteil beziffert sich dabei auf ca. 27.775.690 € und der Sanierungs- bzw. Neustrukturierungsanteil auf ca. 16.966.427 €.
- für die Bauakustik (Schallschutz) bei ca. 44.841.357 € netto. Der Neubauanteil beziffert sich dabei auf ca. 27.837.294 € und der Sanierungs- bzw. Neustrukturierungsanteil auf ca. 17.004.063 €.
- für die Raumakustik bei ca. 6.770.401 € netto. Der Neubauanteil beziffert sich dabei auf ca. 3.919.706 € und der Sanierungs- bzw. Neustrukturierungsanteil auf ca. 2.850.695 €.
Der daraus resultierend geschätzte Auftragswert umfasst lediglich die Grundleistungen der LPH 1-5 zum Schätzungsstand des Förderantrags.
Die Maßnahme soll in mehreren Bauabschnitten ausgeführt werden. Zurzeit wird von ca. 5 Bauabschnitten, mit der Option Abschnitte zusammenzuführen, ausgegangen.
Vorgesehen ist zudem eine stufenweise Beauftragung:
- der LPH 1+2 im Juni 2021,
- der LPH 3 im Anschluss und ohne genaue Terminierung, wahrscheinlich aber Anfang 2022,
- des optionalen 1. BA mit den LPH 5 zzgl. ergänzender und besonderer Leistungen nach zur Verfügung zu stellendem Vertragsentwurf ab 2022 und dem Ziel des Baubeginns Mitte 2023,
- der weiteren Bauabschnitte, die zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht im Umfang geklärt sind.
Die Aufgabenstellung beinhaltet:
- die Abwicklung des Leistungsbildes der Grundleistungen nach HOAI 2021 in den Leistungsbereichen Wärmeschutz und Energiebilanzierung, Bauakustik (Schallschutz) und Raumakustik und folgende optional,
- die Abwicklung übergreifender bzw. besonderer Leistungen nach zur Verfügung zu stellendem Vertragsentwurf,
- das Erfordernis an den Bauphysiker, Erfahrungen im Umgang mit anspruchsvoller Architektur mitzubringen und diese in einer guten Kommunikation mit dem planenden Architekturbüro einzubringen und
- einen wesentlichen Beitrag im Sinne nachhaltiger Bauphysik einzubringen, welcher in den hierzu geeigneten Leistungsbereichen eine Reduktion des technischen und materiellen Einsatzes vorsieht (so viel Technik, wie nötig und so wenig, wie möglich) und somit neben der Einsparung von Energiekosten, eine Langlebigkeit, gute Sanierbarkeit und vergleichsweise geringe Kosten im Unterhalt eines Low-Tech-Gebäudes ermöglicht.
Gegenstand dieser Ausschreibung sind die für die Baumaßnahme erforderlichen Planungsleistungen zur Bauphysik in den Leistungsphasen 1-5 im Sinne des § 3 Abs. 1 HOAI 2021 inkl. Anlage 1.2 (Wärmeschutz und Energiebilanzierung, Bauakustik (Schallschutz) und Raumakustik) zzgl. ergänzender und besonderer Leistungen nach zur Verfügung zu stellendem Vertragsentwurf.
Wir informieren Sie nach §7 Abs. 2 VgV hiermit darüber, dass vorbefasste Unternehmen am Vergabeverfahren teilnehmen können.