Kurze Beschreibung
Das Land Nordrhein-Westfalen ist Eigentümer des Grundbesitzes in Düsseldorf, Gemarkung Stoffeln, Flur 11 auf dem sich die Einrichtungen des Auftraggebers (nachfolgend AG genannt) befinden. In einem innerhalb dieses Grundbesitzes befindlichen Gebäudes (Gebäude 17.21, Versorgungszentrum inklusive des direkt angrenzenden Grundstücks), beabsichtigt der AG die Sanierung und den Umbau der Zentralküche durchführen zu lassen.
Die Zentralküche im Universitätsklinikum Düsseldorf wurde im Jahr 1983 gebaut. Sie entspricht nicht mehr den heutigen Hygienerichtlinien und ist technisch weitgehend abgängig. Vor diesem Hintergrund soll die Zentralküche umgebaut und saniert werden. Gleichzeitig ist ein zukunftsorientiertes Speisenverteilsystem für die Patientenverpflegung zu implementieren.
Die zu bearbeitende Gebäudefläche betrifft einen Teil des Versorgungsgebäudes. Die Ausführung der Leistungen erfolgt in 3 oberirdischen und 2 unterirdischen Geschossen.
Im Bereich der Speiseversorgung im Gebäude 17.21 müssen besonders die betriebstechnische Ausstattung und erhebliche Teile der Lüftungsanlage - einschließlich der Lüftungsgeräte - grundsaniert werden. Eine Modernisierung der Raumstruktur einschließlich einer Modernisierung der Bausubstanz und der Haustechnik erfolgt ebenfalls im Zuge der Baumaßnahme.
Da die Grundkonzeption der Speisenaufbereitung und Verteilung nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine wirtschaftliche und hygienische Betriebsführung entspricht, soll der Prozess des Küchenbetriebs im Rahmen dieses Bauvorhabens für das zukünftige Cook & Chill-Verfahren vorbereitet werden. Die notwendigen Anforderungen laut HACCP-Konzept gemäß Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene sind dabei umzusetzen.
Im Zuge der Umstellung der Versorgung von Cook &-Serve auf Cook &-Chill werden im Bereich der stationären Patientenversorgung, Verortungen zur Aufstellung der notwendigen Regeneriertechnik benötigt. Auch diese Aufstellmöglichkeiten müssen geplant und baulich überwacht werden.
Die Hauptküche ist für eine Tagesproduktion von bis zu 4.000 Menüs (max. 1.400 Patienten: mittags über Einzeltablett im Regenerierverfahren, Frühstück und Abendessen im Großgebinden für Buffet; zzgl. 1000 zu versorgenden Mitarbeiter) ausgelegt und es ist beabsichtigt, die Kapazitäten der Zentralküche auf die zusätzliche Belieferung von externen Kunden auszurichten.
Des Weiteren ist vorgesehen, das Cook & Chill-System mit der Einführung von zusätzlicher Buffetversorgung auf den Stationen vor Ort zu kombinieren.
Da der laufende Küchenbetrieb nicht gestört werden kann, erfolgte in der Vergangenheit die Planung der Ausführung in insgesamt sechs verschiedenen Bauabschnitten. Derzeit erfolgt die Wiederholung der Ausführung des 1. Bauabschnitts (geplante Fertigstellung 07/2022). Folglich umfasst der Auftrag dieser Ausschreibung die Bauabschnitte 2-6. Diese sollen gemäß der bereits erteilten Baugenehmigung abschnittsweise durchgeführt, jedoch nicht mit einem zeitlichen Versatz, sondern nahezu synchron als eine Baustelle und mit einer einzigen Inbetriebnahme aller Bauabschnitte durchgeführt werden. Dazu ist geplant, den Betrieb der Küche in ein Interimsbauwerk temporär auszulagern und somit weitest gehende Baufreiheit in der Ebene U1 und U2 zu schaffen. Die Provisorien wie z.B. Auf- & Umbau von Staubschutzwänden zwischen den einzelnen Bauabschnitten sollen dann entfallen. Es ergibt sich - entgegen der ursprünglichen und im Folgenden zitierten Planung - damit ein sehr großer zusammenhängender Bauabschnitt in der Erdgeschossebene U1.
Kennzahlen des Neubaus:
NUF: ca. 3.700 m²
VF: ca. 750 m²
TF: ca. 190 m²