Beschreibung der Beschaffung
Für die Universität Kassel wird am Standort Holländischer Platz der Neubau eines Institutsgebäudes für Physik und Nanostrukturwissenschaften geplant.
Die Planung erstreckt sich über zwei Gebäude. Zum einen das Institut für Physik, welches sich mit ca. 17.500 qm BGF über fünf Geschosse erstreckt und zum anderen das eingeschossige Reinraumlabor mit ca. 2.100 qm BGF. Beide Gebäude sind im Untergeschoss miteinander verbunden und bilden so eine Einheit.
Neubau Institut für Physik
Der fünfeckige Baukörper erhält durch zwei Innenhöfe seine bauliche Gliederung. Die Hangsituation des Campus ermöglicht zwei offenen Zugänge des Gebäudes, die über eine geschossübergreifende Lerntreppe mit angrenzenden Foyers eine zentrale Achse bildet. Das über der Lerntreppe angeordnete Glasdach stärkt den Charakter des zentralen Raumes und schafft ein großzügiges Atrium. Angebunden an die Lerntreppe erstreckt sich ebenfalls über zwei Geschosse der Hörsaal (ca. 300 Plätze) des Gebäudes. Neben dem Hörsaal wird das Gebäude weitere Seminar- und Praktikumsräume, Büros, Werkstätten und schwingungsempfindliche Labore enthalten. Die Tragkonstruktion des Institutsgebäudes besteht aus einer Kombination von Stahlbeton-Skelettbau mit aussteifenden Erschließungskernen und einer Holz-Beton Hybridkonstruktion. Der Stahlbeton-Skelettbau erstreckt sich über die Bereiche in denen die schwingungsempfindlichen Labore verortet werden - von Untergeschoss bis 1. Obergeschoss. Für das 2. und 3. Obergeschoss, die Geschosse mit Bürobelegung, ist eine leichtere Holz-Beton Hybridkonstruktion vorgesehen.
Neubau Nanostrukturwissenschaften
Bei dem Neubau der Nanostrukturwissenschaften handelt sich um ein Reinraumlabor. Aufgrund der hohen Anforderungen an Schwingungsschutz wird das Gebäude als eingeschossiges Bauteil auf Ebene des Untergeschosses errichtet und zeichnet sich oberirdisch als flaches Gebäude mit angrenzenden Tiefhof ab. Die ebenfalls im Untergeschoss angeordnete Technikzentrale ist in einem Bereich verortet, der sich oberirdisch als Freiraum zwischen den beiden Gebäuden zeigt. Dieser Freiraum gestaltet sich in der Freiraumplanung als Straße. Dementsprechend muss die Technikzentrale sowohl schwingungsentkoppelt als auch überfahrbar ausgebildet werden.