Beschreibung der Beschaffung
Aufgabe ist die Planung für zwei Gebäude und der Überdachung der Zuschauerterrasse für das Bauvorhaben Sanierung und Erweiterung Seebühne Kriebstein, mit den Leistungsbestandteilen Objektplanung, Wärmeschutznachweis, Brandschutzkonzept, Bestandsdokumentation und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Abriss des bestehenden Sozialgebäudes. Die Freianlagenplanung ist NICHT Bestandteil dieser Ausschreibung. Dabei sind die zeitgemäßen Erfordernisse des nachhaltigen Bauens zu beachten. Ökologische, Ökonomische und soziale Kriterien sind bei der Planung und Umsetzung des Projektes gleichberechtigt zu berücksichtigen. Wesentliche Ziele sind dabei die Herstellung von Barrierefreiheit, die Erweiterung der Zuschauerkapazität und Schaffung zeitgemäßer Hygienestandards.
Die Planung soll dabei ua. folgende Aspekte berücksichtigen: Umsetzung der Erfordernisse für die Optimierung des Energiebedarfs und eines wirtschaftlichen Betriebs, Umsetzung der gestallten räumlichen Erfordernisse, Herstellung der Barrierefreiheit usw.
Die Seebühne entstand im Jahr 2007 durch den Aufbau einer Tribüne am Ufer der Talsperre Kriebstein. Die nach Norden hin ansteigende natürliche Hangsituation wurde dazu genutzt, die Zuschauertribünen in das Gelände zu integrieren. Die Zuwegung zur Seebühne erfolgt über zwei Eingänge von Westen her. Zum einen über den Bühnenvorplatz unterhalb der Zuschauertribüne und zum anderen oberhalb des Geländes am Sanitär- und Funktionsgebäude, welches zugleich einen Imbiss mit Außengastronomiebereich umfasst. 13 mobile Container dienen momentan den Schaustellern und Nutzern der Seebühne als Umkleide- und Aufenthaltsbereich. Die Seebühne grenzt unmittelbar an die Talsperre Kriebstein, welche als Gewässer 1. Ordnung eingestuft ist, an und ist vom Landschaftsschutzgebiet „Talsperre Kriebstein“ sowie einem FFH- Gebiet umgeben.
Die Baumaßnahme ist in 3 Bauabschnitte (Teilbauvorhaben) gegliedert:
• Abriss (oder Sanierung) des bestehenden und Errichtung eines Sozial- und Sanitärgebäudes für Besucher, Bühnenpersonal und Darsteller als Neubau (Teilvorhaben A)
• Überdachung der Zuschauerterrassen mit einer UV-beständigen textilen Membrane als Wetterschutz (Teilvorhaben B)
• Neuerrichtung von zusätzlichen Sitzplätzen mit integrierten Umkleideräumen und Bühnenzugang (Teilvorhaben C)
Dabei sind ua. folgende Maßnahmen zu beachten:
• Verwendung von Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
• Errichtung von Flachdächern mit Dachbegrünung
• Verminderung des C0² Ausstoßes durch Verringerung von Transportaufwand für Provisorien
• Bau einer Überdachung als Sonnenschutz und Schutz vor leichten Wettereinflüssen
• Umstellung der Beleuchtung/Präsenzmelder auf LED-Technologie
• Schaffung barrierefreier Zugänge und Nutzungseinheiten im Innen- und Außenbereich
• Neubau einer energieeffizienten und klimaneutralen Heizungs- und Warmwasseraufbereitung
Es ist ferner vorgesehen, Kunst am Bau, als Teil der öffentlichen Bauherrenaufgabe mit einem Betrag von ca. 1% der Gesamtbaukosten zu finanzieren.
Für die Umsetzung des Projektes werden Fördermittel des Bundes verwendet. Es wird erwartet, dass das Planungsbüro dem Auftraggeber die für die Beantragung, Auszahlung und Abrechnung erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellt.