585822-2025 - Ergebnis
Deutschland – OP-Instrumente – Liefer- und Dienstleistungen im Bereich OP-Instrumente
OJ S 171/2025 08/09/2025
Bekanntmachung vergebener Aufträge oder Zuschlagsbekanntmachung – Standardregelung
Lieferleistungen
1. Beschaffer
1.1.
Beschaffer
Offizielle BezeichnungStädtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH
E-Mailbernhard.greis@bgmed.de
Rechtsform des ErwerbersÖffentliches Unternehmen
Tätigkeit des öffentlichen AuftraggebersGesundheit
2. Verfahren
2.1.
Verfahren
TitelLiefer- und Dienstleistungen im Bereich OP-Instrumente
BeschreibungDer Auftrag umfasst die herstellerübergreifende teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung) sowie Dienstleistungen: qualifizierte Konditionierung des Instrumentariums, Implementierung und Bewirtschaftung der Nachlegereserve sowie herstellerübergreifendes Instrumentenmanagement mit einheitlichen SLA/KPI im Rahmen einer Werterhaltungsvereinbarung über 5 Jahre. Im Zuge der AEMP-Verlagerung zum 01.01.2026 sind standardisierte, validierte Prozessketten und eine Reduktion der Typenvielfalt um mindestens 25 % erforderlich. Die Erbringung der Leistungen erfolgt im laufenden OP-Betrieb der Häuser Pirmasens/Rodalben.
Kennung des Verfahrense13cc344-1eb7-447f-b2d0-af49a85b9198
Vorherige Bekanntmachung549046-2025
Interne Kennung2025.05
VerfahrensartVerhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb
2.1.1.
Zweck
Art des AuftragsLieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 33162200 OP-Instrumente
Zusätzliche Einstufung (cpv): 50422000 Reparatur und Wartung von chirurgischen Einrichtungen
2.1.2.
Erfüllungsort
PostanschriftPettenkoferstr. 22  
StadtPirmasens
Postleitzahl66955
Land, Gliederung (NUTS)Pirmasens, Kreisfreie Stadt (DEB37)
LandDeutschland
Zusätzliche InformationenStandort Pirmasens: Pettenkoferstraße 22, 66955 Pirmasens
2.1.2.
Erfüllungsort
PostanschriftKirchbergstraße 14  
StadtRodalben
Postleitzahl66976
Land, Gliederung (NUTS)Südwestpfalz (DEB3K)
LandDeutschland
Zusätzliche InformationenStandort Rodalben: Kirchbergstraße 14, 66976 Rodalben
2.1.4.
Allgemeine Informationen
Der Aufruf zum Wettbewerb ist beendet
Zusätzliche InformationenBekanntmachungs-ID: CXS0YH1YTA9DAM4W Der Auftraggeber hat den Auftrag im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 17 Abs. 5 VgV i. V. m. § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV und § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV vergeben. Die Vorgaben des 4. Teils des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) sowie der Vergabeverordnung (VgV) wurden beachtet. Der Auftraggeber hat gemäß § 135 Abs. 3 GWB eine Ex-ante-Transparenzbekanntmachung veröffentlicht (Datum der Veröffentlichung: 22.08.2025) und den Zuschlag/Auftrag erst nach Ablauf der zehntägigen Wartefrist erteilt.
Rechtsgrundlage
Richtlinie 2014/24/EU
vgv -
5. Los
5.1.
LosLOT-0001
TitelLiefer- und Dienstleistungen im Bereich OP-Instrumente
BeschreibungAusgangslage: Der Auftraggeber betreibt am Standort derzeit keine eigene Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Die Aufbereitung der OP-Instrumente erfolgt aktuell durch das Klinikum Kaiserslautern; diese Kooperation endet aus vertraglichen Gründen zum 31.12.2025. Ab 01.01.2026 wird die Sterilgutaufbereitung am Vinzentius-Krankenhaus Landau erfolgen. Die Umstellung erfordert umfassende Anpassungen in Logistik, Instrumentenmanagement und Prozessintegration. Eine interne Analyse des Instrumentenbestands und der Sterilgutversorgung an den Standorten Pirmasens/Rodalben zeigte Optimierungspotenziale in Qualität, Quantität und Organisation. Insbesondere bei Nachlegereserve und Instrumentenmanagement bestehen Defizite aufgrund fehlender Standardisierung und ineffizienter Sieb-Strukturen. Dies beeinträchtigt die Effizienz der OP-Abläufe und erschwert eine optimale Patientenversorgung. Vor diesem Hintergrund sind eine umfassende Neuorganisation der Sterilgutversorgung sowie eine teilweise Neuausstattung und der Austausch von Instrumentarium erforderlich, um eine nachhaltige, effiziente und zukunftsfähige Versorgung sicherzustellen. Der Auftraggeber hat die folgenden Lieferungen und Dienstleistungen im Bereich OP-Instrumente vergeben: 1. Instrumentenmanagement - Siebreorganisation im laufenden Betrieb: - Überprüfung des aktuellen Instrumentenbestands, Bewertung nach Qualität und Quantität; - Entwicklung eines sachgerechten Konzepts zur Bestückung der Instrumenten-Siebe mit chirurgischen Instrumenten; - Optimierung des aktuellen und zukünftigen Instrumentenbestands nach den Vorgaben der Anwender; - Planung einer effizienten Nachlegereserve auf Basis der Optimierung. 2. Teilweise Neuausstattung des Instrumentenbestandes: - Herstellerübergreifende, teilweise Neuausstattung mit vorkonfigurierten Instrumenten-Sieben, Motorensystemen und Sterilcontainern nach dem Bedarf der Anwender (inklusive Siebkörben, geeigneter Lagerungshilfen sowie den passenden Siebkennzeichnungsschildern); - Ersatz nicht mehr gebrauchsfähiger Instrumente; 3. Implementierung einer effizienten Nachlegereserve 4. Qualifizierte Konditionierung des Instrumentariums inkl. "Einwaschen" oder "Passivierung": 4.1 Güterannahme & Wareneingangskontrolle; 4.2 Vorbereitung Konditionierung; 4.3 Konditionierung; 4.4 Pflege und sonstiges: - Vorkonfektionierung der Siebe; - Persönliche Übergabe und Kontrolle der Siebe; - Einbringung der neuen Siebe in den Sterilgutkreislauf und Bereitstellung für den OP; -Erarbeitung der Masterpacklisten der jeweiligen Sets; - Zusammenführung der diversen Hersteller AESCULAP, (Bayha, Berger, Martin, Zimmer, Medimex, Wolf) im Zuge der Übergabe; -Implementierung der Sieb- und Instrumentenstammdaten in die Instrumentenmanagementsoftware; - Rücknahme des Altbestandes des OP-Instrumentariums im laufenden Betrieb; - Schulung der Mitarbeiter in der AEMP und OP zu den Aufbereitungsrichtlinien; - Unterweisung neue Siebstruktur (OP-Teams); - Schulung Packlisten (Mitarbeiter AEMP); - Wissenstransfer zu produktspezifischem Handling in der Medizinprodukteaufbereitung; - Instrumentenkunde; - Analyse des Aufbereitungsprozesses der AEMP am Vinzentius-Krankenhaus Landau; 5. Herstellerübergreifendes Instrumentenmanagement über eine Vertragslaufzeit von 5 Jahren (Werterhaltungsvereinbarung) - Bewirtschaftung des chirurgischen Instrumentariums im Rahmen eines ganzheitlichen Instandhaltung- und Dienstleistungsumfang für Reparaturen, Reparaturaustausch und Reparaturersatz für folgende Produktgruppen: Standardinstrumentarium; MIC-Instrumente; HF-Chirurgisches Instrumentarium und Zubehör; Sterilgutcontainer und Siebkörbe; Starre Optiken; Kaltlichtkabel; Motorenzubehör des Hersteller AESCULAP; - Erbringung der Instandhaltungsleistungen auf dem neuesten Stand der Technik durch die Hersteller der jeweiligen Medizinprodukte; - Sicherstellung des Werterhalts der Instrumentenbestände; - Der Auftragnehmer stellt die bestimmungsgemäße Befähigung zur Aufbereitung durch die kooperierende AEMP vor Ersatz oder Neubeschaffung sicher; - Einhaltung der durch Hersteller genehmigten Toleranzen für Reparaturen; - Einhaltung aller notwendigen gesetzlichen Regelungen, Normen, Verordnungen und Richtlinien, die zur Leistungserbringung relevant sind; - Übernahme der Gewährleistung für das instandgesetzte Medizinprodukt in vollem Umfang; - Kennzeichnung der Instrumente Im Rahmen der Hersteller-Reparatur zur Qualitätssicherung und Dokumentation. Die Kennzeichnung gewährleistet die Transparenz über Zeitpunkt und Umfang der Instandsetzung. Die Kennzeichnung ist permanent auszuführen; - Dokumentation/Analyse zur Transparenz der Kosten für Instandhaltung/Reparatur und Reparaturaustausch/Reparaturersatz; - Differenzierung der Dokumentation und Analyse bis auf Kostenstellen und Artikelgruppenniveau; - Regelmäßige Kundenbetreuung des AG durch den AN durch qualifizierte Medizinprodukteberater - Regelmäßige Qualifizierung des Personals des AG durch Medizinprodukteberater des AN - Aufbau eines Projektmanagements mit Arbeitsgruppen und regelmäßigen Gesprächen von Verantwortlichen oder Benannten des AG und des AN zur Ersteinrichtung des Verfahrens und anschließenden permanenten Steuerung der Dienstleistung; Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die häuserübergreifende Standardisierung der Grundinstrumente in den chirurgischen Disziplinen Allgemein- und Gefäßchirurgie, Gynäkologie, Plastische und Handchirurgie, Unfall- und Orthopädie sowie Urologie. Auf dieser Grundlage soll eine Reduktion der Siebinhalte um mindestens 25 % gegenüber dem heutigen Stand erreicht werden. Die Verringerung der Typenvielfalt um mindestens 25 % dient der nachhaltigen Kostensenkung (durch kleinere Nachlegelager), der Erhöhung der Verfügbarkeit von OP-Sieben und der Vermeidung von Pack-/Logistikfehlern - und trägt zugleich dem Fachkräftemangel in der AEMP Rechnung.
Interne Kennung2025.05
5.1.1.
Zweck
Art des AuftragsLieferleistungen
Haupteinstufung (cpv): 33162200 OP-Instrumente
Zusätzliche Einstufung (cpv): 50422000 Reparatur und Wartung von chirurgischen Einrichtungen
5.1.2.
Erfüllungsort
PostanschriftPettenkoferstr. 22  
StadtPirmasens
Postleitzahl66955
Land, Gliederung (NUTS)Pirmasens, Kreisfreie Stadt (DEB37)
LandDeutschland
Zusätzliche InformationenStandort Pirmasens: Pettenkoferstraße 22, 66955 Pirmasens
5.1.2.
Erfüllungsort
PostanschriftKirchbergstraße 14  
StadtRodalben
Postleitzahl66976
Land, Gliederung (NUTS)Südwestpfalz (DEB3K)
LandDeutschland
Zusätzliche InformationenStandort Rodalben: Kirchbergstraße 14, 66976 Rodalben
5.1.3.
Geschätzte Dauer
Laufzeit60 Monate
5.1.6.
Allgemeine Informationen
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert
Die Beschaffung fällt unter das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesenja
Informationen über frühere Bekanntmachungen
Kennung der vorherigen Bekanntmachung549046-2025
5.1.7.
Strategische Auftragsvergabe
Ziel der strategischen AuftragsvergabeKeine strategische Beschaffung
5.1.10.
Zuschlagskriterien
Kriterium
ArtPreis
BezeichnungPreis
BeschreibungPreis
Kategorie des Gewicht-ZuschlagskriteriumsGewichtung (Prozentanteil, genau)
Zuschlagskriterium — Zahl100
5.1.15.
Techniken
Rahmenvereinbarung
Keine Rahmenvereinbarung
Informationen über das dynamische Beschaffungssystem
Kein dynamisches Beschaffungssystem
5.1.16.
Weitere Informationen, Schlichtung und Nachprüfung
ÜberprüfungsstelleVergabekammer Rheinland-Pfalz
Informationen über die Überprüfungsfristen: Es wird auf die §§ 160 ff. GWB sowie auf § 135 GWB hingewiesen. Eine Ex-ante-Transparenzbekanntmachung gemäß § 135 Abs. 3 GWB wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht (Veröffentlichung am 22.08.2025). Die gesetzlich vorgesehene Wartefrist von zehn Kalendertagen gemäß § 135 Abs. 3 Nr. 3 GWB endete mit Ablauf des 01.09.2025. Der Zuschlag wurde am 02.09.2025 an die SMS medipool AG, Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal, erteilt.
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstelltStädtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstelltVergabekammer Rheinland-Pfalz
BeschaffungsdienstleisterBGmed - Dipl.-Inform. Med. Bernhard Greis
6. Ergebnisse
Wert aller in dieser Bekanntmachung vergebenen Verträge1 263 544,50 EUR
Direktvergabe
Begründung der DirektvergabeTeilweiser Ersatz oder Ausweitung vorhandener Lieferungen oder Anlagen durch den ursprünglichen Lieferanten, deren Beschaffung nach den strengen Vorschriften der Richtlinie erfolgt
Sonstige BegründungDer AG hat den Auftrag im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV i. V. m. § 135 Abs. 3 GWB vergeben; ergänzend findet für den Teilbereich "teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung)" § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV eigenständige Anwendung. PROJEKTKONTEXT: Herstellerübergreifende teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung) sowie Dienstleistungen: qualifizierte Konditionierung des Instrumentariums, Implementierung und Bewirtschaftung der Nachlegereserve sowie herstellerübergreifendes Instrumentenmanagement mit einheitlichen SLA/KPI im Rahmen einer Werterhaltungsvereinbarung über 5 Jahre. Im Zuge der AEMP-Verlagerung zum 01.01.26 sind standardisierte, validierte Prozessketten und eine Reduktion der Typenvielfalt um mindestens 25 % erforderlich. Die Leistungen erfolgen im laufenden OP-Betrieb der Häuser Pirmasens/Rodalben. BEGRÜNDUNG: 1. Teilbereich "teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung)" - § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV (eigenständig, teilbereichsbezogen): Der Instrumentenbestand des AG ist überwiegend (ca. 90-95 %) auf B. Braun/Aesculap standardisiert. Die vorgesehene, sukzessive teilweise Erneuerung und Erweiterung knüpft an die vorhandene Liefer- und Prozesslandschaft an und stellt zusätzliche Lieferleistungen des ursprünglichen Auftragnehmers SMS medipool AG, Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal, zum Ersatz bzw. zur Ergänzung bestehender Lieferungen dar. Ein Mehranbieter- oder Mischbetrieb würde unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung verursachen und die Validität der Prozesskette gefährden. Für diesen Teilbereich, der rund zwei Drittel des Gesamtauftragswertes ausmacht, wird § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV herangezogen; 2. Einbindung der Fremdhersteller und der nachgelagerten Dienstleistungen: Neben dem dominierenden B. Braun-Anteil sind einzelne Komponenten (5-10 %) anderer Hersteller zu erneuern oder zu ergänzen. Diese Bestandteile sind herstellerkonform und validiert in die bestehende Systematik zu integrieren, einschließlich Kennzeichnung/UDI, Aufbereitungs- und Reparaturanweisungen, Toleranzen und Gewährleistungserhalt. Gleichzeitig sind die prozesskritischen Dienstleistungen - Sieb-/Set-Optimierung, Daten-/Label-Pflege, Nachlegereserve, Logistik, Instandhaltung/Werterhalt, Schulungen sowie einheitliche SLA/KPI-Steuerung - durchgängig und ohne Schnittstellenbrüche zu erbringen (vgl. Abs. 2.1 Beschreibung). Erforderlich ist daher ein Anbieter, der B. Braun als Haupthersteller und die relevanten Fremdhersteller rechtlich wie technisch abdeckt und die Leistung in einem validierten End-to-End-Prozess gesamtverantwortlich erbringt; 3. Erforderlichkeit der Gesamtvergabe: Die beschriebenen Leistungen sind technisch und prozessual unteilbar. Re-Siebung/Standardisierung, Aufbau und Bewirtschaftung der Nachlegereserve, Kennzeichnung/Traceability, AEMP-Validierung, Schulungen sowie die durchgängige Steuerung über einheitliche SLA/KPI greifen ineinander. Eine loseweise Vergabe würde Validierungs-, Schnittstellen- und Haftungsbrüche, Dateninkonsistenzen und erheblichen Koordinationsmehraufwand verursachen und damit die Zielerreichung (Standardisierung, Fehlervermeidung, störungsfreier OP-Betrieb) gefährden. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen ist deshalb eine Gesamtvergabe geboten; die Gesamtverantwortung aus einer Hand gewährleistet klare Eskalationswege, eindeutige Haftungszuordnung, konsistente Qualitätssteuerung und Effizienzgewinne; 4. Ausschluss des Wettbewerbs für den Gesamtauftrag - § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV (tragend für das Gesamtpaket) bei eigenständiger Erfüllung des § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV für den Lieferteil: Für den Gesamtauftrag liegen technische Gründe im Sinne des § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV vor. Das Leistungsbündel (Instrumentenmanagement - Siebreorganisation im laufenden Betrieb; teilweiser Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes; Integration von Fremdherstelleranteilen; qualifizierter Konditionierung; Implementierung und Bewirtschaftung der Nachlegereserve; herstellerübergreifendes Instrumentenmanagement mit einheitlichen SLA/KPI über 5 Jahre) erfordert eine durchgängig kompatible und validierbare Prozesskette aus einer Hand: Interoperabilität/Kompatibilität: Set-/Sieb-Architektur, Container-/Motoriksysteme, Kennzeichnung/UDI sowie Daten-/Packlogik müssen hersteller-/chargenkonsistent aufeinander abgestimmt werden. Ein Mehranbieter- oder Mischbetrieb würde unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung verursachen und die Validität der Prozesskette gefährden; Validierung/Traceability: Die durchgängige Validierung entlang OP - AEMP - Logistik - Werterhalt setzt einheitliche Parametrierungen, Verfahrensanweisungen und Rückverfolgbarkeit voraus; mehrere Auftragnehmer erzeugen Validierungs-, Schnittstellen- und Haftungsbrüche; Herstellergebundene Instandsetzung/Gewährleistung: Für B. Braun/Aesculap sowie die relevanten Fremdhersteller sind autorisierte Reparatur-/Serviceprozesse sowie Herstellerfreigaben erforderlich. Der AG hat die Herstellerangaben zum vorhandenen Instrumentarium sowie die am Standort gültigen Hersteller-/Serviceberechtigungen geprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass ausschließlich die SMS medipool AG (Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal) am Standort für alle betroffenen Hersteller kumulativ über die erforderlichen Herstellerfreigaben und Serviceautorisierungen verfügt und den durchgängig validierten End-to-End-Prozess (Instrumentenmanagement, Aufbereitung, Instandsetzung, Nachlieferungen) ohne Systembrüche sicherstellen kann. Damit kann die SMS medipool AG (Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal) den gesamten Liefer- und Dienstleistungsumfang herstellerkonform und validiert im Rahmen einer prozessualen Gesamtverantwortung aus einer Hand erbringen.
Direktvergabe
Begründung der DirektvergabeDer Auftrag kann nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden, da aus technischen Gründen kein Wettbewerb vorhanden ist
Sonstige BegründungDer AG hat den Auftrag im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV i. V. m. § 135 Abs. 3 GWB vergeben; ergänzend findet für den Teilbereich "teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung)" § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV eigenständige Anwendung. PROJEKTKONTEXT: Herstellerübergreifende teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung) sowie Dienstleistungen: qualifizierte Konditionierung des Instrumentariums, Implementierung und Bewirtschaftung der Nachlegereserve sowie herstellerübergreifendes Instrumentenmanagement mit einheitlichen SLA/KPI im Rahmen einer Werterhaltungsvereinbarung über 5 Jahre. Im Zuge der AEMP-Verlagerung zum 01.01.26 sind standardisierte, validierte Prozessketten und eine Reduktion der Typenvielfalt um mindestens 25 % erforderlich. Die Leistungen erfolgen im laufenden OP-Betrieb der Häuser Pirmasens/Rodalben. BEGRÜNDUNG: 1. Teilbereich "teilweise Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes (Neuausstattung)" - § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV (eigenständig, teilbereichsbezogen): Der Instrumentenbestand des AG ist überwiegend (ca. 90-95 %) auf B. Braun/Aesculap standardisiert. Die vorgesehene, sukzessive teilweise Erneuerung und Erweiterung knüpft an die vorhandene Liefer- und Prozesslandschaft an und stellt zusätzliche Lieferleistungen des ursprünglichen Auftragnehmers SMS medipool AG, Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal, zum Ersatz bzw. zur Ergänzung bestehender Lieferungen dar. Ein Mehranbieter- oder Mischbetrieb würde unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung verursachen und die Validität der Prozesskette gefährden. Für diesen Teilbereich, der rund zwei Drittel des Gesamtauftragswertes ausmacht, wird § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV herangezogen; 2. Einbindung der Fremdhersteller und der nachgelagerten Dienstleistungen: Neben dem dominierenden B. Braun-Anteil sind einzelne Komponenten (5-10 %) anderer Hersteller zu erneuern oder zu ergänzen. Diese Bestandteile sind herstellerkonform und validiert in die bestehende Systematik zu integrieren, einschließlich Kennzeichnung/UDI, Aufbereitungs- und Reparaturanweisungen, Toleranzen und Gewährleistungserhalt. Gleichzeitig sind die prozesskritischen Dienstleistungen - Sieb-/Set-Optimierung, Daten-/Label-Pflege, Nachlegereserve, Logistik, Instandhaltung/Werterhalt, Schulungen sowie einheitliche SLA/KPI-Steuerung - durchgängig und ohne Schnittstellenbrüche zu erbringen (vgl. Abs. 2.1 Beschreibung). Erforderlich ist daher ein Anbieter, der B. Braun als Haupthersteller und die relevanten Fremdhersteller rechtlich wie technisch abdeckt und die Leistung in einem validierten End-to-End-Prozess gesamtverantwortlich erbringt; 3. Erforderlichkeit der Gesamtvergabe: Die beschriebenen Leistungen sind technisch und prozessual unteilbar. Re-Siebung/Standardisierung, Aufbau und Bewirtschaftung der Nachlegereserve, Kennzeichnung/Traceability, AEMP-Validierung, Schulungen sowie die durchgängige Steuerung über einheitliche SLA/KPI greifen ineinander. Eine loseweise Vergabe würde Validierungs-, Schnittstellen- und Haftungsbrüche, Dateninkonsistenzen und erheblichen Koordinationsmehraufwand verursachen und damit die Zielerreichung (Standardisierung, Fehlervermeidung, störungsfreier OP-Betrieb) gefährden. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen ist deshalb eine Gesamtvergabe geboten; die Gesamtverantwortung aus einer Hand gewährleistet klare Eskalationswege, eindeutige Haftungszuordnung, konsistente Qualitätssteuerung und Effizienzgewinne; 4. Ausschluss des Wettbewerbs für den Gesamtauftrag - § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV (tragend für das Gesamtpaket) bei eigenständiger Erfüllung des § 14 Abs. 4 Nr. 5 VgV für den Lieferteil: Für den Gesamtauftrag liegen technische Gründe im Sinne des § 14 Abs. 4 Nr. 2 b VgV vor. Das Leistungsbündel (Instrumentenmanagement - Siebreorganisation im laufenden Betrieb; teilweiser Erneuerung und Erweiterung des Instrumentenbestandes; Integration von Fremdherstelleranteilen; qualifizierter Konditionierung; Implementierung und Bewirtschaftung der Nachlegereserve; herstellerübergreifendes Instrumentenmanagement mit einheitlichen SLA/KPI über 5 Jahre) erfordert eine durchgängig kompatible und validierbare Prozesskette aus einer Hand: Interoperabilität/Kompatibilität: Set-/Sieb-Architektur, Container-/Motoriksysteme, Kennzeichnung/UDI sowie Daten-/Packlogik müssen hersteller-/chargenkonsistent aufeinander abgestimmt werden. Ein Mehranbieter- oder Mischbetrieb würde unverhältnismäßige technische Schwierigkeiten bei Gebrauch und Wartung verursachen und die Validität der Prozesskette gefährden; Validierung/Traceability: Die durchgängige Validierung entlang OP - AEMP - Logistik - Werterhalt setzt einheitliche Parametrierungen, Verfahrensanweisungen und Rückverfolgbarkeit voraus; mehrere Auftragnehmer erzeugen Validierungs-, Schnittstellen- und Haftungsbrüche; Herstellergebundene Instandsetzung/Gewährleistung: Für B. Braun/Aesculap sowie die relevanten Fremdhersteller sind autorisierte Reparatur-/Serviceprozesse sowie Herstellerfreigaben erforderlich. Der AG hat die Herstellerangaben zum vorhandenen Instrumentarium sowie die am Standort gültigen Hersteller-/Serviceberechtigungen geprüft. Die Prüfung hat ergeben, dass ausschließlich die SMS medipool AG (Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal) am Standort für alle betroffenen Hersteller kumulativ über die erforderlichen Herstellerfreigaben und Serviceautorisierungen verfügt und den durchgängig validierten End-to-End-Prozess (Instrumentenmanagement, Aufbereitung, Instandsetzung, Nachlieferungen) ohne Systembrüche sicherstellen kann. Damit kann die SMS medipool AG (Robert-Koch-Straße 2a, 66299 Friedrichsthal) den gesamten Liefer- und Dienstleistungsumfang herstellerkonform und validiert im Rahmen einer prozessualen Gesamtverantwortung aus einer Hand erbringen.
6.1.
Ergebnis, Los-– KennungLOT-0001
Status der PreisträgerauswahlEs wurde mindestens ein Gewinner ermittelt.
6.1.2.
Informationen über die Gewinner
Wettbewerbsgewinner
Offizielle BezeichnungSMS medipool AG
Angebot
Kennung des Angebots1 - 523844
Kennung des Loses oder der Gruppe von LosenLOT-0001
Wert des Angebots1 263 544,50 EUR
Bei dem Angebot handelt es sich um eine Variantenein
Vergabe von UnteraufträgenNoch nicht bekannt
Informationen zum Auftrag
Kennung des Auftrags1
TitelSMS medipool AG, 66299 Friedrichsthal
Datum des Vertragsabschlusses02/09/2025
6.1.4.
Statistische Informationen
Eingegangene Angebote oder Teilnahmeanträge
Art der eingegangenen EinreichungenAngebote
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge1
Art der eingegangenen EinreichungenAngebote auf elektronischem Wege eingereicht
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge1
Art der eingegangenen EinreichungenAngebote von Bietern, die in anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums registriert sind als dem Land des Beschaffers
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge0
Art der eingegangenen EinreichungenAngebote von Bieter aus Ländern außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge0
Art der eingegangenen EinreichungenAngebote geprüft und als unzulässig abgewiesen
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge0
Art der eingegangenen EinreichungenAngebote geprüft und aufgrund eines ungewöhnlich niedrigen Preises oder aufgrund ungewöhnlich niedriger Kosten als unzulässig abgewiesen
Anzahl der eingegangenen Angebote oder Teilnahmeanträge0
Bandbreite der Angebote
Wert des niedrigsten zulässigen Angebots1 263 544,50 EUR
Wert des höchsten zulässigen Angebots1 263 544,50 EUR
8. Organisationen
8.1.
ORG-0001
Offizielle BezeichnungStädtisches Krankenhaus Pirmasens gGmbH
RegistrierungsnummerAG Zweibrücken / HRB 23146
PostanschriftPettenkoferstr. 22
StadtPirmasens
Postleitzahl66955
Land, Gliederung (NUTS)Pirmasens, Kreisfreie Stadt (DEB37)
LandDeutschland
E-Mailbernhard.greis@bgmed.de
Telefon+49 63317142000
Fax+49 63317142003
Internetadressehttps://www.kh-pirmasens.de
Rollen dieser Organisation
Beschaffer
Organisation, die zusätzliche Informationen über das Vergabeverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0002
Offizielle BezeichnungBGmed - Dipl.-Inform. Med. Bernhard Greis
Registrierungsnummerkeine Angabe
PostanschriftBuchholzer Straße 86
StadtKönigswinter
Postleitzahl53639
Land, Gliederung (NUTS)Rhein-Sieg-Kreis (DEA2C)
LandDeutschland
E-Mailbernhard.greis@bgmed.de
Telefon+49 2244912143
Rollen dieser Organisation
Beschaffungsdienstleister
8.1.
ORG-0003
Offizielle BezeichnungVergabekammer Rheinland-Pfalz
Registrierungsnummervgl. Abs. Vergabekammer
PostanschriftStiftsstraße 9
StadtMainz
Postleitzahl55116
Land, Gliederung (NUTS)Mainz, Kreisfreie Stadt (DEB35)
LandDeutschland
KontaktpersonVergabekammer Rheinland-Pfalz
E-Mailvergabekammer.rlp@mwkel.rlp.de
Telefon+49 6131162234
Fax+49 6131162113
Internetadressehttps://mwvlw.rlp.de/de/ministerium/zugeordnete-institutionen/vergabekammer/
Rollen dieser Organisation
Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt
8.1.
ORG-0004
Offizielle BezeichnungVergabekammer Rheinland-Pfalz
Registrierungsnummer07-0001801100000-05
PostanschriftStiftsstraße 9
StadtMainz
Postleitzahl55116
Land, Gliederung (NUTS)Mainz, Kreisfreie Stadt (DEB35)
LandDeutschland
E-Mailvergabekammer.rlp@mwkel.rlp.de
Telefon+49 6131162234
Fax+49 6131162113
Internetadressehttps://mwvlw.rlp.de/de/ministerium/zugeordnete-institutionen/vergabekammer/
Rollen dieser Organisation
Überprüfungsstelle
8.1.
ORG-0005
Offizielle BezeichnungSMS medipool AG
Größe des WirtschaftsteilnehmersMittleres Unternehmen
RegistrierungsnummerHandelsregister: HRB 103871 Saarbrücken
PostanschriftRobert-Koch-Straße 2a
StadtFriedrichsthal
Postleitzahl66299
Land, Gliederung (NUTS)Regionalverband Saarbrücken (DEC01)
LandDeutschland
E-Mailteam-ausschreibung@sms-medipool.de
Telefon+496897790940
Fax+496897790932
Internetadressehttps://sms-medipool.de/
Rollen dieser Organisation
Bieter
Wirtschaftlicher Eigentümer
Staatsangehörigkeit des EigentümersDeutschland
Gewinner dieser LoseLOT-0001
8.1.
ORG-0006
Offizielle BezeichnungDatenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Registrierungsnummer0204:994-DOEVD-83
StadtBonn
Postleitzahl53119
Land, Gliederung (NUTS)Bonn, Kreisfreie Stadt (DEA22)
LandDeutschland
E-Mailnoreply.esender_hub@bescha.bund.de
Telefon+49228996100
Rollen dieser Organisation
TED eSender
Informationen zur Bekanntmachung
Kennung/Fassung der Bekanntmachung1f65f288-1fdf-455b-9915-8aa836a7fc98  -  01
FormulartypErgebnis
Art der BekanntmachungBekanntmachung vergebener Aufträge oder Zuschlagsbekanntmachung – Standardregelung
Unterart der Bekanntmachung29
Datum der Übermittlung der Bekanntmachung04/09/2025 15:37:29 (UTC+02:00) Osteuropäische Zeit, Mitteleuropäische Sommerzeit
Sprachen, in denen diese Bekanntmachung offiziell verfügbar istDeutsch
Veröffentlichungsnummer der Bekanntmachung585822-2025
ABl. S – Nummer der Ausgabe171/2025
Datum der Veröffentlichung08/09/2025