587960-2023 - ErgebnisDeutschland-Seesen: Dienstleistungen von Ingenieurbüros
OJ S 188/2023 29/09/2023
Bekanntmachung vergebener Aufträge
Dienstleistungen
Rechtsgrundlage:
Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1.
Name und Adressen
Offizielle Bezeichnung: Stadt Seesen
Postanschrift: Marktstraße 1
Ort: Seesen
NUTS-Code: DE916 Goslar
Postleitzahl: 38723
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Fachbereich IV Bau
E-Mail: stadt@seesen.de
Telefon: +49 5381-75237
Fax: +49 5381-756237
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.seesen.de
I.4.
Art des öffentlichen Auftraggebers
Regional- oder Kommunalbehörde
I.5.
Haupttätigkeit(en)
Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1.
Umfang der Beschaffung
II.1.1.
Bezeichnung des Auftrags
Bekanntmachung über Auftragsvergabe: Stadt Seesen - Umgestaltung Bahnhofsvorplatz
Referenznummer der Bekanntmachung: 2216
II.1.2.
CPV-Code Hauptteil
71300000 Dienstleistungen von Ingenieurbüros
II.1.3.
Art des Auftrags
Dienstleistungen
II.1.4.
Kurze Beschreibung
Umgestaltung Bahnhofsvorplatz
Die Stadt Seesen beabsichtigt im Rahmen der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme "Seesen Stadtzentrum" eine umfassende Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes vorzunehmen. Folgende Ingenieurleistungen sind als Generalplanung erforderlich: Verkehrsplanung gem. §47 HOAI (LP 1-9) u. bes. Leist. Anl 13 HOAI sowie HVA-StB LB Verkehrsanlagen, Freianlagen gem §39 HOAI (LP 1-9) u. bes. Leist. Anl 11 HOAI, Techn. Ausrüstung gem. §55 HOAI AG 1 und 4 (LP 1-9) u. bes. Leist. Anl 15 HOAI, Planungsbegl. Vermessung gem. HOAI Anl 1 - 1.4.4 (3) (LP 1-4), Bauvermessung gem. HOAI Anl 1 - 1.4.7 (3) LP (1-5) sowie HVA StB LB Bauvermessung
II.1.6.
Angaben zu den Losen
Aufteilung des Auftrags in Lose: nein
II.1.7.
Gesamtwert der Beschaffung
Wert ohne MwSt.: 316 411,98 EUR
II.2.
Beschreibung
II.2.3.
Erfüllungsort
NUTS-Code: DE916 Goslar
Hauptort der Ausführung: Stadt Seesen Bahnhofsplatz 38723 Seesen
II.2.4.
Beschreibung der Beschaffung
Das ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs Seesen befindet sich im Privatbesitz und wird durch die Eigentümer derzeit umfassend saniert. Dabei sollen auch die in Privateigentum stehenden Flächen um das Gebäude neugestaltet werden. Es wurde gemeinsam von der Stadt Seesen mit dem Regionalverband eine Stationsrahmenplanung erstellt. Diese Planung ist den Eigentümern des Bahnhofsgebäudes zur Kenntnis gegeben worden und war Bestandteil der Abstimmung der privaten Planung. Der Auszug Stationsrahmenplanung ist als Anlage beigefügt. Der Auszug Stationsrahmenplanung soll die Grundlage für die weiteren Planungen darstellen, wobei die funktionalen Aspekte dabei zu überprüfen und fortzuschreiben bzw. gegebenenfalls anzupassen sind. In der bisherigen Diskussion in den politischen Gremien der Stadt Seesen wurde allerdings der Wunsch geäußert, dass bei der Platzgestaltung, abweichend von dieser Vorstudie, neben den funktionalen Aspekten (Busverkehr, Bike & Ride, Parkplätze) ein stärkerer Schwerpunkt auf die städtebauliche Gestaltung zu legen ist. Zielsetzung soll dabei sein, den Bahnhofsvorplatz in seiner städtebaulichen Funktion als Eingang zum Innenstadtbereich durch eine repräsentative Platzgestaltung mit hoher Aufenthalts- und Gestaltungsqualität aufzuwerten.
Der im Zuge der Entwurfsplanung zu überplanende Bereich umfasst eine Fläche von ca. 7.000 m². Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes wurden in der
Stationsrahmenplanungen, im Rahmen einer ersten groben Kostenschätzung aus dem Februar 2020, auf brutto ca. 3,2 Mio. EUR geschätzt.
Die Schmutz- und Regenwasserkanalisation ist nicht Gegenstand der geplanten Ausschreibung der Ingenieurleistungen, da hierfür der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung zuständig ist.
Der zentrale Bussteig mit den entsprechenden Fahrgastumsteigebeziehungen erhält eine(n) Überdachung/Wetterschutz. Zum heutigen Zeitpunkt ist noch nicht klar, in welcher baulichen Qualität. Es steht jedoch fest, dass hier keine aufwendige architektonisch ansprechende Überdachung, die eine eigenständige Fachplanung (Architekt/Tragwerksplaner) nach sich ziehen würde, vorgesehen ist. Durch den Freianlagenplaner soll eine städtebaulich ansprechende aber kostenbewusste Lösung entwickelt werden.
Bei der Technischen Ausrüstung handelt es sich im Wesentlichen um ein Fahrgastinformationssystem und ggf. die Beleuchtung in Zusammenarbeit mit der Harz Energie.
Die in der überschlägigen Auftragswertermittlung über LPH 3 hinausgehenden Leistungen sowie die weiter aufgeführten Fachlose wie Baugrund und SiGeKo sollen separat zu einem späteren Zeitpunkt vergeben werden. Sie sind nicht Gegenstand dieser Ausschreibung. Für die Baugrunduntersuchung ist vorgesehen, dass der spätere Planer der Verkehrsanlage eine Aufgabenbeschreibung für die Baugrunduntersuchung formuliert, auf deren Grundlage dann eine separate Verhandlungsvergabe erfolgt.
Die Finanzierung der baulichen Umsetzung der Maßnahme ist gemeinsam mit verschiedenen Fördermittelgebern vorgesehen (Städtebau Förderungsmittel des Landes, Fördermittel der Landesnahverkehrsgesellschaft, Fördermittel des Regionalverbandes Großraum Braunschweig). Die Klärung der Finanzierungsmöglichkeiten ist wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit der späteren Planer.
Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung innerhalb der Verhandlungsstufe dieses VgV-Verfahrens ist vom Bieter ein skizzenhafter Lösungsvorschlag darzustellen.
Diese Konzeptskizze soll insbesondere die "Herangehensweise" des Bieters an das Projekt aufzeigen.
Es ist vorgesehen, jedem vortragenden Bieter ein Pauschalhonorar von 2.000 EUR netto gegen direkten Rechnungseingang beim Auslober/Auftraggeber zu zahlen. Die zu erbringenden Vorschläge zur Konzeptidee sind der angebotenen Aufwandsentschädigung bezüglich Tiefe und Umfang anzupassen.
Die Bewertung findet gem. der übermittelten Bewertungsmatrix statt. Diese Konzeptskizze fällt unter den Punkt 3 der übermittelten Bewertungsmatrix. Der Bieter hat Anspruch auf die Aufwandsentschädigung, sofern er an allen Verhandlungsrunden sowie am Termin der Vergabeverhandlung teilgenommen hat und fristgerecht ein verbindliches finales Angebot eingereicht hat.
II.2.5.
Zuschlagskriterien
Qualitätskriterium - Name: 1. Qualität des Projektteams / Gewichtung: 30 %
Qualitätskriterium - Name: 2. Darstellung der Arbeitsweise und Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität, Kosten und Termine / Gewichtung: 30 %
Qualitätskriterium - Name: 3. Darstellung der Arbeitsweise und Maßnahmen / Gewichtung: 20 %
Kostenkriterium - Name: 4. Vergütung, Honorar (auf alle Leistungen) / Gewichtung: 20 %
II.2.11.
Angaben zu Optionen
Optionen: ja
Beschreibung der Optionen:
Der Abruf der Beauftragung erfolgt in 4 Stufen:
Stufe 1: LPH 1-3
Stufe 2: LPH 4
Stufe 3: LPH 5-6
Stufe 4: LPH 7-9
Die Weiterbeauftragung steht unter Vorbehalt der Einhaltung des Kostenrahmens und/oder der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel.
II.2.13.
Angaben zu Mitteln der Europäischen Union
Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein
II.2.14.
Zusätzliche Angaben
Es ist von jedem Bewerber bzw. von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft der Teilnahmeantrag vollständig auszufüllen und gem. den gestellten Anforderungen einzureichen. Es sind die Teilnahmeantragsformblätter zu verwenden, welche auf der Plattform zum Downloadbereit stehen. Die Angebotssprache ist ausschließlich Deutsch. Entsprechend sind alle Nachweise und Erklärungen in deutscher Sprache abzufassen. Anderssprachigen Dokumenten muss eine Übersetzung /Eigenübersetzung beigefügt werden.
Für den fristgerechten Eingang der Teilnahmeanträge ist der Bewerber verantwortlich. Die Einreichung muss elektronisch in Textform erfolgen. Ein Vertragsentwurf für das genannte Vorhaben liegt den Bekanntmachungsunterlagen bei. Der Vertragsentwurf kann in der Angebotsphase verhandelt werden. Weitere Informationen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen, welche ebenfalls über die Plattform zum Herunterladen bereitstehen.
(Das Dokument "221125_2216_Seesen_Honorar_VgV_HOAI" dient in der Bewerbungsphase ausschließlich der Information. Erst zur Vergabeverhandlung (Stufe II des Verfahrens) ist diese Anlage als Teil des Angebots mit einzureichen.)
Bei einer Bewerbung als Bietergemeinschaft ist die Anlage 1 zum Teilnahmeantrag, (Anlage 1 - Bewerber- / Bietergemeinschaft), für jedes Mitglied auszufüllen und beizulegen. Von der Teilnahme ausgeschlossen sind/werden Bewerber, die als Einzelner und/oder Mitglied einer Bewerbergemeinschaft mehrere Bewerbungen einreichen oder am Tag der Bekanntmachung angestellte(r) oder freie(r) Mitarbeiter(in) eines Bieters/eines Mitglieds einer Bietergemeinschaft sind. Das gilt auch für Nachunternehmer.
Bewerber- und später Bieterfragen sind unter Bezugnahme auf das VgV-Verfahren (Bezeichnung s. unter II.1.1) umgehend zu stellen. Die Beantwortung erfolgt (mit dazugehörigen Fragen) über die oben genannte Plattform an alle registrierten Bewerber.

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1.
Beschreibung
IV.1.1.
Verfahrensart
Verhandlungsverfahren
IV.1.3.
Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8.
Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)
Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein
IV.2.
Verwaltungsangaben
IV.2.1.
Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren
Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2022/S 244-706604
IV.2.8.
Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9.
Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Auftrags-Nr.: 2216
Bezeichnung des Auftrags:
Stadt Seesen - Umgestaltung Bahnhofsvorplatz
Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja
V.2.
Auftragsvergabe
V.2.1.
Tag des Vertragsabschlusses
18/09/2023
V.2.2.
Angaben zu den Angeboten
Anzahl der eingegangenen Angebote: 3
Anzahl der eingegangenen Angebote von KMU: 3
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus anderen EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der eingegangenen Angebote von Bietern aus Nicht-EU-Mitgliedstaaten: 0
Anzahl der elektronisch eingegangenen Angebote: 3
Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: ja
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: GBP Gesellschaft für Bauüberwachung und Planung mbH
Postanschrift: Unterm Ratskopf 53
Ort: Wernigerode
NUTS-Code: DEE09 Harz
Postleitzahl: 38855
Land: Deutschland
E-Mail: wernigerode@gbp-ingenieure.de
Telefon: +49 3943694-500
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.3.
Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde
Offizielle Bezeichnung: IGS INGENIEURE GmbH & Co. KG
Postanschrift: Eisenberg 1
Ort: Wernigerode
NUTS-Code: DEE09 Harz
Postleitzahl: 38855
Land: Deutschland
Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja
V.2.4.
Angaben zum Wert des Auftrags/Loses
Gesamtwert des Auftrags/Loses: 316 411,98 EUR
V.2.5.
Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3.
Zusätzliche Angaben
Bekanntmachungs-ID: CXP4Y4V6WGP
VI.4.
Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1.
Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Regierungsvertretung Lüneburg
Postanschrift: Auf der Hude 2
Ort: Lüneburg
Postleitzahl: 21339
Land: Deutschland
Telefon: +49 4131-1334
Fax: +49 4131-152943
VI.4.3.
Einlegung von Rechtsbehelfen
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:
Entsprechend der Regelungen in § 160 GWB.
R E C H T S M I T T E L B E L E H R U N G bei EU-weiter Vergabe:
a)
Ein Unternehmen, das ein Interesse am Auftrag hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Abs. 6GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht, kann ein Nachprüfungsverfahren gemäß der §§ 160 ff. GWB bei der unter VI.4.1 genannten Stelle einleiten.
b)
Der Antrag ist unzulässig, soweit
- der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren vor Einreichendes Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Aufraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat;
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
- Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Vergabebekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabegegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
- mehr als 15 Tage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
c)
Die Ausführungen zur Unzulässigkeit (vorstehend unter lit. b) gelten nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Satz 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.
VI.5.
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung
26/09/2023