Beschreibung der Beschaffung
Die Feuerwache in Hilden liegt auf einem 6.268 m² großen Grundstück in Hilden-Mitte, Flur 59, Flurstück 1094. An der südlichen Seite des Grundstücks befinden sich der Hauptfriedhof mit Ehrenfriedhof und die Straße Am Feuerwehrhaus. An der östlichen Seite stehen Wohngebäude in direkter Nähe. Das Gebäude der Stadtwerke Hilden grenzt an die westliche Seite des Altbaus der Feuerwache. Auf dem Grundstück der Stadtwerke wurden im Jahr 2009 Baulasten für die damalige Erweiterung der Feuerwache eingetragen. An der nördlichen Seite grenzt das Grundstück an drei Grundstücke der katholischen Kirchengemeinde St. Josef mit Krankenhaus und KiTa an. Es liegt kein Bebauungsplan für das Grundstück vor.
Das Feuerwehrhaus besteht aus einem "Altbau" von 1957 und einem "Neubau" aus dem Jahr 2010. Der Altbau ist ein zweigeschossiges Gebäude, welches sich entlang der Straße Am Feuerwehrhaus erstreckt. Im Erdgeschoss befinden sich Fahrzeughallen mit den dazugehörigen Nebenräumen, inkl. dem Schwarz- und Weißbereich, sowie einem Sportraum.
Im Obergeschoss liegen der Sitzungssaal, ein Besprechungsraum und der Ruhebereich. Im Jahr 2010 wurde ein neues Foyer vor dem Altbau errichtet, wodurch die Eingangssituation der Feuerwache deutlich aufgewertet wurde.
Der Neubau ist ebenso ein zweigeschossiges Gebäude, das an der westlichen Grenze des Grundstücks errichtet wurde. Im Erdgeschoss befinden sich weitere Fahrzeughallen. Im Obergeschoss sind sowohl die Büros der Feuerwehr als auch eine Mensa mit Küche vorzufinden. Der Neubau ist über ein Treppenhaus direkt mit dem Bestandsgebäude verbunden.
Ebenfalls steht an der östlichen Grenze eine alte Fahrzeughalle von 1957, die im Jahr 2010 um eine Waschhalle und eine Werkstatt erweitert wurde.
Durch die derzeitige Auslastung und die sich ändernden Anforderungen der Arbeitsstättenrichtlinien besteht der Bedarf nach einer neuen Erweiterung und einem Umbau der Feuerwache.
Der Schwarz- und Weißbereich muss erweitert und neu organisiert werden, sodass hier jeweils 200 Spinde untergebracht werden können. Die Fläche des Sportraumes muss ebenfalls verdoppelt werden. Es besteht der Bedarf nach einem Planspielraum und einem Rettungsdienst-Schulungsraum, mit jeweils einem Lager. Zwei neue Wäscheräume für Poolkleidung, eine Kleiderkammer und ein Bettwäschelager sollen vorgesehen werden.
Der Verwaltungsbereich soll mit insgesamt neun Büros für Praxisleiter und Mitarbeiter des Gehobenen Dienstes, sowie mit Lernräumen des Rettungsdienstes erweitert werden. Der ehemalige Raum für die Jugendfeuerwehr soll umgebaut werden, um einen zusätzlichen Fernseh-Raum zu schaffen.
Es soll ein zweigeschossiger Gebäudekörper an der Straßenseite, direkt neben dem Eingang angebaut werden. Hierfür ist die Höhe des Altbaus zu übernehmen. Die Schwarz- und Weißbereiche sollen erdgeschossig erweitert werden. Neben dem Weißbereich soll der Wäscheraum für Poolkleidung und Brandschutz untergebracht werden. Im Obergeschoss sollen die Räumlichkeiten ebenfalls erweitert und umgebaut werden, sodass die Kleiderkammer, das Bettwäschelager, der Besprechungsraum und ein Stuhllager in dem neuen Anbau untergebracht werden können. Der Neubau von 2010 soll mit neuem Verwaltungsbereich aufgestockt werden, sodass alle Büros in direkter Nähe zueinander liegen. Auf dieser Etage sollen zudem der Planspielraum und der Rettungsdienst-Schulungsraum, sowie Stabräume und Lager untergebracht werden.
Der neue Baukörper im zweiten Obergeschoss soll bis zum Eingangsbereich der Feuerwache vorgezogen werden, um zusätzlich einen Sportraum über dem Altbau zu schaffen.
Aufgrund der Abstandflächen muss die Aufstockung des Neubaus an der nördlichen Seite zurückspringen.
Hauptaugenmerk der Aufgabenstellung liegt in der Koordination zur Umsetzung der Baumaßnahme unter Aufrechterhaltung der ständigen Einsatzfähigkeit der örtlichen Feuerwehr. Hierfür ist gegenwärtig vorgesehen, die Maßnahme in 2 Bauabschnitte zu untergliedern und zusätzlich Interimscontainer bereitzustellen, jedoch kann nicht gewährleistet werden, dass die betreffenden Gebäudeteile für die Bauphase vollständig freigezogen werden können. Im Zuge der Vorbereitung der baulichen Umsetzung ist hierzu ein detailliertes Abwicklungskonzept mit dem AG und den Nutzern zu erarbeiten.
Für das Projekt wurden die Leistungsphasen 1-3 durch die Buddenberg Tauchmann Architekten Düsseldorf im Auftrag der Stadt Hilden bereits durchgeführt. Die Entwurfsplanung inkl. der Projektbeschreibung ist zur weiteren Ausarbeitung freigegeben und Grundlage dieser Leistungsbeschreibung. Die Unterlagen des Entwurfs zusammen mit der bereits vorliegenden vorstatischen Berechnung der Sommer - Ingenieurbüro Bauwesen GmbH, Solingen liegen dieser Ausschreibung gem. § 7 VgV bei.
Die gegenständlichen Planungsleistungen der Objektplanung Gebäude werden im als Stufenauftrag erteilt. Es ist beabsichtigt, zunächst die Leistungsphasen 4 (inkl. Leistungen aus dem Bereich der Leistungsphase 3 für die Koordination und Integration der Leistungen der anderen an der Planung fachlich Beteiligten, der Fortschreibung des Terminplans, und die Einarbeitung, Prüfung und ggf. Anpassung der vorhandenen Planungsunterlagen) für die Gesamtmaßnahme zu beauftragen.