Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags
Am Standort Zittau plant das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den Neubau eines kombinierten Labor- und Bürogebäudes. Das neue Gebäude dient der Erforschung für CO2-arme Industrieprozesse, der Dekarbonisierung großer energieintensiver Industrieprozesse und somit dem Klimaschutz. Der Neubau des Bürogebäudes, Versuchshalle, Maschinenhaus und Nebenanlage stellt eine Landesmaßnahme nach RL InvKG dar. Das Baufeld besteht aus mehreren Grundstücken und beträgt ca. 15.000 m². Diese befinden sich im Süden von Zittau am Standort der Hochschule Zittau / Görlitz (HSZG) und nahe der Innenstadt. Als Grundlage zur Formulierung der Planungs- und Bauaufgabe wurde eine Machbarkeitsstudie einschließlich einem Bedarfsplan erstellt. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurden insbesondere 2 Varianten zur Sicherung des Elektrizitätsbedarfes untersucht.
Variante 1, Mittelspannungsanschluss 5 MW aus dem Netz der Stadtwerke Zittau und Variante 2, Eigenerzeugung 5 MW mittels BHKW Bedarf. Im weiteren Planungsprozess sind die beiden Varianten weiter zu untersuchen und zu entscheiden welche Lösung weiterverfolgt wird. Der Gebäudekomplex aus Versuchshalle, Maschinenhalle und Bürogebäude soll im Erdgeschoss miteinander verbunden werden, um die funktionalen Zusammenhänge zu unterstreichen. Die Versuchshalle und Nebengebäude beinhalten auf ca. 3.000 m² BGF Prozesstechnik, Leitwarte Labore, Schreibräume und Werkstätten sowie Lagerflächen. Das Bürogebäude, mit ca. 2.600 m² BGF soll für ca. 48 Arbeitsplätze, in Einzel- und Doppelbüros inkl. den Büros für Gastwissenschaftler und TI ausgelegt werden. Weiterhin wird ein Konferenzbereich mit 100 Plätzen sowie das Catering mit Vorbereitungsküche für den Konferenzbereich vorgesehen. Für die Außenanlagen ist die Errichtung von Grünanlagen, Wegen, Zufahrten und Stellplätzen gemäß den baurechtlichen Vorgaben für 35 PKW und 25 Fahrräder vorgesehen. Für den Raumbedarf wurde eine Nutzfläche (NUF 1-7 nach DIN 277) von 3.504 m² ermittelt. Davon abgeleitet werden kann eine NRF von ca. 4.893 m². Das Gesamtkosten des Projektes (KG 200-600) werden auf 21.171.050 € netto geschätzt und gliedert sich in folgende Aufteilung der KG:
- KG 200 6.640.000 €
- KG 300 8.601.000 €
- KG 400 4.120.050 €
- KG 500 2.320.000 €
- KG 600 490.000 €
Die Meilensteine zur Umsetzung des Projekts sehen vor:
- Leistungsbeginn: Nov 2022
- Baubeginn Mai 2025
- Fertigstellung März 2028
Es ist beabsichtigt mit dieser Ausschreibung folgende Leistungen zu beauftragen:
Objektplanung Freianlagen, Leistungsphasen 2-9 gemäß §§ 38 ff. HOAI und Objektplanung Verkehrsanlagen, Leistungsphasen 2-9 gem. §§ 45 ff. HOAI. Die Leistungen werden bauabschnitts- und stufenweise beauftragt. Zunächst werden in der Beauftragungsstufe 1a die Leistungsphasen 2 und 3 (Vorplanung und Entwurfsplanung)
gemäß HOAI beauftragt. Die Leistungsphasen 4 bis 9 werden in der weiteren Beauftragungsstufen abgerufen. Ein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung besteht nicht.