Beschreibung der Beschaffung
Das Meereschemische Labor Schifffahrt und Umwelt Schifffahrt und Umwelt“ gehört zum Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Im Labor werden Proben aus Nord- und Ostsee analysiert. Dabei werden einerseits Daten aus unterschiedlichen Messkampagnen erhoben aber auch Online-Daten aus Messnetzen (z.B. Schiffsemissionsmessnetz) und Auftragsanalysen (Ölforensik, Schwefel in Bunkeröl) durchgeführt. Probenvorbereitung, Probennahme und Datenprozessierung erfolgt derzeit für jedes Labor einzeln und individuell.
Die Besonderheit im Bereich des Monitorings stellt die Tatsache dar, dass die Probenahme und ein Teil der Analytik auf See erfolgen. Während einer Seereise muss das LIMS auch ohne Internetverbindung zumindest teilweise zur Verfügung stehen. Die Seereisen stellen Kampagnen dar und müssen mit Hilfe des LIMS vorbereitet und nachbereitet werden können.
Im Bereich des Monitorings ist auch das Monitoring der Radioaktivität angesiedelt. Die dort ablaufenden Prozesse unterscheiden sich jedoch teilweise stark vom Standardprozess. Daher beziehen sich die Anforderungen überwiegend auf die Meereschemie.
Das LIMS soll einen Überblick über den technischen Stand der einzelnen Messgeräte/Messsysteme und deren Module/ Komponenten und Konfiguration schaffen. Weiterhin soll das LIMS als Planungstool für Wartungen dienen. Dazu werden Datenbankfunktionen benötigt, die Wartungsintervalle, technischen Stand, anstehende Aufgaben etc. übersichtlich darstellen.
Aus der Messung von Luftschadstoffen und Wetterinformationen (Windrichtung und Windgeschwindigkeit) an mehreren ortfesten Messstationen an der deutschen Nord- und Ostseeküste sowie den Positionsmeldungen von Schiffen (mittels Auswertung der AIS-Signale) ermittelt ein MATLAB-Programm auf Basis von Grenzwertüberschreitungen potentielle Fälle von Regelverstößen beim Treibstoffeinsatz und schreibt die Ergebnisse zeilenweise in eine TXT-Datei.
Das Ergebnis kann eine automatische und eindeutige Zuordnung zu einem Schiff ergeben. In diesen Fällen erfolgt gelegentlich eine Überprüfung der Korrektheit des Zuordnungsverfahrens. Sofern trotz der Überschreitung von Grenzwerten keine eindeutige automatische Zuordnung möglich ist erfolgt eine Analyse des Falls durch den Menschen sowie ggf. eine Korrektur der Zuordnungsdaten.
Das MATLAB-Programm soll kein Bestandteil des LIMS werden. Das LIMS soll lediglich die Daten des MATLAB-Programms über eine Schnittstelle (ggf. auch mehrfach, z. B. nach einer Korrektur) einlesen können.
Der Bereich Ölforensik und Schwefel im Bunkeröl ähnelt einem Auftragslabor. Es werden in erster Linie angelieferte Proben analysiert. Allerdings geht das Datenmanagement über die reine Probenbearbeitung hinaus. Ein sog. "Fall" ist ein komplexerer Vorgang dem eine größere Anzahl Proben zugeordnet sein kann und zu dem fall- (und nicht nur proben-) bezogene Daten und Dokumente verwaltet werden müssen.
Eine Datenzusammenführung und Bereitstellung existiert nicht. Eine Datenbereitstellung kann nur durch die jeweiligen Labormitarbeiter erfolgen. Die Bereitstellung erfordert somit zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Ziel:
Beschaffung und BSH-spezifische Anpassungen eines Labor-Informations- und Management-Systems (LIMS).