Beschreibung der Beschaffung
Das Marine Ehrenmal Laboe prägt mit seiner Fertigstellung im Jahre 1936 die Einfahrt in die Kieler Förde. Die 5,7ha große Anlage, bestehend aus dem 72m hohen Turm, Innenhof, historischer Halle und unterirdischer Weihhalle mit einem Kuppeldurchmesser von 27m, diente zunächst dem Andenken der im ersten Weltkrieg gefallenen Marinesoldaten und später auch den Opfern des Zweiten Weltkrieges. Aufgrund der Wirtschaftskrise zu Zeiten der Weimarer Republik konnte die Fertigstellung des Komplexes, nach der Grundsteinlegung 1927, erst im Jahr 1936 erfolgen.
Im Jahre 1929 wurde mit dem Bau des Turmes begonnen. Hauptsächlich wurde dieser aus Stahlbeton gebaut. Der Hauptteil ist außenseitig mit Bockhorner Verblendklinkersteinen gemauert. Innenseitig wurde eine Bewehrung mit einer Betonschalung erstellt. Der Hohlraum wurde anschließend ausgegossen. Nach dem Ausschalen ergab sich eine Stahlbetonwand mit einer monolithisch verbundenen Verblendschale.
Bereits aus dem Jahre 1968 besteht ein erstes Gutachten mit der Feststellung von Schäden im Bereich der Fassade. Mitte der 1990er Jahre mit Fertigstellung im Februar 1998, wurden zuletzt Gutachten erarbeitet und eine umfassende Fassadensanierung durchgeführt.
Im Mai 2017 wurden vermehrt Schäden in Form von kleinen Stücken der Verblendsteine festgestellt. Von 2018 bis 2019 wurde ein Gutachten zum Zustand der Turmfassade erstellt. Die Untersuchungen ergaben das der Schlagregenschutz der Fassade derzeit nicht mehr gegeben ist und die Turmflächen auf allen Flächen umfassend zu sanieren sind. Im Vordergrund steht der Austausch einzelner Steine und eine vollflächige Fugensanierung. Darüber hinaus der Austausch bzw. Neuverlegung der Brüstungsplatten um die Aussichtsterrassen und die Erneuerung von Abdichtungen. Abplatzungen an Stahlbetonoberflächen in den Innenbereichen des Turmes und der Decke im Flaggenraum. Vereinzelte Schäden an den hölzernen Konstruktionsteilen des oberen Turmbereiches.
Besonderes Augenmerk gilt dem Erhalt des Kulturdenkmales und dem Erhalt der ursprünglichen Bausubtanz. Sämtliche Veränderungen sind festzuhalten und zu dokumentieren. Die Arbeiten sind in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege abzustimmen und vorzunehmen.
Darüber hinaus wird auch während der Arbeiten der Museumsbetrieb fortgeführt. Das Museum hat ganzjährig geöffnet. Die Beeinträchtigungen für Besuchende und Mitarbeitende sind wäre der Baumaßnahmen möglichst gering zu halten.