Beschreibung der Beschaffung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrags
Der Streckenabschnitt Glindenberg – Stendal ist Teil der Maßnahme „ABS Uelzen – Stendal - Magdeburg – Halle“ (Ostkorridor Nord), der neben Verkehren aus dem Korridor Hamburg – Fulda – Frankfurt – Passau/Basel weitere Verkehre in Nord-Süd-Richtung aufnehmen soll. Die zugehörigen Strecken werden im Wachstumsprogramm der DB Netz AG im Korridor Ost mit der Zielstellung ausgebaut, die Kapazität der Verbindung der alten Bundesländer mit dem mitteldeutschen Raum und die Führung von Güterzügen über Halle/Leipzig mit der Durchbindung über weitere Teilmaßnahmen des Korridors im Südteil nach Süddeutschland und Südosteuropa zu verbessern.
Das verkehrliche Ziel der Maßnahme “Ostkorridor Nord“ besteht in der Bereitstellung eines weiteren leistungsfähigen Schienenkorridors insbesondere für den Güterverkehr zwischen den Nordseehäfen und dem Mitteldeutschen Raum, in der Weiterführung als Ostkorridor Süd auch mit Süddeutschland sowie Österreich / Südosteuropa.
1.1 Zu planende Baumaßnahmen
Folgende Leistungsbilder sind Bestandteil des Vertrages und auszuführen:
(Anteil DB Netz AG)
• BIM-Leistungsbild Objektplanung Verkehrsanlagen
• BIM-Objektplanung Ingenieurbauwerke
• BIM-Tragwerksplanung Ingenieurbauwerke
• BIM-Leistungsbild Techn. Ausrüstung
• BIM-Fachplanung Techn. Streckenausrüstung
(Anteil DB Station&Service)
• BIM-Leistungsbild Objektplanung Verkehrsanlagen einschl. technische Ausstattung
Folgende Leistungen werden durch andere Fachplaner bzw. Bereiche zugearbeitet:
• Baugrunduntersuchungen (Gutachten)
• Schall- und Erschütterungsgutachten
• BOVEK
• Landschafts- / Umweltplanung (FFH; Artenschutz; LBP)
• Kampfmitteluntersuchungen
• Vermessung (Festpunktfeld; Gleisnetzdaten; Trassierungsentwürfe)
Die Integration und die Koordinierung der beigestellten Fachgewerke in den laufenden Planungsprozess liegen in der Verantwortlichkeit des Auftragnehmers. Dem Auftragnehmer werden die im Ergebnis erstellten Gutachten bzw. Bewertungen übergeben. Die sich daraus ableitenden Maßnahmen hat der Auftragnehmer innerhalb der Planungen für das Gesamtbauvorhaben zu berücksichtigen und planerisch umzusetzen.
Ausgehend von den Vorgaben der betrieblichen Aufgabenstellung (BAst) ergeben sich die nachfolgend aufgeführten Planungsleistungen kurz zusammengefasst …
- Errichtung und Verlängerung von Überholgleisen, Errichtung Flankenschutzweichen, Neubau von Überleitstellen
- Oberbauarbeiten / Weichenerneuerungen
- Tiefbau (z. B Anpassung / Neubau der Gleisentwässerung)
- Anpassung / Neubau ESTW
- Anpassung und Erweiterung von LST-Anlagen (z. B. Blockverdichtung; Vorlaufmaßnahmen zur Umsetzung der „Digitalen Schiene Deutschland“)
- Ausrüstung mit ETCS Level 2 (für einzelne Teilblockabschnitte Level 2 ohne Signale)
- Anpassungen BÜ-Anlagen (Bau / Sicherungstechnik)
- Anpassung und Neubau von 50 Hz-Anlagen, Tk-Anlagen, Oberleitungsanlagen, Netzersatzanlagen
- Errichtung von 2 Außenbahnsteigen im Bf Angern-Rogätz (mit Variantenbetrachtung)
Sollten im Rahmen der Planung Änderungen oder Abweichungen gegenüber der Aufgabenstellung (BAst) notwendig werden, so sind diese dem AG anzuzeigen und das weitere Vorgehen mit ihm abzustimmen.
Bahnsteiganlage Angern-Rogätz
Im Bahnhof Angern-Rogätz befindet sich im IST-Zustand ein Inselbahnsteig der über einen Reisendenübergang zu erreichen ist. Zukünftig genügt der Reisendenübergang nicht mehr den Anforderungen für ein gefahrloses Überqueren der Gleise, so dass er zurückgebaut wird.
Der Inselbahnsteig soll durch 2 Außenbahnsteige ersetzt werden. Die neuen Außenbahnsteige werden links und rechts von dem unmittelbar angrenzenden BÜ km 28,226 angeordnet. Der Zugang zu den neuen Außenbahnsteigen erfolgt direkt von der Straße Bahnhof bzw. von der Straße Johannenhof.
Bei der Planung ist darauf zu achten, dass die neuen Bahnsteige vornehmlich auf DB eigenen Flächen errichtet werden.
Vor Planungsbeginn ist eine gemeinsame Abstimmung mit DB S&S (Bauherr) erforderlich.