Beschreibung der Beschaffung
Das MPI für Verhaltensbiologie ist eine Einrichtung für die quantitative Erforschung von tierischem Entscheidungs- und Bewegungsverhalten, das international als Vorbild fungiert. Im Neubau werden drei wissenschaftliche Abteilungen und 6 Forschungsgruppen tätig sein. Neben zentralen wissenschaftlichen Einrichtungen und der Verwaltung sind gemeinschaftliche Laborflächen und große Experimentalflächen für die Tierhaltung im Neubau sowie gut konzipierte Kommunikationsflächen und Seminarbereiche unterzubringen. Der Institutsneubau soll als nachhaltiges Gebäude mit Vorbildfunktion im Hinblick auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte konzipiert werden. Das Baugrundstück hierfür befindet sich auf dem westlichen Teil des jetzigen Parkplatzes Nord auf dem Campus der Universität Konstanz.
Das Raumprogramm (NF 1-6) der wissenschaftlichen Bereiche umfasst ca. 3.649 m² Büros, ca. 541 m² Kommunikation, ca. 280 m² Laborflächen, ca. 1.900 m² Tierhaltung (inkl. Versuchslabore und Infrastruktur) sowie ca. 108 m² Serverräume. Laborflächen sind vorwiegend im biologischen Standard-S1 und nur wenige im Standard-S2 vorgesehen.
Des Weiteren ist ein Seminarbereich mit angrenzender Cafeteria vorgesehen mit ca. 45m² Aufwärmküche und ca. 100 m² Gästebereich.
Der Neubau soll als nachhaltiges Gebäude konzipiert und betrieben werden. Um auf zukünftige sich ändernde wissenschaftliche Anforderungen reagieren zu können, ist ein hohes Maß an baulicher und technischer Gebäudeflexibilität erforderlich.
Die Planung hat mindestens entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik unter Berücksichtigung der AMEV Richtlinien zu erfolgen. Die Planung muss auch wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Gesichtspunkte sowie Kriterien der Nachhaltigkeit einbeziehen. Der Auftraggeber legt Wert darauf, dass das Bauwerk langfristig wirtschaftlich und nachhaltig betrieben werden kann, weist aber auch darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit der Planung eine wesentliche Bedeutung hat.
Die Planung umfasst die Anlagengruppen Starkstrom, Fernmeldetechnik und Fördertechnik. Die Leistungen umfassen neben der Planung für die Starkstrominfrastruktur (MSHV, Trafos, NSHV, …) die gesamte Elektroinstallation des Gebäudes. Die speziellen Anforderungen der Tierhaltung (Aquarien, Insekten, Kleinsäuger) ist zu berücksichtigen. Besonderes Augenmerk ist auf ggf. spezielle Anforderungen an die Beleuchtung zu legen. Die Einbindung einer Photovoltaikanlage mit Wirtschaftlichkeitsberechnung ist obligatorisch.
Im Bereich der Schwachstromanlagen sind neben den sicherheitstechnischen Anlagen eines als Sonderbau zu genehmigenden Institutsgebäudes auch das passive Netz der IT zu planen. Für die IT-Technik ist im Gebäude ein Serverraum (ca. 100 m²) mit entsprechender elektrotechnischer Ausstattung einzuplanen.
Das Gebäude ist mit Aufzugsanlagen für den Personen- und ggf. Lastentransport und evtl. Hebezeug auszustatten, die für die Funktion des Gebäudes notwendig sind.
Die Medientechnik für Hörsaal, Seminarbereiche und Besprechungsräume ist nicht Bestandteil des zu vergebenen Auftrags.
Die Max-Planck-Gesellschaft legt Wert darauf, dass die Bewerber profunde Kenntnisse im Bereich der Ausführung von technisch hochinstallierten Forschungsgebäuden nachweisen können.
Bei der Planung sind nicht nur die speziellen Anforderungen im Hinblick auf die technischen Anlagen, sondern auch die bei solchen Objekten üblichen Arbeitsabläufe zu berücksichtigen.
Die Planung hat mindestens entsprechend den allgemein anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen. Die Planung muss auch wirtschaftliche und energiewirtschaftliche Gesichtspunkte sowie Kriterien der Nachhaltigkeit einbeziehen.
Die Bewerber erklären mit Abgabe eines Teilnahmeantrages, dass sie in der Lage sind, die Leistungen innerhalb des Zeitraumes (siehe II.2.7) zu erbringen und insbesondere, dass sie über die hierfür notwendigen fachlichen, personellen, sachlichen und zeitlichen Mittel verfügen.
Die besonderen Anforderungen an die Leistungserbringung können es erforderlich machen, häufig/kurzfristig auf Anforderung des Auftraggebers zu Abstimmungsgesprächen vor Ort bzw. in München zur Verfügung zu stehen.