Beschreibung der Beschaffung
Das Grundstück liegt im Innenstadtbereich von Frankfurt Oder, gegenüber der hist. St. Marienkirche. Auf dem Grundstück befinden sich entlang der Großen Oderstraße historische Kellermauern der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bürgerhäuser, die als Bodendenkmal geschützt sind. Das historische Mauerwerk ist mit einem Vlies zu schützen und der nicht unterkellerte Bereich zu verfüllen. Im Bereich der Großen Oderstraße, die während der Bauzeit weiterhin als Einbahnstraße auszuweisen ist, ist auf Höhe der St. Marienkirche ein Halteverbot für sämtliche LKW, als Schutz des historisch besonders wertvollen Tryptichons, einzurichten. Die Länge der Halteverbotsfläche ist mit den örtlichen Behörden abzustimmen. Das Grundstück für den Neubau grenzt nördlich an die bestehende Bebauung (Treppenhaus) des "Bolfrashaus" an. Unmittelbar außerhalb der Baugrube verlaufen im Osten und Süden Versorgungsleitungen der Stadtwerke FFO, sowie Leitungen der örtlichen Telekommunikationsanbieter. Die Sicherung der Baugrube ist im Bereich der nördlichen Seite als aufgelöste Pfahlwand mit einer Ausfachung aus Holz erfolgt, die Bereiche auf der Ost- und Südseite sind mit einer Trägerbohlwand mit Holzausfachung gesichert, welche auf der Westseite an das hist. Mauerwerk anschließt. Auf der Westseite dienen großteils die hist. Wände als Baugrubensicherung. Im nördlichen Bereich und im südöstlichen Bereich des Verbaus stehen verringerte Arbeitsräume zur Verfügung, Kosten für erschwerte Ausführungsbedingungen sind hier in den EP einzukalkulieren. Nach Fertigstellung der letzten Untergeschossdecke in Höhe Oberkante Gelände sind die Arbeiten zur Baugrubenverfüllung auszuführen. Der Rückbau des Baugrubenverbaus erfolgt durch Fremdgewerke. Je nach aktueller Höhenlage des Grundwasserstandes zum Zeitpunkt der Erdarbeiten könnte das Gründungsplanum im "grundwasserbeeinflussten Tiefenbereich" liegen. Sofern eine Wasserhaltung notwendig ist kann diese nur als geschlossene Haltungen mittels Flachbrunnen (Vakuumentwässerung und/oder Gravitationsverfahren) ausgeführt werden. Der Neubau ist mit vier Obergeschossen, einem Erdgeschoss und einem Untergeschoss (Ausführung in WU) geplant. In Bereichen, in denen sich historisches Mauerwerk befindet und im Anschlussbereich zum "Bolfrashaus", ist keine Unterkellerung vorgesehen. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt vom öffentlichen Straßenverkehr über die Bischofstraße im Norden, dann abknickend über die Faberstraße, die im weiteren Verlauf zur Privatstraße im Eigentum des Bauherrn wird. Das Gebäude ist als Massivbau aus tragenden einschaligen Mauerwerksaußenwänden und innenliegenden Stahlbetonstützen, tragenden Mauerwerkswänden und Stahlbetonwänden geplant. Das 5-geschossige Gebäude besitzt die Außenmaße von ca. b x l x h = 17,0 x 88,0 x 21,0 m. In jedem der 5 Häuser ist ein Treppenhauskern vorgesehen. Im 3. und 4. OG ist die Dachkonstruktion als Wandscheiben in Stb.-Bauweise auszuführen. Zwischen den Gebäuden sind Stb.-Trennwände angeordnet. Gleichzeitig müssen diese Trennwände die Anforderungen einer Brandwand erfüllen. Sohle und Außenwände des Untergeschoss werden in WU-Beton (weiße Wanne) ausgebildet. Besonderheit des Tragwerks: Im 3. Und 4. OG sind sowohl innenliegende Freisitze sowie außenliegende Balkone zu erstellen. Hierfür sind in der Dachkonstruktion Gauben vorgesehen. Die Geschosshöhen im 4.OG sind in drei Stufen variierend. Haus 1,2 und 4 haben eine lichte Höhe von ca. 3,0 m, Haus 3 weist eine lichte Höhe von ca. 3,9 m auf. Die lichte Höhe von Haus 5 ist mit ca. 5,6 m am höchsten. Im westlichen Teil der Baugrube grenzt eine aus dem Mittelalter stammende Mauerwerkswand an. Die Gebäudeaußenwand verspringt in diesem Bereich. Die auskragende Deckenplatte des Untergeschosses wird zwischen den mittelalterlichen Mauerwerkswänden gegründet. Der restliche Teil der Mauerwerkswände wird überschüttet. Geschoss- und Dachdecke: Geschossdecken werden in einer Stärke von 24,0 cm ausgeführt. Auf den ebenfalls 24,0 cm starken Dachdecken ist ...