Beschreibung der Beschaffung
Beschafft werden soll als Lieferleistung ein HPLC Netzwerk – Vernetztes Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) System der Firma Waters GmbH mit zugehöriger Software. Hierbei handelt es sich um eine Ersatzbeschaffung.
Ein HPLC-System (High Performance Liquid Chromatography) ist eine analytische Technik, die zur Trennung, Identifizierung und Quantifizierung von chemischen Verbindungen in einer Probe verwendet wird. Es handelt sich um eine Form der Flüssigchromatographie, bei der eine Flüssigkeitsphase (mobile Phase) durch eine Säule mit einer stationären Phase gepumpt wird.
Ein HPLC-System besteht aus mehreren Komponenten, die zusammenarbeiten, um eine effektive Analyse durchzuführen. Zu den Komponenten gehören
- eine Pumpe, die den Druck erzeugt, um die mobile Phase durch die Säule zu pumpen,
- ein Injektor, der zum Einspritzen der Probe in die mobile Phase dient,
- eine HPLC-Säule als Kernstück des Systems, in dem die Trennung der Analyten basierend auf ihren physikalischen und chemischen Eigenschaften stattfindet,
- ein Detektor, der die Analyten, die aus der Säule eluieren, erfasst,
- sowie die Datenmanagement-Software, die die Steuerung des HPLC-Systems und die Erfassung, Verarbeitung und Analyse der Detektorsignale ermöglicht.
Das zu beschaffende HPLC-Netzwerk – bestehend aus acht HPLC-Modulen mit unterschiedlichen Detektiontechniken - muss zwingend systemkonform sein mit den im Institut für Laboratoriumsmedizin bereits etablierten LC-Systemen, sowohl in Bezug auf eine einheitliche Softwareausstattung und Bedienoberfläche als auch in Bezug auf eine Methodenkonformität. Basierend auf der sehr hohen methodischen Komplexität der Flüssigchromatographie ist eine Systemkonformität (gerätetechnisch, identische Software und Bedienoberfläche) für die mit den Systemen betrauten technischen Mitarbeiter im Routinebetrieb unabdingbar.
Das zu beschaffende System muss zwingend mit der identischen, bisher im Routinebetrieb im Institut verwendeten und etablierten Software (Empower) und Bedienoberfläche anzusteuern sein. Um den täglichen Betrieb der HPLC-Systeme in der Routinediagnostik sicherzustellen, ist seitens der technischen Mitarbeiter oftmals intensives Trouble-Shooting und tiefes gerätetechnisches Know-How erforderlich. Dies kann nur durch einheitliche Geräteplattformen (mit Komponentenkonformität – HPLC-Module und Detektoren von einem Hersteller), einheitliche Softwareanwendungen sowie Bedienoberflächen in Tiefe gewährleistet werden. Ansonsten können einfache Fehlbedienungen mit Patientenproben im Routinebetrieb lebensbedrohliche Folgen haben.
Die Patientensicherheit durch einheitliche Bedienoberflächen und Kompatibilität der Systeme sicherzustellen, ist dabei oberstes Beschaffungsziel.
Eine 100%ige Kompatibilität von Daten, Hard- und Software muss mit der im Institut etablierten Geräteausstattung gewährleistet sein. Lediglich das zu beschaffende Gerätesystem der Firma Waters erfüllt vollumfänglich die zwingend seitens des Instituts zu erfüllenden Leistungsanforderungen.