Für das zu beschaffende System "unbemanntes Landfahrzeug zur Erkundung und Brandbekämpfung bei gefährlichen Umgebungsbedingungen" werden eine in Verwendung, Ausstattung und Konfiguration zu dem bei Feuerwehren, Katastrophenschutzbehörden, Streitkräften und Polizeien vorhandenen, ver-gleichbare Systembestandteile, die ein unbemanntes Vorgehen mittels Robotertechnik ermöglichen, benötigt. Elementarer Unterschied zu den für vorgenannten Anwendungsbereiche konfigurierten Systeme ist die Ausstattung mit integrierten Löschkomponenten zur autarken Brandbekämpfung ohne zusätz-liche Voraussetzungen. Die wesentlichen, betriebsrelevanten Bauteile sind mit Stahlpanzerplatten ge-schützt, um einen Weiterbetrieb auch nach einem unmittelbaren mechanischen Energieeintrag von außen (z.B. Detonation) zu gewährleisten. Das Bedienpersonal steht durch die Funkfernsteuerung deutlich außerhalb des Gefahrenbereiches (ca. 1.500 m) und wird während der Gefahrenabwehrmaßnahmen des Systems im Schadensgebiet (Gefahrenbereich) nicht gefährdet. Ein unmittelbares Personenschadenrisiko wird somit ausgeschlossen. Durch das Kettenfahrwerk sind Querfeldeinfahrten mit geringem Boden-druck auf unwegsamen Flächen möglich. Durch hydraulische Frontanbaugeräte wie Räumschild bzw. Rotationsgreifer können Hindernisse entfernt, Aufwundungen erzeugt und gefährliche Gegenstände ge-borgen/verschoben werden. Das System weist eine Gesamtmasse von ca. 16.000 kg (bei gefüllten Löschmittelvorratsbehältern) auf. Motor und Getriebe ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu. 11 km/h bei einem Leistungsgewicht von 11 kW/t.
Die Löschkomponente beinhaltet eine Löschwassermenge von 2.500 l, Schaummittelkonzentratmenge von 500l, eine zweistufige Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000-2H und externe Storz-Anschlüsse zur Befüllung und Fremdeinspeisung. Das System verfügt aufgesetzt auf dem Aufbau über einen segmentierten Hydraulikarm, an dem ein Wasserwerfer mit einer Applikationsrate von bis zu 1.600l/min (bei 10 bar Ausgangsdruck) angebaut ist. Der Hydraulikarm kann zur punktuellen Löschmittelabgabe (bspw. direkt vor, neben oder hinter dem System) horizontal und vertikal bewegt werden. Die maximale Wurfweite des Wasserwerfers beträgt 55 m. Wahlweise ist auch der Anbau geringer dimensionierter Was-serwerfer möglich, um einen effizienten Löschmitteleinsatz sicherzustellen.