Beschreibung der Beschaffung
Das ehemalige Kloster Michelfeld stellt aufgrund seiner enormen Dimensionen, seines ungewöhnlich vollständig erhaltenen und insbesondere mit stuckierten Decken und Gewölben reich ausgestatteten barocken Gebäudebestandes, den zum Teil noch mittelalterlichen Ökonomiegebäuden und Teilen der spätmittelalterlichen Befestigungen ein Baudenkmal nationaler Bedeutung dar.
Die Klostergebäude bilden eine dreigeschossige Vierflügelanlage an der Südseite der ehemaligen Klosterkirche, wobei der Nordflügel nur aus den Kreuzgängen in den drei Geschossen besteht. Im Nordosten stößt ein Stichflügel nach Osten vor, zwei weitere am Ende des Westflügels nach Süden und, nördlich der Kirche, nach Norden.
Die Gründung des Klosters erfolgte 1119 durch Bischof Otto I. von Bamberg.
Nach Zerstörungen 1410 und 1429 wurde das Kloster bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts wiederauf- und ausgebaut. Nach seiner Aufhebung 1556 wurde es erst ab 1661 durch die Benediktiner wiederbesiedelt. Um 1684 begann der weitestgehende, groß angelegte Neubau der Klosteranlage nach Plänen der Gebrüder Dientzenhofer. In überwiegend dieser Form zeigt sich das Kloster noch heute. Teile der Anlage reichen jedoch auch noch in das Mittelalter zurück.
Seit dem Erwerb des Klosters durch Regens Wagner im Jahr 1885 und dem Einzug der Dillinger Franziskanerinnen werden die Gebäude durch die Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld geleitet und mit Leben gefüllt. Die Räume des ehemaligen Klosters bergen heute neben dem Schwesternkonvent im 1. Obergeschoss zentrale Nutzungen der Stiftung und dienen als Wohnstätte und Lebensraum für Menschen mit Behinderung.
Bauabschnitte
Bauabschnitt II (Juni 2023 – Dezember 2026)
Der Bauabschnitt II umfasst den Ost- und Südflügel des Gebäudekomplexes sowie den östlichen Stichflügel mit der noch aus der Spätgotik stammenden erdgeschossigen Marienkapelle und den Außenwänden der darüberliegenden ehemaligen Bibliothek, den barocken Kapitelsaal sowie das Sommerrefektorium im Südtrakt mit dem neuzeitlich im 20. Jahrhundert vorgesetzten dreigeschossigen Gang an der Innenhoffassade des Südflügels.
Bauabschnitt III (Mai 2026 – Dezember 2028)
Der Bauabschnitt III umfasst den Westflügel der Klosteranlage südlich der ehemaligen Klosterkirche bis zum barocken Haupttreppenhaus der Pforte.
Bauabschnitt IV (Januar 2028 – Dezember 2029)
Der Bauabschnitt IV umfasst den südlichen Stichflügel bis hin zum ehemaligen mittelalterlichen Rundturm, welcher wohl noch bis zum 1. OG in spätgotischer Substanz vorhanden ist.
Bauabschnitt V (März 2029 - Juni 2030)
Der Bauabschnitt V umfasst die Außenanlagen zum Klostervorhof.
Die gesamte Fläche des Gebäudes beträgt ca. 5.956,48 m².